Meldungen

Bundesfachgruppen Metallbautechnik und Stahlbau-Schweißen tagen in Konstanz

Am 16./17. Mai 2024 tagten die Bundesfachgruppen Metallbautechnik und Stahlbau-Schweißen auf Einladung des Unternehmerverbands Baden-Württemberg in Konstanz am Bodensee.
Fast alle Bundesländer waren unter den 25 Teilnehmern vertreten. Die Besichtigung der Metallbau Konzept GmbH und W-I-R & Co. KG in Radolfzell am Bodensee rundete die Veranstaltung ab.
Werkzeugnis 2.2 nach EN 10204. Beim Handel mit Metallprodukten sind Ermittlung und Bestätigung der Konformität mit den kundenseitigen und bauaufsichtlichen Anforderungen wichtig. Dazu legt die Norm EN 10204 verschiedene Arten von Prüfzeugnissen fest. Die Dokumentation ist aufwendig. Nun handelt es sich beim Werkzeugnis 2.2 nach EN 10204 um ein nichtspezifisches Zeugnis. Es basiert auf statistischen Werten. Konkrete Werkstoffeigenschaften des gelieferten Materials lassen sich daraus nicht ableiten. Immer wieder fordern daher einzelne Betriebe die Abschaffung dieses Werkzeugnisses 2.2. Die Arbeitsgruppe „Prüfbescheinigungen“ des BVM hat Vor- und Nachteile des nicht spezifischen Werkzeugnisses im September 2023 unter Leitung von Frank Kania eingehend beraten und kam einstimmig zu der Empfehlung, die unspezifische Prüfbescheinigung beizubehalten. Die BFG schloss sich dieser Empfehlung an.
Brandschutztüren. Am 7. Dezember 2023 hat das DIBt die Mitteilung „Feuerschutzabschlüsse (Innentüren) – Einbau in Wände und Anschluss an Bauteile“ veröffentlicht. Der Hintergrund ist, dass in älteren Bestandsgebäuden die Wände häufig nicht den Vorgaben in den aktuellen Baubestimmungen entsprechen. Der Austausch ist dann nicht ohne Weiteres zulässig. Die o.g. DIBT-Mitteilung behandelt zwar die baurechtliche Genehmigungssituation für diesen Fall, wie dies jedoch betrieblich umgesetzt werden kann, bleibt unklar. Folgendes Vorgehen erscheint sinnvoll:
1. Prüfung der Wände beim Aufmaß vor Ort durch Beprobung oder anhand aussagekräftiger Unterlagen des AG (Auftraggeber). Bei nicht regelkonformen Wänden muss der AN (Auftragnehmer) Bedenken anmelden.
2. Der AG schafft durch bauliche Ertüchtigung oder Vorhaben bezogenen Verwendbarkeitsnachweis durch die oberste Bauaufsichtsbehörde eine Einbausituation, die den regelkonformen Einbau ermöglicht.
Unter Umständen kann erst bei der Montage festgestellt werden, dass der Austausch einer Feuerschutztür aus o.g. Gründen unzulässig ist. Problematisch ist dies bei in Betrieb befindlichen Gebäuden, wenn die brandschutztechnische Notwendigkeit zum unverzüglichen Austausch besteht. Wie hier eine Empfehlung aussehen kann, soll im Nachgang zur Tagung erarbeitet werden.
Digitales Arbeitsschutzmanagement
Seit April 2024 ist der Bundesverband Metall nun auf Empfehlung der Bundesfachgruppen Mitgesellschafter der SIAM Gesellschaft für Arbeitsschutz mbH, Dortmund. Damit sind beste Voraussetzungen zur Etablierung des digitalen Arbeitsschutzmanagement im Metallhandwerk geschaffen. Dies schließt die flächendeckende arbeitsmedizinische Versorgung der Betriebe ein. Alle Mitglieder sind daher aufgerufen mitzuhelfen, die Dienstleistungen der SIAM GmbH in den Informationsfluss des Metallhandwerks einzubinden. Dazu bietet es sich an, dass die Landesverbände und Innungen das Unternehmen zu Info-Veranstaltungen einladen. Nehmen sie bitte dazu gerne mit dem Bundesverband Metall Kontakt auf.

