Meldungen

Deutsche Meisterschaften im Metallhandwerk „German Craft Skills“ 2025 in Northeim

Am 14. und 15. November 2025 treffen sich die besten Junghandwerkerinnen und Junghandwerker
des Metallhandwerks im Bundesfachzentrum Northeim, um bei den Deutschen Meisterschaften
„German Craft Skills“ ihr Können unter Beweis zu stellen. Bereits am Abend des 13. November lernen
sich die Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Auftakt in Northeim kennen. Nach dem Wettbewerb
am 14. November folgt ein gemeinsamer Bowlingabend, bevor am 15. November die Siegerinnen und
Sieger feststehen.
Teilnahmeberechtigt sind Nachwuchskräfte, die in ihrer Gesellenprüfung mindestens 74 Punkte in der
Gesamtnote und 81 Punkte im praktischen Bereich erzielt haben. Neu ist: Im Bundeswettbewerb
selbst entfällt die bisherige 81-Punkte-Hürde – künftig werden die drei besten Leistungen
ausgezeichnet und mit Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen geehrt.
Die besten Absolventinnen und Absolventen werden von den jeweiligen Leitkammern der
Bundesländer persönlich angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Im Wettbewerb zeigen sie ihr
handwerkliches Geschick in aufwendigen Wettbewerbsaufgaben, die von erfahrenen Fachleuten
bewertet werden.
Die Deutschen Meisterschaften im Handwerk ist der größte Berufswettbewerb Europas. Unter der
Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz treten jedes Jahr mehr als 3.000 junge Talente in über 130 Handwerksberufen auf bis zu
vier Wettbewerbsebenen gegeneinander an. Der Wettbewerb macht Spitzenleistungen im Handwerk
sichtbar und setzt wichtige Impulse für die Fachkräftesicherung.
Ausrichter: Bundesverband Metall
Ansprechpartner: 

Christian Krause
Referent Berufsbildung
christian.krause@metallhandwerk.de
Tel. 0201-896 19 31
 
 
Der Beitrag Deutsche Meisterschaften im Metallhandwerk „German Craft Skills“ 2025 in Northeim erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Neues Gesetz: Barrierefreie Websites – Bußgelder bis 100.000 €

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Ziel ist es, Menschen mit Einschränkungen eine gleichberechtigte Teilhabe am digitalen Wirtschaftsleben zu ermöglichen. Webseiten sollen also auch für blinde oder sehbehinderte Personen gut nutzbar sein. Eine Missachtung der neuen Gesetzesvorgaben kann teure Konsequenzen haben – es können Abmahnungen erfolgen und Bußgelder von bis zu 100.000 Euro fällig werden.
Welche Betriebe sind betroffen?
Die Vorgaben des BFSG gelten für Unternehmen, die elektronische Dienstleistungen für Verbraucher anbieten wie z.B. bei Online-Shops. Voraussetzung sind mind. zehn Beschäftigte oder ein Umsatz von mehr als zwei Millionen Euro. Wer diese Schwellen überschreitet und elektronische Dienstleistungen für Verbraucher anbietet, muss seine Website barrierefrei machen. Die Verpflichtung gilt nur für bestimmte Produkte und Dienstleistungen, die in § 1 Abs. 2 und 3 BFSG aufgelistet sind. Für Metallbauer oder Feinwerkmechaniker sind Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr relevant.
Welche Ausnahmen gibt es?
Die Pflicht zur Barrierefreien Gestaltung gilt nur dann, wenn über die Seite Verbraucherverträge abgeschlossen werden können. Reine B2B-Seiten sind ausgenommen. Ebenso ausgenommen sind Webseiten, auf denen nur das Unternehmen, seine Produkte und Mitarbeiter vorgestellt werden, ohne die Möglichkeit eines Vertragsabschlusses zu bieten. Ausdrücklich ausgenommen sind auch Karriereseiten, die sich grundsätzlich an zukünftige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer richten. Ein Arbeitsvertrag oder auch ein Ausbildungsvertrag ist kein Verbrauchervertrag im Sinne des Gesetzes.
Damit gilt:
Auch wenn ein Betrieb mehr als zehn Mitarbeiter hat und der Umsatz mehr als 2 Mio. Euro beträgt, entsteht keine Pflicht zur barrierefreien Gestaltung, solange keine Verbraucherverträge über die Seite abgeschlossen werden können.
Was bedeutet Barrierefreiheit konkret?
• Nach dem BFSG müssen die auf der Websie befindlichen Informationen
• auffindbar und verständlich sein,
• über mehr als einen Sinneskanal zugänglich sein (z.B. Bildbeschreibungen für Sehbehinderte), ohne Maus bedienbar sein,
• Videos mit Untertiteln oder Textalternativen versehen werden.
Eine übersichtlich gestaltete Seite hilft allen Nutzern dabei, die Angebote auf der Seite besser lesen und verstehen zu können. Auch wenn es nicht um einen Vertragsabschluss geht.
Praxis-Tipp für Handwerksbetriebe
Grundsätzlich betrifft das BFSG nur wenige Handwerksbetriebe. Lassen Sie sich daher nicht von pauschalen Angeboten zur Überarbeitung Ihrer Internetseite verunsichern. Prüfen Sie zunächst, ob eine Verpflichtung zur barrierefreien Gestaltung überhaupt besteht. Nehmen Sie hierfür auch die Beratung Ihrer Innung, Kreishandwerkerschaft oder des jeweiligen Landesverbandes in Anspruch.
Ansprechpartnerin:

