Zum Berufsbildungskongress des Metallhandwerks konnte BVM Vizepräsident Michael Winterhalter am 20.06.2023 rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im InterCity Hotel in Essen begrüßen. Das neue eintägige Veranstaltungsformt des Kongresses wurde gut angenommen und soll im nächsten Jahr beibehalten werden.
Neue Unterrichtsmaterialien zur Nachwuchswerbung und Berufsorientierung
Diether Hils, Bereichsleiter der Berufsbildung im Bundesverband Metall, stellte zunächst die neuen Unterrichtsmaterialien zur Nachwuchswerbung und Berufsorientierung vor, die zur Unterstützung von Betrieben, Innungen und Schulen entwickelt wurden. Sämtliche Infos und Materialien stehen auf der eigens eingerichteten Landingpage www.metallnachwuchs.de zum Download bereit. Dazu gehören umfangreiches Video- und Bildmaterial sowie Druckvorlagen und Aktionsmaterialien für Berufsorientierungsmessen in den Regionen. Großes Interesse finden hier z.B. VR-Brillen, die sich ideal für den Einsatz am Messestand eignen, um Jugendlichen einen zeitgemäßen 3D Eindruck von der attraktiven Arbeitswelt im Metallhandwerk zu verschaffen. Außerdem wurde für den Unterricht eine digitale Plattformlösung (Padlet) entwickelt, die von Lehrerinnen und Lehrern komfortabel und flexibel im Berufsorientierungsunterricht eingesetzt werden kann.
Aktuelles aus dem Prüfungswesen
In parallel laufenden Foren wurden anschließend aktuelle Aus- und Weiterbildungsthemen vorgestellt und bearbeitet. Die Referenten Sascha Müller (HWK Südwestfalen), Uwe Sachelli (HWK Kassel), Michael Wörmann (HWK OWL zu Bielefeld) brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihrem Spezialwissen auf den aktuellen Stand. Neben rechtlichen Fragen der Gesellenprüfungen, der Meister- sowie Fortbildungsprüfungen wurden viele Praxisfälle geschildert und diskutiert. Daniel Winkler (Referent des Prüfungswesens des ZDK Bonn) schilderte am Beispiel des KFZ-Gewerbes, wie digitale Gesellenprüfungen aussehen können.
Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Beruflichen Bildung
Zum Nachdenken regte der kurzweilige Impulsvortrag von Dr. Jan Ullmann zum Einzug der künstlichen Intelligenz in den Bereich der beruflichen Bildung an. Dr. Jan Ullmann (Lern.Hand.Werk), Experte auf dem Gebiet Digitalisierung und Humanisierung des Lernens, zeigte auf, wo die Chancen von digitalen Tools in der beruflichen Bildung liegen und nahm dabei konkret den Einsatz von ChatGPT unter die Lupe. Er versuchte den Unternehmer/innen sowie Lehrer/innen liegen die Ängste vor dem Einsatz zu nehmen und forderte sie auf, sich statt dessen aktiv damit zu beschäftigen. Ausbilder/innen und Lehrer/innen würden nicht ersetzt, sie bekämen nur eine andere Rolle. „ChatGPT“ hat bereits Einzug in den Alltag gehalten, ob wir wollen oder nicht“, so Ullmann. Man müsse sich der Thematik für die Zukunft stellen und überlegen, wie man sie sinnvoll für sich und sein Unternehmen nutzen kann. Zum Beispiel rief er dazu auf, „Prompteur“ zu werden, also den Chat GPT z.B. in spezielle Rollen zu versetzen wie die des Ausbilders. Bei jeglichem Einsatz sei es immens wichtig, die Ziele klar zu definieren, nur dann wäre ein sinnvoller Einsatz möglich und hilfreich. „ChatGPT weiß zwar alles, was es im Netz recherchieren kann, aber die menschliche Ebene muss von uns eingebracht werden“, so Ullrichs Fazit. In der anschließenden Diskussion ging es um die Gefahren von falschen Inhalten und bewusst gestreuten Fehlermeldungen. Diese Gefahren sollten die Unternehmer/innen und Lehrer/innen aber nicht davon abhalten, sich mit ChatGPT zu beschäftigen, da es in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen würde. Ziel sei der bewusste Umgang mit Inhalten und Freigaben.
„Das Programm war straff, aber sehr gut organisiert und genauso lehrreich wie interessant“, lautete das Fazit eines Teilnehmers. Diese Meinung teilten viele der Teilnehmer/innen an, so dass auch in 2024 ein eintägiges Format der Veranstaltung denkbar ist.
Termin vormerken: nächster Berufsbildungskongress 18.06.2024
Der Beitrag Erfolgreicher Berufsbildungskongress 2023 in Essen erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Seminarprogramm Juli – September 2023
Die Seminare für das Metallhandwerk für das zweite Halbjahr 2023 sind ab sofort buchbar. Neu im Programm Treppenstufen und Gitterroste in Metallbaukonstruktionen, Statik-Grundlagen mit neuen Berechnungsmodulen. Alle Seminare auf einen Blick sehen Sie in der Seminarübersicht…
.fusion-body .fusion-button.button-1{border-radius:4px 4px 4px 4px;}zur SeminarübersichtDetaillierte Informationen und die Online-Anmeldung finden Sie auch unter dem jeweiligen Link:
Datum
Veranstaltung
Kosten
Ort
11.07.2023
Berichtsheft App Metall: Online-Schulung für Betriebe (kostenlos)
€0,00
Online
02.08.2023
Berichtsheft App Metall: Online-Schulung für Betriebe (kostenlos)
€0,00
Online
29.08.2023
Online-Statikprogramm MetallStat (kostenlose Vorführung)
€0,00
Online
05.09.2023-
06.09.2023
Sachverständigen-Bewerber-Seminar
€498,00 – €598,00
Präsenz
12.09.2023
!NEU! ISO-GPS-System: Grundlagen der Geometrischen Produktspezifikation
€198,00-
€298,00
Online
19.09.2023
!NEU! Statik für Metallbauer – Grundlagen und MetallStat, inkl.