Asbest in Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern (PSF). Die neue Europäische Asbest¬-Richtlinie EU 2023/2668 senkt die für emissionsarmes Arbeiten zulässigen Fasergrenzwerte ab 2029 drastisch ab. Fast allen heute zulässigen emissionsarmen Arbeitsverfahren nach DGUV 201-012 droht damit der Verlust der Zulassung ab dem Jahr 2029. Arbeiten an Asbest im Rahmen von Abbruch, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten nach TRGS 519 wäre dann nur noch durch Gefahrstoffbetriebe rechtssicher möglich. Zurzeit prüfen die Berufsgenossenschaften Möglichkeiten zum Erhalt der emissionsarmen Verfahren.
Parallel dazu schreitet der Abstimmungsprozess zur neuen GefStoffV voran: Gegenwärtig diskutieren die Ressorts der zuständigen Bundesministerien den 4. Referentenentwurf. Die in den ersten Entwürfen noch geplante Mitwirkungs- und Informationspflicht der Immobilienbesitzer soll nun abgeschwächt werden. Die mit der neuen Verordnung beabsichtigte Verschärfung der behördlichen Überwachung PSF-belasteter Immobilien bremst jedoch weiterhin die energetische Sanierung des Gebäudebestands. Denn die Handwerksbetriebe müssen in die Lage versetzt werden, alle dazu erforderlichen Sanierungsarbeiten sicher und zu vertretbaren Kosten auszuführen. Die Berufsgenossenschaften sind hierzu gefordert.
Zirkuläre Kreislaufwirtschaft
Der Digitale Produktpass soll zum entscheidenden Werkzeug der Europäischen Produkt-Politik werden. Denn um Ressourcen zu schonen, müssen Rohstoffe und Produkte durch zirkuläres Wirtschaften intensiver genutzt werden. Dazu soll der digitale Produktpass den Informationsfluss über die Produkte steuern, der Marktüberwachung dienen und gleichzeitig die Investition auf zirkuläres Wirtschaften ausrichten. Die zirkuläre Wirtschaft ist daher neben der Dekarbonisierung ein wesentliches Element für den Klimaschutz. Bei Reparatur, Wiederverwertung, Aufbereitung und Umnutzung von Produkten sind handwerkliche Betriebe zudem in einer zirkulären Wirtschaft systemrelevant. Das gilt auch für das Metallhandwerk. Allerdings müssen die handwerklichen Produzenten vor unverhältnismäßigen Dokumentationspflichten geschützt werden. Zusammen mit SBS, Brüssel, und dem ZDH, Berlin, begleitet der Bundesverband Metall die Transformation zum zirkulären Wirtschaften und vertritt die Interessen kleiner und mittelgroßer Unternehmen (KMU) des Metallhandwerks in den internationalen und europäischen Normungsprozessen.
Nachhaltigkeitsberichtserstattung
Im Zuge der Umsetzung der Europäischen CSRD-Richtlinie (Corporate Sustainability Reporting Directive) werden große Unternehmen einschließlich Banken bis hin zu an der Börse gelisteten KMUs ab 2025 Schritt für Schritt berichtspflichtig zu den Nachhaltigkeitskenngrößen ihres Unternehmens. Zwar sind KMU nicht direkt von dieser Berichtspflicht betroffen. Allerdings müssen Banken und andere große Unternehmen die für die eigene Berichtspflicht erforderlichen Informationen von Vertragspartnern bzw. Zulieferern berücksichtigen. KMU werden dadurch indirekt berichtspflichtig. Dies ist für die Betriebe wichtig, wenn zukünftig Kreditratings an die Ergebnisse der betrieblichen Nachhaltigkeitsberichterstattung gekoppelt werden. Der ZDB testet mit seinen Mitgliedsunternehmen zurzeit verschiedene Berichtstools zum Nachhaltigkeits-Reporting. Erwartet werden Erkenntnisse darüber, welche Tools sich für die Berichtspflichten auch der Metallhandwerksbetriebe eignen. Wir werden weiter berichten.