Friederike Tanzeglock
Rechtsanwältin (Syndikusanwältin)
Bundesverband Metall
friederike.tanzeglock@metallhandwerk.de

Der Beitrag Neues Gesetz: Barrierefreie Websites – Bußgelder bis 100.000 € erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Zugang zu Wehrtechnikaufträgen nur mit Zertifizierung

Die aktuelle Aufrüstung der Bundeswehr eröffnet auch für das Metallhandwerk neue Geschäftschancen. Wer als Zulieferbetrieb tätig werden möchte, muss jedoch die Anforderungen der DIN 2303 nachweisen. Die Nachfrage nach wehrtechnischen Produkten nimmt im Zuge der aktuellen Entwicklungen deutlich zu. Für Betriebe, die als Hersteller oder Instandsetzer im Bereich Schweißen tätig werden möchten, ist die Zertifizierung nach DIN 2303 eine grundlegende Voraussetzung.
Geforderte Leistungen im Überblick:
Fachgerechtes Schweißen nach den neuesten Normen und Vorschriften

Nachweis von Präzision und Zuverlässigkeit bei sicherheits- und verteidigungsrelevanten Bauteilen
Verwendung spezieller Verfahren für höchste Festigkeit und Langlebigkeit
Prüfung und Qualitätssicherung jeder Schweißnaht
Sicherer Umgang mit sensiblen und hochbelastbaren Materialien
Termingerechte und zuverlässige Projektrealisierung

Ihre Vorteile als zertifizierter Betrieb:

Zugang zu Aufträgen der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie
Anerkennung als qualifizierter und verlässlicher Partner
Wettbewerbs­vorteile durch dokumentierte Qualitätsstandards

Wenn Sie beabsichtigen, als Zulieferer für die Rüstungs- und Verteidigungsindustrie tätig zu werden, informieren wir Sie gerne über die notwendigen Schritte zur Zertifizierung nach DIN 2303.
Ansprechpartner:

Jens Brinkmann
Bundesverband Metall
Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0201-896 19 22
Brinkmann.wbg@metallhandwerk.de
 
Der Beitrag Zugang zu Wehrtechnikaufträgen nur mit Zertifizierung erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Update Stromsteuergesetz: Entlastung für Betriebe

