BVM-Präsident Willi Seiger spricht im Interview mit der Deutschen Handwerkszeitung über aktuelle Herausforderungen im Metallhandwerk.
Zum Interview
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Statik-Seminare für Metallbauer- wir kommen zu Ihnen!
Der Bundesverband Metall führt seine erfolgreichen Statik-Seminare auf Anfrage Ihres regionalen Landesverbandes auch gerne bei Ihnen vor Ort in der Innung durch.
Metallbauer aus Dresden und Magdeburg haben dieses Angebot bereits wahrgenommen und das zweitägige Seminar mit dem Statikexperten Dr. Ing-Uwe Roxlau sehr gut bewertet. Die Teilnehmer/innen erhielten einen umfassenden Einblick in die Grundlagen der Stahlbaubemessung einfacher Tragwerke sowie die notwendigen Lastermittlungen. Die praxisnahe Vermittlung erfolgte mithilfe des Online-Statik-Programms „MetallStat“, mit dem die Teilnehmer/innen aktiv an Berechnungen teilnahmen und die Anwendung des Programms lernten.
Seminarinhalte:
Grundlagen der Mechanik
Einwirkungen auf Tragwerke und Lastzusammenstellungen nach Eurocode 1
Einfache Statische Systeme, wie Zugstäbe, Druckstäbe, Biegeträger
Werkstoffkunde
Querschnittsgrößen
Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten DIN EN 1993 (Eurocode 3)
Detailnachweise: Schweißnähte, Schraube
Statik-Berechnung mit dem Programm „MetallStat“
Teilnehmer-Feedback:
Besonders positiv wurde bewertet, dass eigene Erfahrungen eingebracht werden konnten und die Fragestellungen in der Gruppe diskutiert und abschließend vom Statikexperten Dr. Roxlau beantwortet wurden. Es blieb sogar noch etwas Zeit, um aktuelle Projekte einiger Kursteilnehmer mit Dr. Roxlau statisch beratend durchzusprechen. Eine weitere Gelegenheit zur Vertiefung der statischen Fachthemen bot sich den Teilnehmern am Abend des ersten Seminartages, an dem die erlernten Inhalte in gemütlicher Runde diskutiert wurden.
Unser Seminarangebot / Termine 2023:
Um Ihnen eine komfortable Lösung zu bieten, kann unser 2-tägiges Präsenzseminar auch direkt vor Ort bei den Landesverbänden des Metallhandwerks durchgeführt werden, so dass Zeit und Reisekosten eingespart werden.
Sprechen Sie bei Interesse gerne über Ihre Innung Ihren Landesverband an, damit wir gemeinsam die Organisation in die Wege leiten können. Wir freuen uns darauf, Sie in unseren Statik-Seminaren begrüßen zu dürfen!
Statikseminare: www.metallportal
MetallStat Kurzvorführungen: www.metallstat.de
Ihr Statik-Team
vom Bundesverband Metall
Ansprechpartnerin:
Sandra Friedrich
Seminarorganisation
friedrich.wbg@metallhandwerk.de
+49 201/89619-23
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EU-Bauprodukteverordnung: Stand des Überarbeitungsverfahrens
Ziel der neuen BauPVO ist zum einen die Bereinigung der Fehler der aktuellen BauPVO, zum anderen das Normungsverfahren und die Nachhaltigkeit von Bauprodukten zu verbessern. Sie möchten unsere Services nutzen? Bitte loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein. Sie haben Ihre Login-Daten vergessen? Dann können Sie sich Ihr Passwort zusenden lassen:
Passwort vergessen . . .
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Der Metallverband unterstützt Sie bei der Azubi-Gewinnung
Jetzt Datenbank aktualisieren! Damit Ihr Ausbildungsbetrieb auf der Kampagnen-Website www.lets-play-metal.de gefunden wird.
So einfach geht’s: Jeder Mitgliedsbetrieb ist bereits in der Fachbetriebsdatenbank bei Metall&mehr gelistet und hat seine persönliche Mitgliedsnummer und sein Passwort. Damit können Sie Ihr Profil als Ausbildungsbetrieb komfortabel aktualisieren.