Solarboom
Der Ausbau der Photovoltaik nimmt vor dem Hintergrund der Energiewende Fahrt auf. Bis 2030 könnte sich die installierte Photovoltaik-Leistung nach Schätzungen verdreifachen, bis 2045 sogar versiebenfachen. Das hängt auch mit dem steigenden Bedarf an elektrischer Energie zusammen. Photovoltaik ist ein klares Wachstumsfeld für den Metallbau, in dem es die Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der verschiedenen Modultypen kreativ zu nutzen gilt.
Gerade die Kombination mit den typischen Stahl- und Metallbau-Produkten eröffnet neue Einsatzfelder. Zu nennen sind z.B. Balkone, Brüstungen, Zäune, Fassaden, Dächer, Carports, Parkplatzüberdachungen, Schnellladestationen, Hallendächer. Hinzu kommen Freiland-PV-, Agri-PV- und Floating PV-Kraftwerke.
Fünf hochkarätige Fachbeiträge zur Photovoltaik beleuchteten Produktbeispiele und Systemlösungen aus der betrieblichen Praxis, die gegenwärtige Genehmigungssituation sowie neue Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten bifazialer Glas-Glas-Module aus dem Hause Bohle. Im Ergebnis erfordert der Einstieg von Betrieben des Metallhandwerks in die Solartechnik gewerkeübergreifendes Arbeiten zwischen Metall-, Stahlbau, Elektrik und Elektronik. Das klassische Anforderungsprofil an den Metallbaubetrieb muss sich daher weiterentwickeln. Welche Zusatzkenntnisse und Voraussetzungen aber benötigen die Betriebe mit Blick auf Modultypen, produktspezifische Konstruktionsvorgaben, Elektronik, normative Vorgaben, Statik, Auslegungsregeln, Genehmigungssituation, Gewerke übergreifende Zusammenarbeit und Planung, um regelkonform und erfolgreich arbeiten zu können? Dies soll im Nachgang der Veranstaltung angegangen werden. Interessenten zur Mitarbeit an diesem Thema sind aufgerufen, mit dem BVM Kontakt aufzunehmen.
Download Artikeldienst Technik – Aus den Bundesfachgruppen Metallbautechnik und Stahlbau
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Über den Autor

Reinhard Fandrich (Dr.-Ing.)
ist technischer Berater in der Fachberatungs- und Informationsstelle beim Bundesverband Metall, Essen.
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Vorstellung des Berufsbilds „Metallhandwerk“

In Kooperation mit dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Essen lud die Metall-Innung Essen Berufsberaterinnen und Berufsberater für die weiterführenden Schulen zu einer Info-Veranstaltung über das Berufsbild Metallhandwerk ein. Nach einer Präsentation durch Markus Marré vom Fachverband Metallhandwerk NRW und einem intensiven Austausch über die Chancen eines beruflichen Einstiegs ins Handwerk konnten die Teilnehmenden unter Anleitung von ÜBL-Meister Sebastian Koch selbst Hand anlegen und einen Handyhalter aus Metall in der Metallwerkstatt im Haus des Handwerks erstellen. Der stellvertretende Innungsobermeister Andreas Sostmann und Geschäftsführer Martin Weber zeigten sich begeistert über das neue Format: „Unser Anliegen, das moderne Handwerk mit seinen zahlreichen Karrieremöglichkeiten für junge Menschen erlebbar zu machen, ist voll aufgegangen. Nun setzen wir darauf, dass die Beraterinnen und Berater ihre gewonnenen Erkenntnisse in ihrem beruflichen Alltag den Schülerinnen und Schülern weitergeben“, sagt Weber. Die Fortsetzung des Formats und eine Erweiterung auf weitere Gewerke sind bereits in der Vorbereitung.

Änderungen im Gerüstbau ab 01.07.2024

Ab dem 1. Juli 2024 dürfen Gerüste grundsätzlich nur noch von in die Handwerksrolle eingetragenen Gerüstbaubetrieben aufgestellt werden, wenn sie von Dritten genutzt werden.