Welche Metallhandwerksbetriebe profitieren von der Senkung der Stromsteuer? Das Stromsteuergesetz (§ 9b StromStG) sieht für bestimmte Unternehmen des produzierenden Gewerbes eine Entlastung von der Stromsteuer vor.
Anspruchsberechtigt sind Unternehmen, die dem produzierenden Gewerbe zuzuordnen sind. Die Zuordnung erfolgt auf Grundlage der „Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2003“. Diese Klassifikation ist nach wie vor maßgeblich, auch wenn sie nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht.
Metallbaubetriebe mit eigener Werkstatt sowie Feinwerkmechanikerbetriebe zählen in der Regel zum produzierenden Gewerbe. Dabei kommt es nicht auf die Rechtsform des Betriebes an, auch Einzelkaufleute haben bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen Anspruch auf Erstattung.
Die Klassifikation der Wirtschaftsbetriebe ist abrufbar unter folgendem Link:
https://www.destatis.de/DE/Methoden/Klassifikationen/Gueter-Wirtschaftsklassifikationen/klassifikation-wz-2003.html
Bei sogenannten Mischbetrieben richtet sich die Antragsberechtigung nach dem Tätigkeitsschwerpunkt, der anhand der jeweiligen Umsatzverteilung ermittelt wird.
Wichtige Voraussetzungen:
Eine Entlastung von der Stromsteuer ist nur möglich, wenn der verwendete Strom:
– nachweislich versteuert wurde,
– ausschließlich für betriebliche Zwecke verwendet wird und
– nicht bereits einer Steuerbefreiung unterliegt.
Strom, der für die Elektromobilität – insbesondere für Fahrzeuge im Straßenverkehr – eingesetzt wird, ist von der Entlastung ausgeschlossen.
Antrag stellen:
Die Entlastung erfolgt ausschließlich auf schriftlichen Antrag. Voraussetzung ist, dass der zu erstattende Betrag mindestens 250 € beträgt, was einem Stromverbrauch von jährlich 12.500 kWh entspricht. Die entsprechenden Antragsformulare stehen im Zollportal (https://www.zoll-portal.de/) zur Verfügung.
Laut aktuellem Haushaltsentwurf der Bundesregierung soll die Entlastung in Höhe von 20 € pro Megawattstunde auch über den 31.12.2025 hinaus fortgeführt werden.
Bei einer voraussichtlichen Entlastung von mehr als 1.000 € pro Quartal kann eine unterjährige Auszahlung beantragt werden. Ansonsten ist der Antrag spätestens bis zum 31. Dezember des auf das Verbrauchsjahr folgenden Kalenderjahres beim zuständigen Hauptzollamt einzureichen.
Über die Plattform „e-Tool“ (https://www.energie-tool.de/) des ZDH kann vorab geprüft werden, ob das eigene Unternehmen grundsätzlich entlastungsberechtigt ist. Die erstmalige Antragstellung ist mit einem gewissen Aufwand verbunden, kann jedoch – insbesondere bei hohem Stromverbrauch – finanziell lohnenswert sein.
Ansprechpartnerin: 

Friederike Tanzeglock
Rechtsanwältin (Syndikusanwältin)
beim Bundesverband Metall in Essen
friederike.tanzeglock@metallhandwerk.de
Der Beitrag Update Stromsteuergesetz: Entlastung für Betriebe erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Klima-Tour der Ausbildungsoffensive: Generalprobe geglückt – jetzt geht’s in Runde 2!

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr startet unsere Klima-Tour bei der Ausbildungsoffensive nun in die zweite Runde. Ziel ist es wieder, jungen Menschen authentische Einblicke in die klimarelevanten Handwerksberufe zu geben – und zu zeigen, wie spannend, vielfältig und zukunftssicher eine Ausbildung im Handwerk sein kann.

Mehr Vielfalt, mehr Perspektiven
Während im vergangenen Schuljahr  die Innungen der Dachdecker- und Zimmerer-, Maler & Lackierer-, Sanitär-Heizung-Klima- sowie Metallbau-Handwerke den Anfang machten, wird das Angebot in diesem Jahr noch breiter: Auch die Tischler- und die Elektro-Innung sind mit dabei. Damit öffnet sich die Klima-Tour für noch mehr Berufsfelder, die alle einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung unserer Zukunft leisten.