3 neuen Berechnungsmodulen
€498,00-
€598,00
Präsenz
Essen
21.09.2023
Glas im Metallbauerhandwerk
nach DIN 18008 und EC1
€€348,00
€448,00
Präsenz
Essen
26.09.2023
!NEU! Richtiger Einsatz von Treppenstufen und Gitterrosten
in Metallbaukonstruktionen
€198,00 – €298,00
Online
.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 0px;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 1.92%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 1.92%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-1{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}Sandra FriedrichSeminarorganisation,
Marketing & Kommunikation.fusion-person-1 .boxed-icons .fusion-social-network-icon{border-top-width:0px !important;border-right-width:0px !important;border-bottom-width:0px !important;border-left-width:0px !important;border-color:var(–awb-color3) !important;}.fusion-person-1 .boxed-icons .fusion-social-network-icon:hover{background-color:var(–awb-color1) !important;border-color:var(–awb-color4) !important;}.fusion-person-1 .fusion-social-network-icon:hover{color:var(–awb-color4) !important;}.fusion-person-1{ margin-top : 0px;margin-right : 0px;margin-bottom : 0px;margin-left : 0px;}.fusion-body .fusion-builder-column-1{width:33.333333333333% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 20px;}.fusion-builder-column-1 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 5.76%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 5.76%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-1{width:33.333333333333% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-1 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 5.76%;margin-left : 5.76%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-1{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-1 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:33.333333333333% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 20px;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 5.76%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 5.76%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:33.333333333333% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 5.76%;margin-left : 5.76%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-builder-column-3{width:33.333333333333% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 20px;}.fusion-builder-column-3 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 5.76%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 5.76%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-3{width:33.333333333333% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-3 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 5.76%;margin-left : 5.76%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-3{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-3 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-2{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}
Der Beitrag Seminarprogramm Juli – September 2023 erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Neue Serviceangebote auf metallnachwuchs.de
Der Bundesverband Metall (BVM) bündelt eine Vielzahl neuer Serviceangebote für die Nachwuchswerbung und Berufsorientierung im Metallhandwerk auf einer neuen Landingpage: www.metallnachwuchs.de
Die Betriebe im Metallhandwerk sind auf Auszubildende als Fachkräfte von morgen dringend angewiesen. Der Bundesverband Metall unterstützt die Betriebe, Innungen und Landesverbände dabei mit passgenauen Lösungen für die Nachwuchswerbung und Berufsorientierung.
Die neue Landingpage beinhaltet zum einen umfangreiches Video- und Bildmaterial sowie Druckvorlagen und Aktionsmaterialien für Berufsorientierungsmessen in den Regionen. Dazu zählt insbesondere auch das Angebot, VR-Brillen zu erwerben, die sich ideal für den Einsatz am Messestand eignen, um Jugendlichen einen zeitgemäßen 3D Eindruck von der attraktiven Arbeitswelt im Metallhandwerk zu verschaffen.
Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Berufsorientierung in den Regionen
1. Schulung der Berufsorientierungsbotschafter/innen
Der BVM hat Schulungsmaßnahmen entwickelt, die speziell für die Innungen im Metallhandwerk zugeschnitten wurden und als Online- sowie Präsenzschulung mit Landesverbänden angeboten werden. So sollen Berufsorientierungsbotschafter/innen in die Lage versetzt werden, die Schulen in den Regionen mit geeigneten Materialien anzusprechen und sich als Ansprechpartner für die Vermittlung von Praktikumsplätzen und Ausbildungsstellen zu empfehlen.
2. Unterrichtsmaterialien für die Berufsorientierung
Der Bundesverband stellt auf das Metallhandwerk zugeschnittenes Unterrichtsmaterial zur Verfügung, das den Schulen als Unterrichtseinheit gedruckt an die Hand gegeben werden kann. Außerdem wurde für den Unterricht eine digitale Plattformlösung (Padlet) entwickelt, die von Lehrerinnen und Lehrern komfortabel und flexibel im Berufsorientierungsunterricht eingesetzt werden kann.
3. Berufslaufbahn Metallhandwerk online
Welche spannenden und attraktiven Karrieremöglichkeiten sich mit einer Ausbildung im Metallhandwerk eröffnen, wurde vom Bundesverband Metall als digitaler Kompass entwickelt und zur Verfügung gestellt.
Serviceangebote und Download-Center Metallnachwuchs.de
www.metallnachwuchs.de
Ansprechpartner
Karlheinz Efkemann
Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband Metall
Altendorfer Str. 97-101, 45143 Essen
Tel.: 0201 89619-14
karlheinz.efkemann@metallhandwerk.de
Der Beitrag Neue Serviceangebote auf metallnachwuchs.de erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Stahl- und Metallbau ist nachhaltig
Interview mit Dr. Reinhard Fandrich, Experte im Bereich Nachhaltigkeit und technischer Berater für Metallbau und Innovationsförderung beim Bundesverband Metall…
Metalle werden häufig als wenig nachhaltig eingestuft. Ist dies aus Ihrer Sicht gerechtfertigt?
Nein, diese Einstufung ist unverständlich und irreführend. Ohne den Werkstoff Metall und die Dienstleistungen des Metall- und Stahlbauerhandwerks ist nachhaltiges Bauen bspw. im Hochbausektor schwer denkbar. Stahl ist dabei Hauptkonstruktionswerkstoff für den Stahl- und Metallbau. In der Nachhaltigkeitsdebatte müssen daher besonders die Perspektiven des Werkstoffs unter Nachhaltigkeits- und Klimagesichtspunkten betrachtet werden. Gerade die Zukunftspotentiale von Stahl für die Kreislaufwirtschaft werden zu oft übersehen.
Wo liegen die wesentlichen Leistungen des Stahl- und Metallbauerhandwerks?