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Berufsschultage ab dem Schuljahr 2024/25 (ab August 2024)

Zum neuen Schuljahr ändern sich die Termine für die Fachklassen der Metallbauer:

1. Ausbildungsjahr2. Ausbildungsjahr3. Ausbildungsjahr4.
Ausbildungsjahr
Halbjahr1212121
1. BerufschultagMontagMontagDienstagMittwochDonnerstagDonnerstagFreitag
2. BerufschultagDienstagMittwochFreitagDonnerstag
(nur für FHR-Schüler:innen)

MegaCAD neuer Kooperationspartner des Bundesverbands Metall

Am 21.05.2024 starteten MegaCAD und der Bundesverband Metall (BVM) in Hamburg ihre Kooperationspartnerschaft. MegaCAD bietet branchenspezifische CAD-Software für Maschinenbau, Blech und Metall und ist anerkannter Lösungspartner im Metallhandwerk. BVM-Hauptgeschäftsführer Markus Jäger: “Wir freuen uns, mit MegaCAD als neuem Partner in enger Kooperation an Services und Lösungen für Betriebe im Metallhandwerk zu arbeiten. Die ersten Ideen sind bereits geboren”.
MegaCAD steht seit vier Jahrzehnten für CAD-Software, die von Anfang an die Nähe zum Nutzer im Fokus hatte. Damit zählt MegaCAD nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den erfahrensten deutschen Softwareherstellern und Entwicklern von CAD-/CAM-Software und Sonderprogrammierungen. Ob für Metall, Maschinenbau oder Blech: MegaCAD bietet leistungsstarke Branchenlösungen, die jeweils explizit und mit den richtigen Werkzeugen auf die Branchen eingehen. Das heißt: Die MegaCAD-Programme zeichnen sich durch ihre effektive und flexible Arbeitsweise aus und sind branchenübergreifend erweiterbar. Alle wichtigen Teilaufgaben des Konstruierens finden bei MegaCAD innerhalb einer Benutzeroberfläche statt: freies Entwerfen, technisches Zeichnen, Parametrisieren von Zeichnungen und Flächen oder die 2D-Ableitungen von 3D-Bauteilen. Durch die Integration der gängigen Schnittstellen lassen sich auch Fremddaten einfach importieren und durch das freie Modellieren vielseitig weiterverarbeiten.
MegaCAD-Geschäftsführer André Kohut: „Unser Ziel ist es, durch die Kooperation mit dem Bundesverband Metall noch praxisorientierter zu entwickeln und damit die Metallbauer bei ihren Konstruktionsaufgaben zu unterstützen.“
MegaCAD Geschäftsführer André Kohut (li) und BVM Hauptgeschäftsführer Markus Jäger besiegeln die Kooperationspartnerschaft
 
Verhandlungsteam: v.l.n.r. Karlheinz Efkemann (BVM), Matthias Heußner (MegaCad), HGF Markus Jäger (BVM), André Kohut, GF MegaCad, GF Jens Brinkmann (WBG/Metallportal)
Download PM Kooperation MegaCAD-BVM
 
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Metallkongress 2024 in Würzburg – jetzt zum Frühbucherpreis anmelden!

Der Metallkongress ist DAS Branchenevent im Metallhandwerk. Der Frühbucherpreis gilt bis zum 15.07.2024.

aktuelle technische und betriebswirtschaftliche Themen, wie Fachkräfte und Nachwuchsakquise, Finanzierungsengpässe, Korrosion an Aluminiumbauteilen etc.
Fachausstellung – Produkte und Dienstleistungen zum Anfassen
Abendveranstaltung – Buffet, Netzwerken und Preisverleihung
Tipp: Attraktives Rahmenprogramm für Begleitpersonen

Tipp: 35 % Mitarbeiter-Rabatt: Der Mitarbeiter-Rabatt setzt eine Anmeldung zum “Regulären Preis” oder “Vorzugspreis” aus demselben Betrieb voraus. Der Mitarbeiter-Rabatt wird ab dem zweiten Ticket gewährt.
Alle Infos und Anmeldung
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Praxishilfe E-Rechnung und Umfrage