Azubis als Botschafter
Herzstück der Tour sind die Auszubildenden selbst. Sie berichten aus erster Hand, wie ihr Berufsalltag aussieht, welche Herausforderungen und Chancen das Thema Klimaschutz im Handwerk bietet – und warum sie sich für ihre Ausbildung entschieden haben. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das: ehrliche Einblicke statt Werbebroschüren. Und die vielfältigen Karrierechancen im Handwerk kommen natürlich nicht zu kurz.

Ein Gewinn für Essener Schulen
Durch die Klima-Tour erhalten Schülerinnen und Schüler nicht nur einen Überblick über unterschiedliche Gewerke, sondern auch konkrete Anregungen für ihre eigene Berufsorientierung. Das direkte Gespräch mit Auszubildenden macht deutlich, wie vielseitig und zukunftsorientiert das Handwerk ist – und welche Rolle es für eine klimafreundliche Stadt spielt.

Wir freuen uns auf eine Klima-Tour 2025/26, die erneut spannende Begegnungen, vielfältige Perspektiven und jede Menge Inspiration bereithält.

Stahl im Bauwesen – Nachhaltigkeit, Normen und neue Perspektiven

Nichtrostender Stahl – insbesondere Duplex-Stahl – bietet enorme Potenziale für nachhaltiges Bauen. Doch in vielen Bereichen steckt der Einsatz noch in den Kinderschuhen. Warum sich das ändern sollte und welche Rolle Normung und Praxiswissen spielen, zeigt dieser Beitrag.
Stahl ist im Bauwesen weit mehr als ein altbewährter Baustoff. Er ist ein Schlüsselwerkstoff, dessen Entwicklung und Anwendung untrennbar mit dem Anspruch verbunden sind, ressourcenschonend, langlebig und wirtschaftlich zu bauen. Das wurde einmal mehr deutlich beim Fachseminar „Nichtrostender Stahl im Bauwesen“, das am 1. Juli 2025 an der Universität Duisburg-Essen stattfand. Organisiert in Kooperation mit der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER) und der Forschungsvereinigung Stahlanwendung (FOSTA), bot die Veranstaltung ein eindrucksvolles Panorama aktueller Forschung und Praxis.
Im Zentrum stand die Frage, wie moderne nichtrostende Stahlsorten – allen voran Duplex-Stähle – zu einer nachhaltigeren Bauweise beitragen können. Diese Werkstoffe vereinen Eigenschaften, die für zukunftsorientierte Bauprojekte entscheidend sind: hohe Festigkeit, hervorragende Korrosionsbeständigkeit und eine nahezu verlustfreie Rezyklierbarkeit.
Duplex-Stahl: Starke Argumente für eine nachhaltige Zukunft
Die technischen Vorteile von Duplex-Stählen sind seit Jahren bekannt, sie werden jedoch im bauaufsichtlich geregelten Bereich erst nach und nach genutzt. Ihr zweiphasiges Gefüge aus Austenit und Ferrit ermöglicht eine hohe mechanische Festigkeit (Rp0,2 oft >400 MPa) bei gleichzeitig hoher Zähigkeit – eine Kombination, die klassischen Baustählen überlegen ist. Damit lassen sich Konstruktionen mit dünneren Wanddicken realisieren, was Material und Gewicht spart und folglich Transport- und Montageaufwände reduziert. Auch die Korrosionsbeständigkeit ist durch die Bildung einer passiven Chromoxidschicht beeindruckend: Während konventionelle Baustähle aufwändig geschützt und regelmäßig saniert werden müssen, bleibt Duplex-Stahl in vielen Anwendungen jahrzehntelang nahezu wartungsfrei.
Das Beispiel der AVA-Fußgängerbrücke (vgl. www.avabridge.com), vorgestellt von Markus Buckner (Outokumpu Nirosta), belegt dies eindrucksvoll: Eine modulare Konstruktion aus Duplex-Stahl (1.4162, LDX 2101) mit geringer CO₂-Bilanz, die durch ihre Langlebigkeit und minimalen Instandhaltungskosten überzeugt.
Recyclingfähigkeit und Ressourceneffizienz