Leitfaden Aktualisierung Datenbank Ausbildungsbetriebe
Hinweis:
Sollten sie bereits als Ausbildungsbetrieb gelistet sein und derzeit keinen Ausbildungsplatz frei haben, denken Sie bitte daran, den Haken entsprechend herauszunehmen. Wir wollen den Datenbestand möglichst aktuell halten und keine enttäuschten Jugendlichen zurücklassen.
Kampagnenmaterial zum kostenfreien Download:
www.metallnachwuchs.de
Viel Erfolg bei der Nachwuchswerbung – Let’s Play Metal!
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Partnernews: ZINQ setzt mit neuem Markenprodukt Benchmark in der Oberflächentechnik
ecoZINQ erzeugt 43 Prozent weniger CO2-Emissionen als herkömmliche Stückverzinkungsoberflächen, die der Norm DIN 1461 entsprechen.
Damit kann ecoZINQ den derzeit niedrigsten CO2-Fußabdruck der Branche vorweisen – nachgewiesen und von dritter Stelle geprüft in einer Umweltproduktdeklaration. Den positiven Einfluss des Produkts weist ZINQ in Form von Carbon Credits nach und schreibt es jedem Kunden auf der Rechnung gut. Ab dem 1. April ist ecoZINQ für alle Kunden der ZINQ Gruppe verfügbar.
Weitere Informationen zu den Produkteigenschaften von ecoZINQ, den Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen samt Kennzahlen und den Vorteilen der CO2-Gutschrift finden Sie in der beigefügten ZINQ Presseinformation.
Pressekontakt:
ZINQ GmbH & Co. KG
Tatjana Hetfeld
Nordring 4
D-45894 Gelsenkirchen
Tel.: +49 2361 490491-11
E-Mail:presse@zinq.com www.zinq.com
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Kostenlose Online-Vorführungen: Statikberechnungen mit MetallStat
Statikberechnungen leicht gemacht: die Statik-Berechnungssoftware MetallStat steht für einfache, immer wiederkehrende Projekte im praktischen Metall- und Stahlbau und wird inzwischen von vielen Metallbauern eingesetzt. Die vom Bundesverband Metall entwickelte Software wurde jetzt um zusätzliche Biegeträgerbemessungen erweitert und ist damit noch effektiver einsetzbar.
Für einen ersten Eindruck empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an einer kostenlosen Online-Kurzvorführung mit Dr.-Ing. Uwe Roxlau.
Online-Kurzvorführungen (kostenlos):
Dienstag, 29.08.2023
Dienstag, 24.10.2023
Dienstag, 12.12.2023
Referent: Dr.-Ing. Uwe Roxlau, technischer Berater im Bundesverband Metall
zur Anmeldung der Online-Kurzvorführungen
Preise und Buchung von MetallStat:
MetallStat wird im Jahres-Abonnement angeboten:
Vorteilspreis für Innungsmitglieder: 99,00 € zzgl. MwSt.
(regulärer Preis: 159,00 € zzgl. MwSt.)
zur Buchung von MetallStat
Ansprechpartnerin
Sandra Friedrich
Seminarorganisation,
Marketing & Kommunikation
Kontakt:
friedrich.wbg@metallhandwerk.de
+49 201/89619-23
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Berichtsheft App Metall – Neukundenaktion bis 30.08.23
Um noch mehr Mitgliedsbetriebe zu motivieren, auf das digitale Berichtsheft umzusteigen, bietet der Bundesverband Metall in diesem Jahr eine attraktive Neukundenkation. Nutzen auch Sie mit Ihrem Betrieb die Chance, die App ein Jahr lang kostenlos mit all Ihren Azubis zu testen.
Einfach – schnell – digital: das ist das Motto der speziell für das Metallhandwerk entwickelten Berichtsheft App Metall. Rund 800 Azubis nutzen die App bereits und freuen sich über eine zeitgemäße Kommunikation per Handy, Tablet oder PC. Die App wurde in diesem Jahr nochmals erweitert und hat einige neue Funktionen erhalten. Azubis werden wöchentlich an ihre Berichte erinnert und die automatische Rechtschreibkorrektur macht das Schreiben noch einfacher. Betriebe mit mehreren Ausbildern können z.B. auf eine Personalplattform umstellen, Azubis den Abteilungen zuweisen und einiges mehr.
