Metallhandwerkliche Unternehmen sind in vielen industriellen Wertschöpfungsketten weit mehr als reine Fertigungsdienstleister. Mit Präzision, Flexibilität und kurzen Entscheidungswegen lösen sie anspruchsvolle Aufgaben – von der Einzelteilfertigung bis zu komplexen Komponenten und Baugruppen. Auf der HANNOVER MESSE 2027 bietet sich die Chance, diese Kompetenz sichtbar zu machen. Der Bundesverband Metall möchte geeignete Unternehmen aus dem Metallhandwerk für eine Beteiligung am Gemeinschaftsstand gewinnen. Angesprochen sind insbesondere Betriebe mit industriellem Zuliefergeschäft, spezialisierten Fertigungskompetenzen oder dem Ziel, neue industrielle Kunden und Geschäftsfelder zu erschließen. Für 2027 werden außerdem „Lightweight & Additive Manufacturing“ sowie „Supply for Defense“ hervorgehoben. Damit ergeben sich zusätzliche Anknüpfungspunkte für Betriebe mit entsprechenden Kompetenzen und Zielkunden.
Foto: Handwerk & Hightech auf der Hannover Messe 2027, KI-generiert
Industrie sucht flexible Zulieferer
Wenn besondere Bauteile benötigt werden oder individuelle Lösungen gefragt sind, sind spezialisierte Metallbetriebe gefragte Partner. Feinwerkmechaniker und Metallbauer verbinden Fertigungskompetenz mit direkter Abstimmung und kurzen Reaktionszeiten. Damit können sie nicht nur Zulieferer, sondern auch Problemlöser und Entwicklungspartner ihrer Industriekunden sein.
Doch gerade kleinere und mittlere Betriebe sind mit ihren Leistungen nicht immer dort präsent, wo industrielle Auftraggeber nach neuen Partnern suchen. Ein Messeauftritt kann deshalb interessant sein – insbesondere für Unternehmen, die ihr Kundenportfolio erweitern, bestehende Industriekontakte vertiefen oder neue Geschäftsfelder erschließen möchten.
Gemeinschaftsstand auf der HANNOVER MESSE 2027
Vom 5. bis 8. April 2027 findet die nächste HANNOVER MESSE statt. Im Bereich „Industrial Engineering & Supply“ ist erneut der Gemeinschaftsstand „Handwerk & Hightech – Präzision Made in Germany“ vorgesehen. Er richtet sich an handwerkliche Zulieferunternehmen mit industriellem Bezug und erleichtert insbesondere kleineren und mittleren Betrieben den Einstieg in einen internationalen Messeauftritt. Dort treffen Aussteller auf Fachbesucher aus Industrie, Einkauf, Entwicklung und Produktion. 2026 verzeichnete der Bereich 31.312 Besucher aus 121 Ländern; 88 Prozent waren Fachbesucher, 47 Prozent kamen aus dem Ausland.
Für Metallbetriebe bieten sich zahlreiche Anknüpfungspunkte: etwa Zerspanung, Konstruktion, Komponenten- und Baugruppenfertigung oder individuelle Sonderlösungen. Interessante Zielbranchen sind unter anderem Maschinen- und Anlagenbau, Automobil- und Fahrzeugindustrie, Elektrotechnik, Energie sowie die metallverarbeitende Industrie.
Mit überschaubarem Aufwand dabei sein
Der Gemeinschaftsstand bündelt wesentliche organisatorische Aufgaben. Das Beteiligungspaket umfasst unter anderem Standbau ab sechs Quadratmetern, Mobiliar, Elektroanschluss, Teppich und Beleuchtung, die Nutzung des Lounge-Bereichs sowie Verpflegung, Reinigung, Abfallentsorgung und Gemeinschaftsbewachung. Auch Fachbesuchertickets und eine Sprechermöglichkeit sind enthalten. Die Vorbereitung und Betreuung vor Ort übernimmt die Handwerkskammer Münster.
Die Kosten sind transparent kalkuliert: 440 Euro Anmeldebeitrag sowie 779 Euro je Quadratmeter bei sechs bis zwölf Quadratmetern, ab 13 Quadratmetern 699 Euro je Quadratmeter. Ein Eckstand kostet zusätzlich pauschal 750 Euro. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.
Wer seine Leistungen auf der HANNOVER MESSE 2027 präsentieren und neue Kontakte zu Industrieunternehmen knüpfen möchte, kann sich an Thomas Röper beim Bundesverband Metall wenden.
Autor:
Thomas Röper (B.Eng.)
Technischer Berater in der Fachberatungs- und Informationsstelle beim Bundesverband Metall in Essen
E-Mail: Thomas.Roeper@metallhandwerk.de
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