Das Stahl- und Metallbauerhandwerk fertigt, montiert und wartet Bauprodukte aus Stahl und Aluminium für das Bauwesen und sorgt für die Instandhaltung und Reparatur. Typische Produkte sind Fenster, Türen und Tore, Glasdächer, Fassaden, Feuerschutzanlagen, Schließ- und Sicherungstechnik, Zäune, Treppen, Geländer, Umwehrungen, Handläufe und Stahlbaukonstruktionen. Ohne diese Produkte sind zukunftsfähige Städte nicht denkbar. Mit seinen 240.000 Mitarbeitern und 16.000 Auszubildenden erzielt die Branche am Standort Deutschland einen Jahresumsatz von über 32 Mrd. Euro. Sie ist ein zentraler Faktor in der Wertschöpfungskette des Bauwesens – und Teil der Kreislaufwirtschaft.
Der Werkstoff Stahl ist also systemrelevant für unsere Gesellschaft. Können Sie dies veranschaulichen?
Die Bundesrepublik Deutschland erzeugt in typischen Jahren 40 bis 43 Mio. Tonen Rohstahl. Rund 35 % dieser Produktion wird im Bauwesen eingesetzt. Dazu wird der dieser Stahl von den klein- und mittelständischen Betrieben des deutschen Metallbauerhandwerks verarbeitet. Zudem setzen zentrale Branchen der deutschen Wirtschaft auf den Werkstoff Stahl, wie der Automobilbau, die Energietechnik, der Maschinenbau und die Metallwarenindustrie.
Wie wird Stahl heute erzeugt?
Mengenmäßig wird der Werkstoff Stahl in Deutschland zu zwei Dritteln erzbasiert als sog. Primärstahl im Hochofen-Konverter-Prozess hergestellt. Ein Drittel der Produktion erfolgt auf der Basis von Stahlschrott, der als sog. Sekundärstahl im Elektrolichtbogenofenprozess eingesetzt wird. Bis zu 80 % der CO2-Emissionen des Sekundärstahls entstehen nicht etwa durch den Prozess selbst, sondern durch die heutige Technik zur Erzeugung der erforderlichen elektrischen Energie für den Elektrolichtbogenofenprozess. Mit der schrittweisen Dekarbonisierung der Stromerzeugung bis 2045 und dem Ersetzen von Erdgas durch Wasserstoff wird der Sekundärstahl zwangsläufig klimaneutral.
Wie sehen Sie die Klimaperspektiven der Primär-Stahlerzeugung?
Die heutige Primärstahlerzeugung im Hochofen-Konverter-Prozess ist mehr als viermal so CO2-intensiv wie die Sekundärstahlerzeugung im Elektrolichtbogenofen. Die Betreiber der Hochofen-Konverter-Technik in Deutschland wie Thyssenkrupp Steel, Salzgitter, Arcelor Mittal, Dillinger Hütte, Saarstahl und auch im Europäischen Ausland wie etwa SSAB in Skandinavien und voestalpine in Österreich arbeiten daher intensiv an der Umstellung der kohlebasierten Erzreduktionstechnik auf die CO2-neutrale wasserstoffbasierte Direktreduktion.
Was sind die Voraussetzungen für eine klimaneutrale Primär-Stahlproduktion?
Dazu muss grüner Wasserstoff zur Erzreduktion eingesetzt werden, elektrolytisch erzeugt mit regenerativer Energie. Bereits heute arbeitet die Stahlindustrie gerade in Deutschland unter richtungsweisenden Umweltstandards im weltweiten Vergleich. Mit der Prozessumstellung bis 2045 wird auch der Primärstahl bis sukzessiv CO2-neutral.
Welches sind die wesentlichen Hürden auf dem Weg zur klimaneutralen Stahlproduktion?
Die Wasserstoffbasierte Stahlerzeugung ist heute immer noch Stand der Forschung aber noch nicht Stand der Technik. Besonders die großtechnische Bewährung steht noch aus. Die Stahlunternehmen arbeiten jedoch mit Hochdruck an der Umsetzung. Zudem sind die Kosten zur Verfahrensumstellung hoch. Sie betragen nach Branchenschätzungen rd. 30 Mrd. Euro. Auf sich allein gestellt wäre die deutsche Stahlindustrie überfordert. Zudem sind selbst bei den effektivsten Elektrolyseverfahren immense Strommengen zur Erzeugung des Wasserstoffs notwendig.
Wie kann die Wasserstoffversorgung zukünftig sichergestellt werden?
Der Strombedarf der Stahlindustrie stiege nach Berechnungen der Stahlindustrie auf rd. 130 TWh/a (Terrawattstunden pro Jahr) in der Endausbaustufe an. Das ist etwa ein Viertel des gegenwärtigen Strombedarfs der Bundesrepublik Deutschland. Wasserstoff muss daher zukünftig mit grüner Energie erzeugt werden und in großem Maßstab importiert werden. Die notwendige Logistik zur Versorgung des Landes gilt es bereitzustellen. Die Bundesregierung treibt dies technologisch wie geopolitisch voran: Stahl wird Schritt für Schritt „grün“.
Wo liegen perspektivisch die Vorteile des Werkstoffs Stahl unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten?
Am Lebensende von Stahlprodukten entsteht Stahlschrott als Sekundärrohstoff. Die aus dem Erzreduktionsprozess im Stahl gespeicherte Energie macht den Schrott gerade unter ökologischen Gesichtspunkten besonders wertvoll. Die Recyclingsysteme in der Bundesrepublik sind daher hervorragend entwickelt. Das gilt auch für die Produkte des Metall- und Stahlbauerhandwerks. So betragen etwa die Erfassungsraten für Stahlträger und Baustahlprofile bereits heute über 98 % bei Recyclingquoten von über 91%.
Die Nachhaltigkeit des Werkstoffs Stahl ist auch von der Leistungsfähigkeit der Recyclingsysteme anhängig. Wie schätzen Sie die Leistungsfähigkeit der Schrottrecyclingwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland ein?