Neukundenaktion: Berichtsheft App Metall 1 Jahr lang kostenlos
Neukunden, die sich bis 30.08.2023 bei der Berichtsheft App Metall registrieren, erhalten die App für alle Azubis für jeweils ein Jahr kostenlos. Alle Online-Berichtshefte, die bis 30.08. gebucht werden, können bis zum 30.10.23 aktiviert werden. Gutscheincode: Sommer2023
Regulärer Preis für Innungsmitglieder: 34,90 pro Azubi/Jahr.
Kostenlose Webinare
Der Bundesverband bietet regelmäßig kostenlose Einführungs-Webinare für Betriebe und auch für Prü-fungsausschüsse an.
Die nächsten Termine für Betriebe:
02.08, 06.09, 18.10, 07.11.2023
Die nächsten Termine für Prüfer/innen:
17.10., 21.11.2023
Registrierung / Anmeldung zu den Webinaren unter:
Registrierung (Gutscheincode für neue Kunden: Sommer2023)
Anmeldung kostenlose Webinare
Ansprechpartnerinnen:
Saskia Vogler, Tel. 0201 / 896 1925
Sabine Schönemann, Tel. 0201 / 896 1926
berichtsheft@metallausbildung.info
WBG Wirtschaftsberatungsgesellschaft
des Metallgewerbes mbH
Ein Unternehmen im Bundesverband Metall
Altendorfer Str. 97-101
45143 Essen
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Metall- und Stahlbau aktuell
Die Bundesfachgruppen Stahl- und Metallbau behandelten Fragen zur Normung, Bemessung, Arbeitsschutz, Nachhaltigkeit sowie Innovationsförderung.
Bereits im April tagten die Bundesfachgruppen Stahl- und Metallbau in der Kreishandwerkerschaft Aachen. Behandelt wurden die aktuellen Entwicklungen aus den Bereichen Normung, Bemessung, Arbeitsschutz, Nachhaltigkeit sowie Innovationsförderung. Hier das Wichtigste im Überblick.
Werkszeugnis 2.2 abschaffen?
Beim Handel mit Metallbauprodukten sind die Ermittlung und Bestätigung der Konformität mit den bauaufsichtlichen und kundenseitigen Anforderungen entscheidend. Dies erfolgt durch standardisierten Prüfbescheinigungen nach EN 10204. Die Dokumentation der Bescheinigungen ist für den Hersteller aufwendig. Zudem ist das nichtspezifische Werkzeugnis 2.2 durch den Hersteller eine Möglichkeit zur Bestätigung der Übereinstimmung von Bestellung und Werkstück. Dieses Zeugnis basiert auf statistischen Werkstoffkennwerten. Die konkreten Werkstoffeigenschaften des gelieferten Materials werden damit jedoch nicht nachgewiesen, anders als beim Abnahmeprüfzeugnis 3.2. Dies schränkt die Aussagkraft des 2.2er Zeugnisses ein. Wäre aber deshalb das Werkzeugnis 2.2 zukünftig verzichtbar? Eine Arbeitsgruppe des Bundesverbands Metall unter Leitung von Dipl.-Ing. Frank Kania soll dieser Frage nachgehen.
Infinity Geländer
Die DIN 18008-4, Anhang B.3 behandelt die Zusatzanforderungen an absturzsichernde Verglasungen der Kategorie B im Rahmen der Bemessungs- und Konstruktionsregeln für Glas im Bauwesen. Dabei handelt es sich um sog. Infinity-Geländer. Dieser attraktive Geländer-Typ löst viele Aufgaben und vermeidet zudem Kosten für Zukaufprofile. Zwar ermöglichen die normativen Vorgaben zahlreiche Ausführungsformen, dennoch soll die Ausweitung des Geltungsbereichs dieser Norm geprüft werden. Dies betrifft besonders die Randbedingungen für nachgewiesene Stoßsicherheit im Hinblick auf die Reduzierung der nachgewiesenen Glasdicke, die Erhöhung der maximale Scheibenlänge sowie die Ausweitung der maximalen Kragarmlänge. Die 18008-4 soll zudem zukünftig auf CEN-Ebene im Euro-Code geregelt werden. Der Bundesverband Metall begleitet diese Arbeiten.