Ein Aspekt, der auf dem Seminar besonders betont wurde, betrifft die Kreislaufwirtschaft: Bis zu 95 % des in Europa eingesetzten nichtrostenden Stahls basieren auf Schrott. Nach Nutzungsende lässt sich der Werkstoff praktisch vollständig wiederverwerten. Diese Eigenschaften sind in einer Zeit, in der Lebenszyklusanalysen, CO₂-Bilanzen und Umweltwirkungen immer mehr Ausschreibungen prägen, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Prof. Dr.-Ing. Natalie Stranghöner (Universität Duisburg-Essen) zeigte in ihrem Vortrag, dass sich die Normenlandschaft ebenfalls weiterentwickelt: Die zweite Generation der EN 1993-1-4 wird künftig noch präzisere Vorgaben für nichtrostende Stähle enthalten – etwa zur Bemessung kaltverfestigter Profile, zu Festigkeitssteigerungen und zu verlässlichen Klassifizierungen der Korrosionsbeständigkeit. Die Anforderungen an die Nachweise steigen, gleichzeitig werden jedoch wirtschaftlichere Lösungen möglich, da die Potenziale moderner Werkstoffe normativ besser abgebildet werden.
Normung, Wissenstransfer und gemeinsame Verantwortung
Die langjährige enge Kooperation zwischen dem Bundesverband Metall und der Universität Duisburg-Essen bildet dafür eine tragende Säule. Gemeinsam engagieren sich die Institutionen in relevanten nationalen und internationalen Normungsgremien, von den Eurocodes über die DIN EN 1090 bis hin zu Sonderregelungen der abZ und abG. Dieses Engagement hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, die Akzeptanz neuer Werkstoffe in der Praxis zu fördern und verlässliche Rahmenbedingungen für Planer und Verarbeiter zu schaffen.
Gerade in komplexen Einsatzumgebungen – etwa Brückenbauwerken, Tunneln oder Fassadenkonstruktionen in maritimer Atmosphäre – ist die Kombination aus normativem Wissen, praktischer Erfahrung und kontinuierlicher Weiterbildung entscheidend.
Herausforderungen der Anwendung
Gleichwohl darf nicht verschwiegen werden, dass die Verarbeitung von Duplex-Stählen besondere Anforderungen stellt. Hochlegierte Werkstoffe erfordern qualifizierte Schweißtechnik, exakte Bemessung und ein sensibles Verständnis für die Wechselwirkungen von Material, Konstruktion und Umgebungseinflüssen. Wie Dr. Sebastian Heimann (ISER) in seinem Beitrag hervorhob, ist Korrosionsbeständigkeit keine bloße Materialeigenschaft, sondern eine Systemeigenschaft: Nur wenn Planung, Werkstoffauswahl, Verarbeitung und Instandhaltung aufeinander abgestimmt sind, lässt sich das volle Potenzial ausschöpfen. Ein falsches Detail – wie unzureichend gereinigte Schweißnähte oder nicht abgestimmte Befestigungsmittel – kann die theoretisch hohe Lebensdauer drastisch verkürzen.
Fazit: Neue Perspektiven – und ein klarer Auftrag
Das Seminar in Essen hat deutlich gemacht: Zukunftsfähiger Stahlbau braucht mehr als hochwertige Werkstoffe. Er verlangt nach einer ganzheitlichen Strategie, die nachhaltige Potenziale konsequent nutzt. Dazu gehört der Mut, bestehende Gewohnheiten zu hinterfragen und bewährte Konzepte weiterzuentwickeln. Oft ist es nicht die spektakuläre Innovation, die den Unterschied macht, sondern die systematische Anwendung und Verbesserung bereits bekannter Lösungen.
Der Bundesverband Metall und die Universität Duisburg-Essen leisten hier gemeinsam einen wichtigen Beitrag – durch Normungsarbeit und Wissenstransfer. So wird sichergestellt, dass moderner Stahlbau nicht nur langlebig und leistungsfähig, sondern auch nachhaltig und zukunftsfähig bleibt.
In einer Zeit, in der Baustoffe immer stärker unter dem Aspekt der Ressourcenschonung und CO₂-Reduktion betrachtet werden, ist Duplex-Stahl mehr denn je ein Werkstoff mit Potenzial – und ein Beispiel dafür, wie Forschung, Industrie und Handwerk gemeinsam Fortschritt gestalten können.
Bildunterschrift: Technische Berater des Bundesverbands Metall mit Prof. Dr.-Ing. Natalie Stranghöner beim Fachseminar „Nichtrostender Stahl im Bauwesen“ an der Universität Duisburg-Essen (v. l. n. r. Nisanthan, Röper, Prof. Dr.-Ing. Stranghöner, Zimmer, Kania, Dr.-Ing. Fandrich)
Autor:

Thomas Röper (B.Eng.)
Technischer Berater in der Fachberatungs- und Informationsstelle beim Bundesverband Metall in Essen
Mail: thomas.roeper@metallhandwerk.de
 
 
 
Der Beitrag Stahl im Bauwesen – Nachhaltigkeit, Normen und neue Perspektiven erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Metallkongress 2025 – erstmals Tickets für Junioren!

Der Metallkongress bringt im Oktober in Würzburg die Branche zusammen – Metallhandwerker, Planer, Sachverständige, Zulieferer und viele mehr. Neu ist das vergünstigte Juniorenticket für Nachwuchskräfte bis 27 Jahre – ideal für Meisterschüler, Techniker, Studierende und angehende Führungskräfte zum Preis von 199,00 Euro. Jetzt online Tickets sichern!
Wer aktuelle Trends und Zukunftsthemen nicht verpassen will, ist hier genau richtig. Der erste Kongresstag startet mit einem Workshop: Das Thema Social Media ist für alle Metallhandwerks-Betriebe unerlässlich. Dort werden in Zukunft Fachkräfte gewonnen, teilweise heute schon Aufträge akquiriert und mindestens auf die eigenen Leistungen des Betriebes aufmerksam gemacht. Deshalb startet der Metallkongress mit genau diesem Thema: „Social Media planen, erstellen und erfolgreich auftreten“. Als Workshop geplant geht jeder Teilnehmer aus diesem Termin mit vielen Ideen, ersten fertigen Beiträgen und einem klaren Plan. Die Beraterin Anna Sänger stellt verschiedene Programme vor, gemeinsam werden dann Fotos und Beiträge bearbeitet, über Do´s und Don´ts bei Social Media diskutiert und jeder hat die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen. Die Plätze für den Workshop sind begrenzt können direkt bei der Ticketbuchung mit gebucht werden.
Auch im weiteren Programm geht es um die Zukunft des Metallhandwerks, wenn es zum Beispiel heißt „Hochglanz oder Flugrost – warum Stillstand zu Korrosion führt“. Darüber hinaus erwarten Sie u.a. folgende Themen:

KI im Metallhandwerk: Chancen nutzen – Regeln einhalten
Energiedatenmanagement für Maschinen und Systeme
Gebäudeintegrierte Photovoltaik
Wer abtippt, hat verloren – wie nahtloser Datenaustausch das Handwerk verändert
Bewertung von Ausführungsmängeln
Schäden im Metallbau
Herausforderung Toleranzen: Quo vadis?
Metallbau und Maschinenbau im Recht

Neben den Vorträgen bleibt genügend Zeit, die Aussteller zu besuchen und sich neue Produkte und Verfahren anzusehen. Auf der Webseite www.metallkongress.de stehen weiterführende Informationen zu den jeweiligen Dienstleistungen der Aussteller und dem Angebot auf dem Metallkongress.
Die Show der Siegerinnen und Sieger

Am Freitagabend wird es festlich: Die feierliche Preisverleihung des Deutschen Metallbaupreises und des Feinwerkmechanikpreises ehrt sieben Betriebe und ihre herausragenden Projekte. Beim Wettbewerb rund um die sechs Kategorien des Deutschen Metallbaupreises stehen die Projekte der Metallbauer im Vordergrund. Welche Leistungen wurden vom Bauherrn gewünscht und gefordert? Welche Herausforderungen brachten die Wünsche mit sich? Worin lagen die kniffligen Arbeiten? Und wie hat der Metallbauer mit seinem Team diese gelöst? Welche besonderen Fähigkeiten waren nötig und welche Mitarbeiter haben Herausragendes geleistet, um das Projekt ausgezeichnet abzuschließen? Die Antworten auf diese Fragen erfahren die Teilnehmer am Abend der Preisverleihung – auf der Show der Sieger. Dann nämlich, wenn die Gewinner ihre Trophäen auf der Bühne entgegennehmen und sich von den Kollegen feiern lassen.
 