Schrottsortierung und intelligente Aufbereitungsmethoden vermeiden Verunreinigungen durch stahlschädigende Spurenelemente weitgehend. Dennoch, zur Kompensation prozessbedingter Eisenverluste durch Verschlackung bei der Stahlherstellung sowie zur Verdünnung der Stahlschädlinge bleibt die Ergänzung des Kreislaufstahls durch Primärstahl unverzichtbar. Um den Stahlkreislauf nachhaltig zu schützen, wird Stahlschrott einem engen Qualitätsmonitoring unterzogen. Die Schrottrecyclingwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland ist demnach hervorragend entwickelt und ausgestattet.
Wie lautet Ihr Fazit zum Werkstoff Stahl im Bauwesen?
1.) Stahl ist unverzichtbar für die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Er wir bereits heute voll-ständig recycelt und kann beliebig oft im Kreislauf geführt werden. Dabei entstehen auch neue Legierungen, die branchenübergreifend für innovative Anwendungen benötigt werden.
2.) Im Wettbewerb der Werkstoffe muss Stahl gerade in der Architektur, bei Planern und Vergabestellen wegen seines überlegenen Recyclingpotentials eine wesentlich stärkere Rolle spielen. Die Einsatzpotenziale im Bauprozess werden zu oft unterschätzt.
3.) Die Stahlversorgung des Bauwesens in Europa muss weiterhin lückenlos sichergestellt bleiben, und zwar aus heimischer Produktion.
4.) Damit der Baustoff Stahl „grün“ wird, muss die Bundesregierung die erforderlichen Beihilfen zum Technologieumbau der Stahlindustrie zügig bereitstellen und zeitgleich die Genehmigungshürden absenken.
5.) Wasserstoff- und Stromversorgung für die Stahlerzeugung mit Blick auf die Infrastruktur und die benötigten Mengen müssen bedarfsgerecht bereitgestellt werden.
Interviewpartner
Dr.-Ing. Reinhard Fandrich
ist technischer Berater in der
gewerbespezifischen Informationstransferstelle
beim Bundesverband Metall, Essen
reinhard.fandrich@metallhandwerk.de
Tel. +49 (0)201 / 89619-34
Der Beitrag Stahl- und Metallbau ist nachhaltig erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Abi-Meister/in: Qualifikation für die Unternehmensnachfolge
Interview mit der Unternehmerin Ingrid Seibert-Hess aus Lambrecht, die für Ihren Nachfolger den Weg über die Qualifizierung als Abi-Meister gewählt hat
Das Thema Unternehmensnachfolge stellt viele Betriebe im Metallhandwerk vor große Herausforderungen und sollte rechtzeitig angegangen werden. Im Interview berichtet Ingrid Seibert-Hess, Inhaberin der Hermann Seibert GmbH aus Lambrecht in Rheinland-Pfalz, von ihren Erfahrungen und welche Rolle die entsprechende Qualifizierung für eine Nachfolge im High-Tech Umfeld Ihres Feinwerkmechanik-Betriebes spielt.
Frau Seibert Hess, Ihr Unternehmen, die Hermann Seibert GmbH, hat als Familienunternehmen einen exzellenten Ruf im Maschinen- und Vorrichtungsbau, Sondermaschinen und Prototypen zählen zu Ihren Kernkompetenzen. Wie blicken Sie auf das Thema Unternehmensnachfolge?
Gerade weil wir ein sehr spezielles Leistungsspektrum und das dazugehörende Wissen in der Firma haben, ist das Thema Unternehmensnachfolge bei uns frühzeitig auf den Plan gekommen. Schließlich sind breites Fachwissen, unternehmerische Qualitäten und vor allem eine hohe Motivation zur Führung eines mittelständischen High-Tech Betriebes im Handwerk gefragt. Daher erfordert die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin hohes Engagement.
Wie sind Sie die Unternehmensnachfolge bei sich angegangen?
Ich habe bereits vor 15 Jahren begonnen, mich aktiv damit zu befassen. Aus der Branche wusste ich, dass so ein Prozess langfristig geplant werden muss und durchaus 10 Jahre in Anspruch nehmen kann. Zunächst habe ich eine externe Beratung in Anspruch genommen, musste mich aber trotz langwieriger Verhandlungen und trotz mehrerer – teils kurioser – Anfragen und teils inakzeptabler Konditionen wieder davon trennen. Im nächsten Schritt habe ich dann versucht, Kandidaten aus der vorhandenen Belegschaft gezielt aufzubauen und mit eigenem finanziellem Engagement zu fördern. Leider erfolglos, ein Kandidat hat das Unternehmen verlassen, der andere seine Meisterprüfung im Feinwerkmechanikerhandwerk nicht beendet. Ich hatte mich danach schon fast darauf eingestellt, das Unternehmen schlussendlich mit Eintritt in den Ruhestand schließen zu müssen, da in der Familie auch keiner für die Nachfolge zur Verfügung stand. Allerdings, wie so oft im Leben, kam mir ein glücklicher Zufall entgegen.
Was bedeutet das konkret, wie ging es weiter?
Ich erfuhr von einem Kollegen aus der Innung, dass er in seinem industrienahen Metallbaubetrieb zwei engagierte und fachlich versierte Söhne als Kandidaten für eine Führungsposition in einem Metallbetrieb in den Startlöchern hatte. Der eine hatte sich bereits für den Metallbau entschieden, war quasi „gesetzt“ für seinen elterlichen Betrieb. Der andere Sohn, Sebastian, wollte nach dem Fachabitur in die Feinwerkmechanik. Mein Innungskollege suchte in dem Zusammenhang einen Betrieb in einer vergleichbaren Größenordnung und mit feinwerkmechanischer Ausrichtung, um beiden Söhnen eine Perspektive bieten zu können. Das kam mir selbstverständlich bei meinen Überlegungen zur Unternehmensnachfolge entgegen. Da mein Kollege und ich uns ohnehin gut verstanden und die gleiche Sprache sprachen, war der Weg zur konkreten Planung nicht weit und wir überlegten, wie wir das gemeinsam angehen könnten. Durch eine partnerschaftlich angelegte Firmenbeteiligung an meiner Firma machten wir im ersten Schritt Nägel mit Köpfen und schafften damit eine Perspektive für alle Beteiligten.