Digitales Arbeitsschutzmanagement
Immer wieder äußern die kleineren Betriebe des Stahl- und Metallbaus ihren Unmut über die berufsgenossenschaftliche Betreuung des Arbeitsschutzmanagements (ASM) im Unternehmermodell. Eine Alternative dazu ist ein digitales ASM, das sowohl die Betreuung der kleinen Betriebe im Unternehmermodell als auch die Betreuung der „Mittleren“ in der Regelbetreuung vorsieht. Ein betriebsgerechtes System dafür bietet etwa die SIAM Gesellschaft für Arbeitsschutzmanagement an. Das System SIAM basiert auf einer digitalen Kooperation der angeschlossenen Unternehmen in den Bereichen Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen und Gefahrstoffmanagement. Es automatisiert die Dokumentationspflichten und sieht leistungsfähige Terminverwaltungsroutinen zum Terminmanagement etwa für Prüfzyklen und Unterweisungen vor. Über die Arbeitsschutzbetreuung hinaus werden die Betriebe mit Arbeitsmedizinern vernetzt. Dadurch wird die arbeitsmedizinische Versorgung sichergestellt.
Um den betrieblichen Nutzen auszuloten, führte die AG ASM der Bundesfachgruppen Stahl- und Metallbau ausführliche Interviews mit an das System SIAM angeschlossenen Betrieben aus den Bereichen Tischler/Schreiner und Modellbau. Zudem wurde die Praktikabilität des Systems mit konkreten Metallbaubetrieben untersucht. Die Testbetriebe haben das System der SIAM seit Anfang des Jahres 2023 installiert und wenden das System seitdem in der Praxis an. Die positiven Erfahrungen der Betriebe aus den Bereichen Tischler/Schreiner und Modellbau wurden dabei voll bestätigt. Die Anwender unterstreichen besonders die intuitive Handhabbarkeit auch für wenig IT-versierte Anwender.
Die Vorarbeit der teilnehmenden Betriebe in Hinblick auf Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen und Gefahrstoffe kann allen angeschlossenen Betrieben bereitgestellt werden. Das reduziert den Verwaltungsaufwand der einzelnen Betriebe erheblich und gestaltet das ASM handhabbar. Das System wird umso attraktiver, je mehr Teilnehmer aus dem Metall- und Stahlbau sich anschließen. Die Teilnehmer des Tests wollen das System SIAM auch in der Zukunft weiter einsetzen. Sie empfehlen insofern die Anwendung im Metall- und Stahlbau bislang uneingeschränkt. Vertieft werden wird dies beim Metallkongress am 27./28. Oktober 2023 in Würzburg.
Nachhaltigkeit im Metallhandwerk
In der Folge des European Green Deal richtet die europäische Kommission die Finanzpolitik an Nachhaltigkeitszielen aus. Was heißt das konkret? – Banken und Großunternehmen sind bereits heute verpflichtet, ihren nichtfinanziellen Lagebericht um Nachhaltigkeitsaspekte zu ergänzen. Dies betrifft die kleinen und mittleren Unternehmen des Metallhandwerks zwar nicht unmittelbar, indirekt sind aber auch diese in den kommenden Jahren betroffen.
Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.
Denn die für Großunternehmen und besonders Banken bislang geltende Non-Financial Reporting Directive (NFRD) wird ab 2025 durch die Corporate-Sustainability-Reporting-Directive (CSRD) abgelöst. Zusätzlich tritt bis dahin der Europäische Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) in Kraft. Dies betrifft ab 2025 auch die deutschen Unternehmen rückwirkend für das Berichtsjahr 2024. Besonders die Banken, aber auch andere Großunternehmen, müssen dann die für die eigene Berichtspflicht erforderlichen Informationen von ihren Vertragspartnern und Zulieferern einholen.
Es steht zu befürchten, dass dann Kreditratings an die Ergebnisse der betrieblichen Nachhaltigkeitsberichterstattung gekoppelt werden. Für die betroffenen Betriebe wird dies zur Herausforderung, da die Berichtsstandards zunächst für Großunternehmen entwickelt wurden. Für nicht an der Börse notierte KMU sind diese Standards noch im Planungsstadium. Mit dem „Nachhaltigkeitsnavigator“ steht dem Handwerk zwar ein vorläufiges Werkzeug zur Berichterstattung zur Verfügung, dies muss aber noch an die Bedarfe von KMU angepasst werden. Der Bundesverband Metall begleitet diese Entwicklungen in Zusammenarbeit mit der Europäischen Metallunion und dem Zentralverband des deutschen Handwerks.