Foto: Stefan Bausewein
Jetzt Tickets sichern, Neu: Juniorenticket
Holen Sie sich Ihre Tickets für den Metallkongress online. Und nehmen Sie Ihre Nachwuchskräfte mit, denn die Veranstalter bieten erstmals ein Juniorenticket zu einem vergünstigten Tarif von 199,00 Euro an. Das Ticket kann für Nachwuchskräfte bis 27 Jahre gebucht werden. Dazu gehören die Meisterschülerinnen und Meisterschüler, Techniker, Betriebswirte, Studierende und alle, die eine Führungskarriere im Metallhandwerk anstreben – ein entsprechender Nachweis ist am Veranstaltungstag beim Einlass vorzulegen.
Den Link zum Ticketing, das Programm und alle aktuellen Themen und Aussteller finden Sie unter www.metallkongress.de. Die Seite wird laufend aktualisiert. Dort finden Sie außerdem unter den FAQs die Antworten auf die wichtigsten Fragen, eine Hotelliste sowie die Kontaktdaten von uns Veranstaltern, falls Sie weitere Fragen haben.
Autorin: Yvonne Schneider, M&T
Programminfos und Buchung
Der Beitrag Metallkongress 2025 – erstmals Tickets für Junioren! erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Geänderte GoBD wegen E-Rechnungspflicht

Sie möchten unsere Services nutzen? Bitte loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein. Sie haben Ihre Login-Daten vergessen? Dann können Sie sich Ihr Passwort zusenden lassen:
Passwort vergessen . . .
Der Beitrag Geänderte GoBD wegen E-Rechnungspflicht erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Betriebsrente: Der Trumpf im Kampf gegen den Fachkräftemangel

Angesichts des Fachkräftemangels werden betriebliche Zusatzleistungen immer wichtiger. Dabei lohnt sich insbesondere ein Blick auf die betriebliche Altersversorgung (bAV). Studien zeigen, dass fehlende Auszubildende und der Kampf um Fachkräfte viele Unternehmen belasten. Betriebliche Zusatzleistungen sind daher essenziell, um Personal zu finden und zu halten.
Kriterium bei der Arbeitgeberwahl:
Die bAV gehört heute für viele Arbeitnehmer zu den wichtigsten Kriterien bei der Arbeitgeberwahl. Fast die Hälfte der Beschäftigten gibt an, ihrem Unternehmen aufgrund der angebotenen bAV treu zu bleiben. Kein Zufall: Die bAV bietet nicht nur eine attraktive Möglichkeit der Altersvorsorge, sondern profitiert auch von steuerlichen Vorteilen, möglichen Arbeitgeberzuschüssen und häufig besseren Konditionen als andere Vorsorgeformen.
Ein weiterer Vorteil:
Beiträge aus Entgeltumwandlung kommen den Beschäftigten zu 100 % zugute, da Steuern und Sozialversicherungsbeiträge erst bei der Rentenauszahlung anfallen. Auch Arbeitgeber profitieren, da sie keine Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen. Die bAV ist somit ein unverzichtbarer Baustein für die finanzielle Absicherung im Ruhestand und renditestark.
Partnerangebot:
Als Partner des Bundesverbandes Metall bietet SIGNAL IDUNA dafür praxisnahe und moderne Lösungen. Ein Beispiel ist die fondsgebundene Rentenversicherung SIGNAL IDUNA Global Garant Invest (SIGGI) – ein nachhaltiges Produkt mit wählbaren Garantiekonzepten, geeignet für die betriebliche und private Vorsorge.
Mehr Informationen erhalten Sie direkt bei SIGNAL IDUNA oder unter:
Infos zur Betrieblichen Altersversorgung (Signal Iduna)
Der Beitrag Betriebsrente: Der Trumpf im Kampf gegen den Fachkräftemangel erschien zuerst auf Metallhandwerk.