Was löste das bei dem jungen Mann aus?
Sebastian begann in meiner Firma seine Ausbildung und zeigte sich von Beginn an extrem motiviert und engagiert. Fachlich brachte er bereits einiges aus seinem elterlichen Betrieb mit. Er ist jetzt bereits in der Lage, selbständig Aufträge zu übernehmen und mit unseren verschiedenen Bearbeitungszentren und Drehmaschinen zu erledigen. Ich habe mich mit ihm deshalb dazu entschieden, dass eine Qualifizierung zum Abimeister für ihn genau die richtigen Voraussetzungen schafft, um mein Unternehmen in Zukunft weiterführen zu können. Deshalb habe ich ihn zum Abi-Meister-Lehrgang am Bundesfachzentrum in Northeim angemeldet.
Was beinhaltet die Qualifizierung zum Abimeister in Northeim?
Dieser Lehrgang ermöglicht Fachabiturienten und Abiturienten, nach 2 Jahren Ihre Gesellenprüfung und im 3. Jahr die Meisterprüfung im Metallhandwerk zu absolvieren. Diese Ausbildung ist daher besonders interessant für kleine und mittelständischen Unternehmen wie meines, welche junge, technisch orientierte Fach- und Führungskräfte für verantwortungsvolle Positionen im Unternehmen suchen. Mein Lehrling ist dabei bereits auf einem sehr guten Weg, hat die Zwischenprüfung mit 95% abgeschlossen und verabschiedete sich soeben für die dreimonatige Schulphase nach Northeim. In der Zeit muss ich im Betrieb zwar leider auf ihn verzichten, was mir bei der aktuellen Fachkräftesituation schwerfällt, die Perspektive dahinter rechtfertigt das aber allemal.
Wo wird in Ihrer Firma am praktischen Beispiel deutlich, dass die Qualifikationen Abi-Meister und Betriebswirt des Handwerks so wertvoll sind?
Wir sind Spezialisten in der Feinwerkmechanik. Nehmen Sie zum Beispiel den Bau von Prototypen, wo wir uns einen Namen gemacht haben. Viele Feinwerkmechaniker gehen da nicht ran, weil die Kalkulation mangels Erfahrung eine extreme Herausforderung ist. Bedenken Sie: Hier müssen Sie in der Lage sein, hochkomplexe Aufträge zu kalkulieren, die Sie noch nie gefertigt haben und dennoch einen Festpreis abzugeben. Um das zu bewältigen, kommen heute bereits Softwaretools mit Elementen der künstlichen Intelligenz zum Einsatz, und die muss man verstehen um damit arbeiten können. Damit beschäftigen wir uns gerade intensiv. Das erfordert neben dem kaufmännischen vor allem auch mathematisches Verständnis sowie IT- und Systemkenntnisse, zum Beispiel von modernen CAD/CAM-Systemen für die Zerspanung. Diese Inhalte werden im Abi-Meister Lehrgang am Bundesfachzentrum in Northeim vermittelt. Für meinen Betrieb sind diese Fähigkeiten unabdingbar und Basis für die Zukunftsfestigkeit.
Wie sehen die nächsten Schritte aus, für Sie und den künftigen Abi-Meister?
Wenn alles nach Plan läuft, wird Sebastian im kommenden Jahr mit dem Abi-Meister fertig sein. Zusätzlich möchte er in Northeim noch die Qualifizierung zum Betriebswirt des Handwerks machen. So gerüstet planen wir danach die Zusammenführung der beiden Firmen, die sich vom Portfolio und von der Kundenstruktur her sinnvoll ergänzen und weiterhin von qualifizierten Führungskräften gelenkt werden. Damit ist dann für mich die Zeit gekommen, aus meiner Firma auszuscheiden, in den verdienten Ruhestand zu gehen und allenfalls noch beratend im Einzelfall zur Seite zu stehen.
Infos zum Northeimer Modell „Abi-Meister“
Bundesfachzentrum Metall und Technik Northeim
Am Rhumekanal 18, 37154 Northeim
Telefon: +49 5551 914987-0
E-Mail: info@bfm-northeim.de
Infos:
Der Beitrag Abi-Meister/in: Qualifikation für die Unternehmensnachfolge erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Präsidentenbrief zum Lieferkettengesetz
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
eigentlich wollte ich einen sanfteren Einstand geben, aber in Zeiten politischer Kapriolen ist Wachsamkeit geboten. Denn wenn denen, die das Rad am Laufen halten, die Luft zum Atmen genommen wird, läuft nichts mehr. Wie unsinnig kommt denn da der jüngste Beschluss des EU-Parlaments daher, wonach indirekt auch Mittelständler verpflichtet werden, die Einhaltung der Menschenrechte bei ihren Lieferanten, deren Lieferanten und wiederum deren Lieferanten zu überwachen? Bei aller Liebe zur Ideologie und Solidarität: Die Verschärfung des ohnehin schon sehr zweifelhaften nationalen Lieferkettengesetzes, den die Grünen massiv begrüßen, geht mir – wie auch vielen anderen Wirtschaftsverbänden – zu weit. Damit wird für uns Betriebe ein nicht stemmbares Bürokratiemonster aufgezogen. Wir sollen mit großem Aufwand jede unserer Geschäftsbeziehungen hinsichtlich der Einhaltung von Menschenrechten dokumentieren. Das ist nicht nur ein abschreckendes Beispiel für europäische Politik, sondern schlichtweg nicht machbar. Noch dazu setzt uns die Entscheidung einem unkalkulierbaren Risiko aus, mögliche juristische Folgen sind nicht einschätzbar. Und das gilt nicht nur für das geplante EU-Lieferkettengesetz, sondern auch schon für das bestehende nationale Lieferkettengesetz.