Easy Code – Vereinfachte Bemessung nach EC 3
Mit dem Easy Code nach DIN/TR 18403 erarbeitet der nationale Spiegelausschuss NA 005-08-16 AA (Eurocode 3) zurzeit ein Hilfsmittel für die vereinfachte Bemessung von Stahltagwerken. Der „Easy Code“ fasst dazu die 1.700 Seiten des Eurocode 3 auf etwa 150 Seiten zu einer vereinfachten Bemessungsvorschrift für übliche Hochbaukonstruktionen zusammen. Das Dokument enthält dazu u.a. bautechnische Unterlagen, Informationen zu Herstellung und Bauausführung und die Grundlagen für Entwurf und Bemessung. Darüber hinaus werden Einwirkungskombinationen und Schnittgrößen, Querschnittstragfähigkeit, Stabilitätsnachweise sowie Verbindungen und Anschlüsse behandelt und Empfehlungen für die Gebrauchstauglichkeit gegeben. Die Veröffentlichung erfolgt Ende 2023.
Schweißtechnische Normung
Im Zusammenhang mit der Schweißer-Prüfung hat das Normungskomitee ISO/TC 44/SC 11 das Normungsprojekt ISO 9606 „Zusammenfassung aller Normenteile“ wegen Zeitüberschreitung neu beantragt. Nun stehen drei weitere Jahre für die Fertigstellung zur Verfügung. Zur internationalen Bewertung von Schweiß-Unregelmäßigkeiten wurde die ISO 5817 bereits im Januar 2023 veröffentlicht. Im Europäischen Komitee für Normung CEN ist diese Norm im März erschienen. In Deutschland ist die Veröffentlichung nun im Juni mit nationalem Vorwort erfolgt. Hinsichtlich der Allgemeintoleranzen für Schweißkonstruktionen wurde die ISO 13920 einer sog. „minor revision“ (kleine Revision) unterzogen. Dabei wurden keine technischen Änderungen vorgenommen.
Bundesfachgruppen Metallbau- und Stahlbau/Schweißen zu Gast bei der Kreishandwerkerschaft Aachen
Tor-Normen
Die ursprünglich 16 Normen zu Toren sind heute in sieben Normen zusammengefasst. Dies steigert die Handhabbarkeit des Normenpakets für die betriebliche Praxis. Behandelt werden die mechanischen Aspekte (EN 12604) und die Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore (EN 12453) sowie Schutzeinrichtungen (EN 12978). Die Produktnorm EN 13241 legt die Leistungseigenschaften von Toren fest. Zudem behandeln die Prüfnormen prEN 12427, 12444 und 12489 die Luftdurchlässigkeit sowie die Widerstände gegen Windlast und eindringendes Wasser.
Stahltragwerke
Die Tragwerksnorm EN 1090-2 ist ergänzt worden. Neben redaktionellen Änderungen wurde Stähle bis S960 mit entsprechenden Regelungen aufgenommen. Aufgeweicht wurden die Bewertungsgruppen für die Ausführungsklassen EXC 1 und EXC 2 (zu kleine Kehlnahtdicke). In Arbeit ist derzeit zudem eine Ergänzung im Hinblick auf die Wiederverwendung von Stahlbaukomponenten.
Schweißrauche
Die EU-Kommission will Schweißrauche zukünftig grundsätzlich als krebserregend einstufen. Dies ist jedoch nach Meinung von Arbeitsmedizinern überzogen, denn zahlreiche Schweißprozesse setzen gar keine krebserregenden Stäube frei. Auf nationaler Ebene wurden daher Beratungen zwischen dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), BGHM und Verbänden durchgeführt. Der neue Formulierungsvorschlag des Lenkungsausschusses, in dem die Vertreter der Mitgliedsländer der Europäischen Union gemeinsam beraten, berücksichtigt dies.