BOB Connect – interaktiver Workshop am 25.09.2025 (kostenlos)

Der Bundesverband Metall startet mit BOB-Connect ein digitales Netzwerk zur Nachwuchsgewinnung! Den Auftakt macht ein interaktiver Workshop mit Storytelling am 25.09.2025.

„BOB-Connect“ ist ein neues digitales Forum für alle, die berufliche Orientierung im Metallhandwerk aktiv mitgestalten wollen. Ziel des neuen Online-Netzwerks ist es, bewährtes Wissen zu bündeln, neue Impulse zu setzen, sich in Diskussionsforen auszutauschen und daraus eine Toolbox zu entwickeln, die die Nachwuchsgewinnung unterstützt.
Auftakt mit interaktivem Workshop und Storytelling am 25.09.2025
Zum Auftakt lädt der Bundesverband Metall am 25.09.2025 zu einem interaktiven Online-Workshop ein. Im Fokus stehen zwei aktuelle Strategien, mit denen junge Menschen erfolgreich angesprochen und langfristig gebunden werden können. Das zweistündige, interaktive Format richtet sich an alle, die Verantwortung in der Berufsorientierung oder im Ausbildungsmarketing tragen.
Storytelling im Azubi-Marketing:
Im ersten Teil des Workshops zeigt Norman Balke, Fachbereichsleiter Bildungsprojekte der Handwerkskammer Halle (Saale), wie Betriebe mit authentischen Geschichten auf Social Media und BO-Events sichtbar werden – und so junge Menschen emotional erreichen.
Talente gewinnen & binden:
Im zweiten Teil stellt Nina Neururer, Business Development Managerin bei Ausbildung.de, die Plattform vor, die über 100.000 Ausbildungs- und duale Studienangebote bündelt und Bewerbende mit passenden Unternehmen zusammenbringt. Auf Basis des azubi.report 2024 gibt sie praxisnahe Einblicke in die Erwartungen der Generation Z – und zeigt, wie Unternehmen Bewerbende gezielt ansprechen und erfolgreich halten können.
Zielgruppe:
BOB-Connect lädt ein, jetzt Teil des Netzwerks zu werden! Alle ehemaligen Berufsorientierungsbotschafter/innen (BOBs), Ausbildungsverantwortlichen und interessierten Akteure im Metallhandwerk sind herzlich eingeladen, sich dem neu gegründeten BOB-Connect Netzwerk anzuschließen, am Webinar teilzunehmen und mit frischen Impulsen ihre Ausbildungsstrategie weiterzuentwickeln.
Der detaillierte Inhalt des Workshops ist eingestellt auf metallportal.de bei den kostenlosen Seminaren.
Anmeldung zum kostenlosen Online-Workshop:
25.09.2025 von 11.00 – 13.00 Uhr
Infos und Anmeldung 
Ansprechpartner

Christian Krause
Referent Berufsbildung
christian.krause@metallhandwerk.de
 

Der Beitrag BOB Connect – interaktiver Workshop am 25.09.2025 (kostenlos) erschien zuerst auf Metallhandwerk.

METALL – INNUNG ESSEN

Die Metall – Innung Essen ist die Interessensvertretung metallverarbeitener Handwerksbetriebe in Essen.

Wir bieten unseren Mitgliedern unterschiedliche Leistungen, von branchenspezifischen Informationen, über Dienst- und Serviceleistungspakete bis zur Unterstützung bei der Mitarbeiter- / Auszubildenen-Suche.

GESCHÄFTSSTELLE

Kreishandwerkerschaft Essen

Haus des Handwerks

Katzenbruchstr. 71

45141 Essen

0201 - 32008-0

0201 - 32008-19

info@metallhandwerk-essen.de

Metall - Innung Essen