Nach dem neuen EU-Lieferkettengesetz sollen Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und mehr als 40 Millionen Euro Jahresumsatz entlang ihrer globalen Lieferketten für den Schutz von Menschenrechten und der Umwelt in die Pflicht genommen werden. Das aber beobachte ich anders. Vielmehr überhäufen die großen Betriebe ihre Lieferanten, darunter auch die kleinen Zulieferbetriebe aus dem Metallhandwerk, mit Fragebögen und Bestätigungsforderungen. Wie soll denn ein Maschinenbaubetrieb, der Kupferleitungen von Lieferanten einkauft, feststellen oder überprüfen, ob bei der Kupfergewinnung die Menschenrechte oder der Umweltschutz eingehalten wurden? Das ist absurd und bringt die ohnehin schon schlechte Stimmung bei unseren Betrieben im Metallhandwerk weiter auf den Tiefpunkt. Die Betriebe ersticken doch schon an Vorschriften und Dokumentationspflichten und immer neuen Regelwerken durch den Gesetzgeber. Hier wird einfach die Verantwortung an die kleinen Metallhandwerker durchgereicht. Einer der Hauptgründe, dass sich junge Menschen nicht mehr in die Selbstständigkeit trauen, sind nach einer zur IHM vorgestellten Befragung des ZDH die immer größer werdende Bürokratie und Vorschriften für unsere Unternehmer.
Die Einhaltung von Menschenrechten und die erfolgreiche Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ist für die Handwerksbetriebe genauso eine Selbstverständlichkeit wie gelebte Nachhaltigkeit im ökologischen und sozialen Sinn. Dass diese nun auf uns Unternehmer verlagert wird, ist eine für mich wieder einmal nicht durchdachte Forderung, die wir nicht erfüllen können. Und das hat nichts mit dem moral-ethischen Wunsch nach Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Solidarität zu tun. Dass hier eine politische Agenda auf dem Rücken der Wirtschaft ausgetragen wird – das geht an der Realität und vor allem der Wirtschaftlichkeit vorbei. Damit ist für mich das Verhältnis von Politik und Wirtschaft ausgereizt. Im Metallverband wird darüber nachgedacht, gegen die aktuelle Politik zu demonstrieren. Zu Recht, denn ich frage mich, ob unsere Probleme tatsächlich ernst genommen werden. Dafür aber bin ich angetreten, als Präsident des Bundesverbandes Metall die Interessen von 478.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 33.000 Betrieben mit 24.000 Auszubildenden in 325 Innungen mit 13 Landesverbänden zu vertreten. Lasst uns nicht vergessen: Mit einem Jahresumsatz von 65 Milliarden Euro kurbeln wir die deutsche und europäische Wirtschaft gehörig an.
Gerade wir als Metaller pflegen als Zeichen einer demokratischen, einander wertschätzenden Gesellschaft unsere Gewerketradition. Jetzt möchte man einmal mehr an unserem Ast sägen, uns Steine in den Weg legen. Ob Menschenrechtsorganisationen und EU-Politiker daran gedacht haben, dass sie mit dieser Positionierung vielleicht auch das Gegenteil von einer gerechteren und ökologischeren Weltwirtschaft provozieren. Ich wünsche mir echte Weitsicht.
Willi Seiger
Präsident des Bundesverbandes Metall
Der Beitrag Präsidentenbrief zum Lieferkettengesetz erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Aufbau eines Sachverständigenwesens für den Hufbeschlag
Die Herauslösung des Fachbereiches Hufbeschlag aus dem Handwerk per Gesetzesänderung im April 2006 hatte zur Folge, dass der Beruf des Hufschmiedes nicht weiterentwickelt wurde. Neben fehlenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wurden auch keine fachspezifischen Schulungen für Sachverständige mehr angeboten, so dass die Zahl an Sachverständigen in diesem speziellen Segment weiter gesunken ist und eine flächendeckende Vertretung vor Gericht somit nicht mehr gewährleistet werden kann.
Vor diesem Hintergrund hatte die Fachgruppe Hufbeschlag des Bundesverbandes Metall im Jahr 2022 beschlossen, einen Arbeitskreis für das Sachverständigenwesen im Hufbeschlag, angelehnt an das Sachverständigenwesen der Metallbauer/innen, aufzubauen. Den Auftakt für die Qualifizierung machte im Frühjahr 2022 Karsten Zimmer, Bereichsleiter Technik im Bundesverband Metall. Er schulte die Fachexpert/innen des Arbeitskreises über Grundlagen des Sachverständigenwesens im Metallhandwerk.
Besuch der Fachgruppe in der Pferdeklinik der Universität Gießen
Im November 2022 trafen sich die Teilnehmer/innen der Bundesfachgruppe Hufbeschlag dann in der renommierten Pferdeklinik der Universität Gießen zu einer Fachschulung. Prof. Dr. Röcken, Leiter der Pferdeklinik und selbst Sachverständiger, stellte fachspezifische Themen des Fachbereiches Hufbeschlag aus der Sicht eines Gutachters dar. Er erläuterte zunächst die Abgrenzung von Gutachten zu handwerklichen und tierärztlichen Fragestellungen. Prof. Röcken berichtete zudem von unterschiedlichen Praxisfällen und den Bewertungen vor Gericht. Als Beispiel diente ein Fall, in dem einem Hufschmied fehlerhaftes Anbinden und somit grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wurde, nachdem er einem Pferd ein verloren gegangenes Eisen direkt auf der Koppel aufnagelte und das Pferd sich beim Steigen eine Hufbeinfraktur zuzog. Die Fachgruppe profitierte von den Diskussionen und dem Fachwissen des Mediziners, der bei dem Termin von weiteren interessanten Gerichtsfällen berichtete.
Mit Melanie Striebinger Leiterin der Lehrschmiede der Universität Gießen, konnte der neue Facharbeitskreis Hufbeschlag eine kompetente Unterstützerin gewinnen. Als Hufbeschlaglehrmeisterin und Metallbaumeisterin kann die Sachverständige (ö.b.u.v. SV für den Bereich Hufbeschlag) mit viel Sachkenntnis und Expertise beitragen. Sie wird den Arbeitskreis aktiv unterstützen, um Änderungen in der Aus- und Weiterbildung ihres Gewerkes zu fördern.