Brandschutz mit feuerverzinktem R30-Stahl
Die Feuerverzinkung von Stahlkonstruktionen verzögert im Brandfall die Materialerwärmung. Dies konnte ZINQ zusammen mit der TU München in Untersuchungen zur Oberflächen-Emissivität nachweisen. Für die Heißbemessung nach DIN EN 1993-1-2 und die DASt-Richtlinie 027 ist die verzögerte Erwärmung vorteilhaft gegenüber einem ungeschützten Bauteil. Besonders wenn korrosive und mechanische Belastungen gleichzeitig auftreten, ist die Feuerverzinkung sinnvoll und nachhaltig, denn zusätzliche passive Brandschutzmaßnahmen werden vermieden. Inzwischen sind verschiedene Projekte für verzinkte Stahlkomponenten realisiert worden. Bei modernen Zink-Aluminiumüberzügen zeigen zudem weitere Untersuchungen, dass die Emissivität bei klein- und großmaßstäblichen Proben im Vergleich zur reinen Zinkbeschichtung nochmals reduziert wird. Detaillierte Ergebnisse werden auf dem Metallkongress am 27./28. Oktober 2023 in Würzburg vorgestellt.
KI-gestützter Ausschreibungscheck und Angebotserstellung
Um das Metallhandwerk zukunftsgerecht aufzustellen, sind branchenwirksame Innovationen und neue Geschäftsmodelle erforderlich. Besonders fehlen neue Methoden und Werkzeuge, damit die Betriebe wirtschaftlich sinnvoll mit der aufkommenden BIM-Methode zur Planung, Bauausführung- und Bewirtschaftungsmethoden im Bauwesen arbeiten können. Prioritär ist dafür aus der Sicht des Metall- und Stahlbauerhandwerks u.a. der Angebots- und Ausschreibungsprozess. Die Prozesse im Metallbau müssen noch stärker digitalisiert werden, um Umsatzproduktivität und Attraktivität für den Nachwuchs zu steigern. In einem FuE-Projekt sollen daher eine KI-gestützte Plattform zur Digitalisierung der Ausschreibungs- und Angebotsprozesse im Bauwesen mit Schwerpunkt zunächst für das Metallhandwerk entwickelt werden. Der Bundesverband Metall unterstützt diese Arbeiten.
Fachregelwerk Metallbauerhandwerk-Konstruktionstechnik
Die 42. Aktualisierung des Fachregelwerkes ist im März 2023 erschienen.
Metallbau-und Stahlbau aktuell
Über den Autor
Reinhard Fandrich (Dr.-Ing.) ist technischer Berater in der gewerbespezifischen Informationstransferstelle beim Bundesverband Metall, Essen.
reinhard.fandrich@metallhandwerk.de
Telefon: +49 (0)201 / 89619-34
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Präsidentenbrief zur Flexibilisierung der Arbeitszeit
Liebe Mitglieder, liebe Metallerinnen und Metaller,
weniger arbeiten bei gleichem Output? Die Vier-Tage-Woche kursiert derzeit verstärkt durch Medien und Parteien. So soll uns schmackhaft gemacht werden, weniger zu arbeiten ist ja auch schön. Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung von Mai dieses Jahres zeigt, dass sich 81 Prozent der Vollzeitbeschäftigten eine Vier-Tage-Woche wünschen. Knapp 73 Prozent geben dabei an, eine Arbeitszeitverkürzung nur bei gleichem Lohn zu wollen. Nur acht Prozent der Erwerbstätigen würden ihre Arbeitszeit auch reduzieren, wenn dadurch das Entgelt geringer ausfiel. 17 Prozent der Befragten lehnen eine Vier-Tage-Woche ab, zwei Prozent haben ihre Vollzeittätigkeit bereits auf vier Tage verteilt. Eine wöchentliche Höchstarbeitszeit in vier Tagen statt eines Acht-Stunden-Tages? Anfreunden kann ich mich damit nicht, denn es kann – so zumindest sagt mir das mein gesunder Menschenverstand – hier nicht ansatzweise aufgehen, dass weniger Arbeitsleistung mehr einbringt. Allein schon vor dem Hintergrund des dramatischen Facharbeiterbedarfs bedeutet das für mich eine gegenläufige Entwicklung für unsere Metallhandwerksbetriebe, die nicht gut gehen kann. Für mich ist das eine Milchmädchen-Rechnung, die zumindest in unserem System so nicht aufgeht.
Aber ja, lasst uns drüber reden. Vielseitige Arbeitszeitmodelle finden in den Unternehmen der Metallbranche ja schon statt. Doch auch nur, weil die Betriebe wegen ihrer Produktionsmöglichkeiten in der Massenfertigung oder im Dienstleistungsbereich ihre hohe Ertragskraft halten können. Sie bilden aber keinen Querschnitt durch das Metallhandwerk, sondern sind Ausnahmeerscheinungen, in unserem Metallhandwerk. Zumal getroffene Zusatzvereinbarungen wie Urlaubsreduzierung oder ähnliche Kompensationen der Öffentlichkeit verschwiegen werden. Was ist mit den Spezialbetrieben, den kleineren Handwerks- und Mittelstandsbetrieben? Da darf eine Arbeitszeitverkürzung nicht zu Lasten der Unternehmen gehen, die sowieso schon wegen drastisch gestiegener Löhne und erdrückenden Lohnnebenkosten unter Druck stehen und unser Gewerk noch weiter ins Abseits drängen.
Die Zeiten haben sich geändert. Gut so. Gut, dass die Zeiten vorbei sind, in denen die Kumpel unter Tage körperlich ausgebeutet wurden. Wie gut, dass mit der Einführung von Gewerkschaften und Sozialversicherungen vor über 150 Jahren die ersten Schritte zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegangen wurden. Wie gut, dass den nachfolgenden Generationen langsam, aber stetig ein Weg bereitet wurde, der in Ansätzen eine Work-Life-Balance und eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht. Und wie schön ist es, wenn jemand Arbeit nicht als Arbeit empfindet. Doch bei allem Wohlstandsdenken und individueller Entfaltung dürfen wir nicht vergessen: Arbeit, in welcher Form auch immer, ist der einzige Weg, wie wir unseren Wohlstand sichern können. Ohne Leistung kein Lohn. Ohne Produktion kein Umsatz. Und das Handwerk produziert nun einmal. Noch dazu bietet es mit all seinen technologischen Entwicklungen durchaus tolle Berufe, die – ja – auch Spaß machen können. Stolz sein zu können auf das Geschaffene – gerade dieser Werkstolz ist eine Stärke der Handwerksberufe. Und mit Blick in die Zukunft sollten wir vielleicht erkennen, dass nicht alles durch Digitalisierung und KIs erledigt werden kann, sondern ein gesundes Gleichgewicht zwischen Mensch und Maschine im Auge behalten werden muss.
In Island gibt es seit 2021 das Recht auf eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn. Vielleicht mag das in einem kleinen Land mit knappen 380.000 Einwohnern und einem überschaubaren Sozial- und Steuersystem funktionieren. Aber bei uns in Deutschland sehe ich das problematisch. Auch das Argument, dass eine Vier-Tage-Woche neue Arbeitsplätze schafft, lasse ich so pauschal nicht gelten. Das tut es ganz sicher, aber eben in Ländern, in denen die Menschen heute schon zwischen 45 und 50 Stunden arbeiten. Wir dürfen die Verhältnismäßigkeit nicht aus dem Auge verlieren. Sagen sogar auch Politiker wie Martin Rosemann (SPD), der in der Vier-Tage-Woche zwar eine Chance sieht, um den Strukturwandel zu bewältigen, allerdings nur in bestimmten Branchen und zeitlich begrenzt. Modelle wie die Vier-Tage-Woche sind nur eines vieler Beispiele flexibilisierter Arbeitszeiten und müssen sich an ihrer Wirtschaftlichkeit messen lassen. Sie dürfen nicht zu Lasten unseres Wohlstandes und derer gehen, die diesen Wohlstand mit Einsatzfreude, Fleiß und Können erarbeiten.
Willi Seiger
Präsident des Bundesverbands Metall
Pressemitteilung – Flexible Arbeitszeiten dürfen nicht zu Lasten der Unternehmen gehen
Pressekontakt:
Karlheinz Efkemann
karlheinz.efkemann@metallhandwerk.de
+49 201/89619-14
Metallhandwerk in Deutschland
Rund 33.000 kleine und mittlere Unternehmen, 22.000 Lehrlinge, 478.000 Mitarbeiter und rund 65 Milliarden € Umsatz. Nicht nur zahlenmäßig und als Arbeitgeber ist das Metallhandwerk unverzichtbar. Metallhandwerk steht für die ganze Vielfalt metallverarbeitender Unternehmen, die unser Industrieland braucht: Maschinenbau, Werkzeugbau, Metall- und Stahlkonstruktionen im Hoch- und Tiefbau, Klimaschutz und Mobilität, öffentliche Infrastruktur und modernes Wohnen.