Ansprechpartner der Fachgruppe Hufbeschlag im Bundesverband Metall:
Christian Krause, Berufsbildungsreferent
Telefon: +49 (0) 201 / 89619 31
E-Mail: Christian.Krause@Metallhandwerk.de
Der Beitrag Aufbau eines Sachverständigenwesens für den Hufbeschlag erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Partnernews: Feldmann GmbH mit GERMAN DESIGN AWARD 2023 ausgezeichnet
Das freitragende Glasvordachsystem eleganza canopy von Feldmann wurde mit dem German Design Award 2023 im Segment Excellent Product Design ausgezeichnet. Der Bundesverband Metall gratuliert seinem Kooperationspartner zu dieser herausragenden Leistung.
Das Feldmann Produkt überzeugte die Jury bei der diesjährigen Vergabe auf ganzer Linie. Der international renommierte Designpreis wird jährlich vom Rat für Formgebung verliehen und würdigt hervorragende Design- sowie Produktqualität. Für das Feldmann Vordachsystem war es bereits die 3. Designauszeichnung, so konnte eleganza canopy bereits den ICONIC AWARD 2021 und den iF Design Award 2022 gewinnen.
Freischwebende Optik und beste Funktionalität
Das rahmenlose Vordach, ohne Zugstangen, besticht durch seine Leichtigkeit, die ihm das unaufdringliche Material Glas in Kombination mit den dezenten und hochstabilen Aluminiumprofilen verleiht. Die freischwebende Optik macht das Vordach zu einem zeitlosen Designobjekt an der Fassade und verleiht jedem Eingangsbereich einen individuellen Charakter. Eleganza canopy gibt einen uneingeschränkten Blick nach oben frei, gleichzeitig vermeidet es durch Transparenz Schattenbildungen und sorgt für Sicherheit sowie lichtdurchflutete Eingangsbereiche.
Auf die perfekte Verarbeitung der Aluminiumprofile legt Feldmann besonders großen Wert, dies trägt wesentlich zum edlen Erscheinungsbild des gesamten Systems bei. So werden alle Sichtteile mit einem hochwertigen Schliffbild in Edelstahloptik (E4EV1) versehen. Alternativ kann das Profil in allen RAL-Farben, passend zur Fassade, gefertigt werden.
Überzeugende Leistungsdaten
Ein Vordachprofil von Feldmann eleganza canopy ist besonders stabil. Es kann mit Verbundsicherheitsglas aus 2 x 8mm oder 2 x 10mm TVG (teilvorgespanntem Glas) und SentryGlas®-Zwischenlage (1,52mm) ausgestattet werden. So werden Glasausladungen von bis zu 1.300mm erreicht. Das Vordach nimmt dabei Lasten von bis zu 5,5 kN auf. Für ein Maximum an Sicherheit.
Das Feldmann Glasvordachsystem besitzt eine europäische Zulassung, das European Technical Assessment (ETA). Die erforderlichen statischen Nachweise für die Überkopfverglasung werden durch eine Typenstatik erbracht.
Perfekt abgestimmte Systemlösung
Feldmann denkt nicht in Einzelprodukten, sondern in Systemen. Auch bei dem eleganza canopy Vordach bietet Feldmann alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt an. Dabei wird das Produkt durch ein umfangreiches Zubehörprogramm ergänzt. Es stehen dezente Regenrinnen, Verbindungsstifte und Dichtungsgummis für den Einsatz von mehreren Scheiben zur Verfügung. Wer das Vordach in der Dunkelheit illuminieren will, kann das optionale LED-Band (weiß oder RGB) in das Profil integrieren. Dazu wird dieses in den Montagegummi eingesetzt und so direkt optimal zur Scheibe ausgerichtet. Das LED-Band sorgt nicht nur für die Ausleuchtung des Eingangsbereichs, sondern hebt das freitragende Vordach auch noch effektvoll hervor.
Feldmann Pressemitteilung
.fusion-gallery-1 .fusion-gallery-image {border:0px solid var(–awb-color3);}.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 0px;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 1.92%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 1.92%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-0{width:100% !important;}.fusion-builder-column-0 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-1{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}
Der Beitrag Partnernews: Feldmann GmbH mit GERMAN DESIGN AWARD 2023 ausgezeichnet erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Sachverständigentag Metallbauerhandwerk 2023 – hochkarätig und informativ
Nach einem erfolgreichen Debut des Sachverständigentages für das Metallbauerhandwerk 2022 kamen in diesem Jahr erneut Sachverständige aus ganz Deutschland der Einladung des Bundesverbands Metall nach.
Der Expertenaustausch fand am 11. und 12. Mai erneut in den Räumlichkeiten des Landhotels Krummenweg in Ratingen (Düsseldorf) statt. Die Sachverständigen präsentierten aktuelle Fachthemen mit Beispiel-Fällen aus der Praxis her und richteten dabei immer wieder den Fokus auf den Bezug zwischen Norm und Anwendung. Darunter Wissenswertes für Sachverständige zum Thema Schutzmaßnahmen gegen Vogelanprall für Glasfassaden, Anforderungen an die Planung und Ausführung beim barrierefreien Bauen sowie der Umgang mit Asbest beim Bauen im Bestand. Interessante Schadensfälle, z.B. Schäden und Mängel an Konstruktionen im Bereich Fenster und Fassadenbau sowie Berichte zu realen Gutachten untermalten den Praxisbezug und boten die Grundlage für lebhafte Diskussionen, die auch in den Pausen noch vertieft wurden.
Im Abschlussvortrag überzeugte Rechtsanwältin Katharina Bleutge, der es gelang mit Charme und Witz die Rechte und Pflichten von Sachverständigen in das richtige Licht zu rücken. Dabei gab sie viele Praxistipps und Einblicke in aktuelle Entscheidungen zu Vergütung, Befangenheit, Haftung, Werbung und dem Verfahrensrecht. Der Abend des ersten Tages bot eine sehr gute Gelegenheit, die Themen im persönlichen Gespräch weiter zu vertiefen. Aus Sicht der Teilnehmenden war der Sachverständigentag erneut eine lohnende Veranstaltung, die zeigte, wie wichtig ein regelmäßiger Austausch unter den Sachverständigen ist.