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Bundesobermeistertag 2023 mit Signalwirkung
Der Bundesobermeistertag 2023 von Münster mit Fokus auf politischem Geschehen.
Am 30. Juni und 1. Juli 2023 trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Metall-Innungen in Münster. Obermeisterinnen und Obermeister diskutierten aktuelle Branchenthemen und informierten sich über Unterstützungsangebote für die Fachorganisation des Metallhandwerks.
Wie im gesamten Handwerk spielt das Thema Nachwuchskräftemangel auch im Metallhandwerk eine große Rolle. Die breit angelegte Let’s Play Metal Kampagne sowie die begleitenden Maßnahmen des Metallverbandes wurden sehr positiv aufgenommen und sind unter www.metallnachwuchs.de einsehbar.
Was die Branche außerdem bewegt, diskutierte Präsident Willi Seiger in einer sehr lebendigen und engagierten Plenumsdiskussion mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Metallinnungen. Am Beispiel von Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und der Diskussion um die Flexibilisierung der Arbeitszeit begrüßten die Innungsverantwortlichen eindeutig das hohe politische Engagement des BVM-Präsidiums bis hin zu Spitzengesprächen mit der Politik. Präsident Seiger hatte dort deutlich gemacht, dass das Lieferkettengesetz im mittelständisch geprägten Metallhandwerk schlichtweg nicht machbar sei. Genauso fordert er, dass eine Flexibilisierung der Arbeitszeit nicht zu Lasten der Unternehmen gehen dürfe. Ein Votum mit Signalwirkung und Einigkeit, die Sensibilisierung der Politik für die Forderungen des Metallhandwerks mit seinen 33.000 Betrieben, 478.000 Beschäftigten und 65 Mrd. € Umsatz als Rückgrat der deutschen Wirtschaft zu verstärken. Dabei seien Innungen, Landesverbände und Bundesverband gleichermaßen gefordert, unterstrich Präsident Willi Seiger.
Wie wichtig die Innungsarbeit dabei ist und wie sich eine Innung dabei strategisch für die Zukunft rüsten kann, präsentierten Andreas Hemmerlein (Obermeister) und Tobias Betz (stv. Obermeister) von der Innung Metallbau und Feinwerktechnik Heilbronn. Die Neuaufstellung der Innung beinhaltete u.a. die nachhaltige Positionierung der Metallinnung als Expertennetzwerk, Wirtschaftskraft und Treiber für die Fachkräftesicherung in der Region, auf Basis zeitgemäßer Kommunikation und Außenwirkung. Damit würden Innungsmitgliedschaft und Mitarbeit im Kollegenkreis attraktiver, unterstrichen die beiden Innungsvorstände. Die Gäste freuten sich, dass sie das Strategiepapier für eigene strukturelle Überlegungen in ihren Innungen zur Verfügung gestellt bekamen.
Das Schwerpunktthema Kreislaufwirtschaft bildete einen weiteren strategischen Schwerpunkt. Lars Baumgürtel, CEO von ZINQ, machte deutlich, wie vielschichtig und tiefgreifend das Thema Nachhaltigkeit für das Metallhandwerk ist und worin die betrieblichen Herausforderungen bestehen. Ergänzend präsentierte der BVM seine Planung, im Rahmen einer groß angelegten Kommunikationsoffensive die klimaschützenden Vorteile des Wertstoffs Metall in der öffentlichen Wahrnehmung zu positionieren. Wie die Metallbetriebe dabei von attraktiven Fördermöglichkeiten profitieren können, präsentierte Frank Butz von Easysub Plus und rundete damit das Thema Nachhaltigkeit mit Blick auf den betrieblichen Nutzen ab.
BVM-Präsident Willi Seiger (li) mit Vizepräsident Thoralf Volkens in der Plenumsdiskussion
BVM-Präsident Willi Seiger: „Dieser Bundesobermeistertag hatte Signalwirkung für unsere Fachorganisation und brachte Rückenwind für unsere Arbeit im Bundesverband Metall. So gerüstet wollen wir die politische Arbeit im Gleichklang mit Innungen, Landesverbänden und dem Bundesverband Metall weiter intensivieren. Ich freue mich dabei auf den intensiven Austausch und die Begleitung durch meine Kolleginnen und Kollegen im Metallverband.“
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