.fusion-gallery-2 .fusion-gallery-image {border:0px solid var(–awb-color3);}.fusion-body .fusion-builder-column-1{width:100% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 0px;}.fusion-builder-column-1 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 1.92%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 1.92%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-1{width:100% !important;}.fusion-builder-column-1 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-1{width:100% !important;}.fusion-builder-column-1 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-2{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}
Der Beitrag Sachverständigentag Metallbauerhandwerk 2023 – hochkarätig und informativ erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Letzte Chance: Sachverständigentag für das Metallbauerhandwerk am 11.-12.05.2023
Wir laden Sie zu einem spannenden Treffen ein, das von Sachverständigen für Sachverständige und weitere Interessierte durchgeführt wird.
Datum: 11.-12.05.2023
Ort: Landhotel Krummenweg Ratingen Düsseldorf
Preis: 598,00€ inkl. Tagungsunterlagen und Verpflegung, zzgl. MwSt.
Anmeldelink: Sachverständigentag für das Metallbauerhandwerk 2023
Programmauszug
Panikschloss = Panikschloss!?
Pascal Tonneau, ö.b.u.v. Sachverständiger für das Metallbauerhandwerk, Fröndenberg
DIN EN ISO 1461:2009 vs. DIN EN ISO 1461:2022: relevante Änderungen
Volker Hastler, ZINQ Technologie GmbH, Gelsenkirchen
Schutzmaßnahmen gegen Vogelanprall für Glasfassaden
Oliver Windeck, ö.b.u.v. Sachverständiger für das Metallbauerhandwerk, Brandenburg
Barrierefreies Bauen – Anforderungen an die Planung und Ausführung
Christian Anders, Fritzlar
Schäden und Mängel an Konstruktionen im Bereich Fenster und Fassadenbau
Frank Pfau, ö.b.u.v. Sachverständiger für das Metallbauerhandwerk, Schwalmstadt
Betriebliche Anforderungen im Umgang mit Asbest beim Bauen im Bestand
Dr. Reinhard Fandrich, BVM, Essen
In “Recht und Praxis” up to date – Aktuelles aus dem Sachverständigenwesen
RAin Katharina Bleutge, Institut für Sachverständigenwesen e.V., Köln
.fusion-body .fusion-button.button-1.button-3d,.fusion-body .fusion-button.button-1.button-3d:hover{box-shadow:inset 0 1px 0 #fff, 0 0.15em 0 hsla(var(–awb-color4-h),calc(var(–awb-color4-s) – 5%),calc(var(–awb-color4-l) – 10%),var(–awb-color4-a)), 0.1em 0.2em 0.2em 0.15em rgba(0, 0, 0, 0.3);}.fusion-body .fusion-button.button-1.button-3d:active,.fusion-body .fusion-button.button-1.button-3d:hover:active{box-shadow:inset 0 1px 0 #fff, 0 1px 0 hsla(var(–awb-color4-h),calc(var(–awb-color4-s) – 5%),calc(var(–awb-color4-l) – 10%),var(–awb-color4-a)), 0.05em 0.1em 0.1em 0.07em rgba(0, 0, 0, 0.3);}.fusion-body .fusion-button.button-1{border-radius:4px 4px 4px 4px;}Weitere Infos und Anmeldung.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:100% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 0px;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 1.92%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 1.92%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:100% !important;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-2{width:100% !important;}.fusion-builder-column-2 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-3{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}Sandra FriedrichSeminarorganisation,
Marketing & Kommunikation.fusion-person-1 .boxed-icons .fusion-social-network-icon{border-top-width:0px !important;border-right-width:0px !important;border-bottom-width:0px !important;border-left-width:0px !important;border-color:var(–awb-color3) !important;}.fusion-person-1 .boxed-icons .fusion-social-network-icon:hover{background-color:var(–awb-color1) !important;border-color:var(–awb-color4) !important;}.fusion-person-1 .fusion-social-network-icon:hover{color:var(–awb-color4) !important;}.fusion-person-1{ margin-top : 0px;margin-right : 0px;margin-bottom : 0px;margin-left : 0px;}.fusion-body .fusion-builder-column-3{width:33.333333333333% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 20px;}.fusion-builder-column-3 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 5.76%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 5.76%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-3{width:33.333333333333% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-3 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 5.76%;margin-left : 5.76%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-3{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-3 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-builder-column-4{width:33.333333333333% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 20px;}.fusion-builder-column-4 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 5.76%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 5.76%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-4{width:33.333333333333% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-4 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 5.76%;margin-left : 5.76%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-4{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-4 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-builder-column-5{width:33.333333333333% !important;margin-top : 0px;margin-bottom : 20px;}.fusion-builder-column-5 > .fusion-column-wrapper {padding-top : 0px !important;padding-right : 0px !important;margin-right : 5.76%;padding-bottom : 0px !important;padding-left : 0px !important;margin-left : 5.76%;}@media only screen and (max-width:1024px) {.fusion-body .fusion-builder-column-5{width:33.333333333333% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-5 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 5.76%;margin-left : 5.76%;}}@media only screen and (max-width:640px) {.fusion-body .fusion-builder-column-5{width:100% !important;order : 0;}.fusion-builder-column-5 > .fusion-column-wrapper {margin-right : 1.92%;margin-left : 1.92%;}}.fusion-body .fusion-flex-container.fusion-builder-row-4{ padding-top : 0px;margin-top : 0px;padding-right : 0px;padding-bottom : 0px;margin-bottom : 0px;padding-left : 0px;}
Der Beitrag Letzte Chance: Sachverständigentag für das Metallbauerhandwerk am 11.-12.05.2023 erschien zuerst auf Metallhandwerk.