Zu Beginn des kommendes Jahres soll schrittweise die E-Rechnung – jedenfalls im B2B-Bereich – verpflichtend eingeführt werden. Unternehmen müssen dann Rechnungen auf elektronischem Wege empfangen und ausstellen.  Sie möchten unsere Services nutzen? Bitte loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein. Sie haben Ihre Login-Daten vergessen? Dann können Sie sich Ihr Passwort zusenden lassen:
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Präsidentenbrief: Keine Steuern auf Überstunden – mehr Netto vom Brutto!

BVM Präsident Willi Seiger: Dem Bundesverband geht es darum, KMU-Betriebe von der mehr als erdrückenden Abgaben- und Steuerlast zu entlasten und für die Beschäftigten mehr Netto vom Brutto zu erreichen.
Mehr Netto vom Brutto: Keine Steuern auf Überstunden
Deutschland schneidet im Ranking auf Platz 22 der Wirtschafts-Staaten ziemlich schlecht ab. Das hat auch Bundesfinanzminister Christian Lindner erkannt. Er ruft nach einer Wirtschaftswende und die funktioniert nur mit einem gesunden Mittelstand und Gesetzen, die uns stärken. Dazu haben wir schon eine Menge Vorschläge gemacht. Unsere Anliegen für weniger Bürokratie und überfordernde Gesetze wie das Lieferkettengesetz haben der Bundesverband Metall und ich in meiner Person Anfang des Jahres in Gesprächen an Wirtschaftsminister Habeck und der FDP-Bundestagsfraktion mit Nachdruck herangetragen. Man zeigte Gesprächsbereitschaft, doch die Mühlen von Politik und Wirtschaft – erschwert durch Interessen von Lobbyisten – mahlen langsam. Doch im produzierenden Gewerbe mahlen sie nun mal schneller, da muss ein Rad ins andere greifen und dazu gehört vor allem eine motivierte Mannschaft. Statt Anreize zu schaffen, kommen immer mehr Gesetze in Gang, die Arbeitende noch mehr belasten. Überstunden sind so ein Thema.
TOP-Fachkräfte müssen nicht noch an der Tankstelle jobben
Dem Bundesverband geht es darum, KMU-Betriebe von der mehr als erdrückenden Abgaben- und Steuerlast zu entlasten, mit dem Ziel mehr Netto vom Brutto für die Beschäftigten zu erreichen. Das würde funktionieren, wenn Überstunden bis zu 520 Euro über die bestehende Regelarbeitszeit hinaus möglich sind. So können wir unsere Leute mit ihrem Know-How in den Betrieben halten und sie hielten nicht noch nach anderen Jobs Ausschau, um mehr dazuzuverdienen. Ich erinnere mich noch an ein Zitat eines Metallunternehmers auf der Handwerksmesse. Er sagte: „Es kann doch nicht sein, dass meine TOP ausgebildeten Fachkräfte bei mir 40 Stunden ableisten und danach ihren Verdienst aufbessern, indem sie an der Tankstelle Zigaretten verkaufen“. Die aktuelle politische Diskussion geht gerade in die völlig falsche Richtung und am Mittelstand vorbei. Darum fordere ich abgabenfreie Überstunden für unsere Mitarbeitenden. Dieser Punkt ist aktuell auch im Zwölf-Punkte-Papier der FDP enthalten.
Forderung, Überstunden abgabenfrei zu machen
Derzeit ist die Ampel-Koalition dabei, bis Juni einen Plan zu erarbeiten, der Deutschland wieder ins Wachstum bringen soll. Aber bitte nicht, ohne uns zu hören. Ich möchte unseren Vorschlag zu den abgabenfreien Überstunden in Berlin gehört wissen. Jetzt hat Finanzminister Christian Lindner vorgelegt, nur Überstunden von Vollzeit-Beschäftigten steuerfrei zu machen. Die SPD und Gewerkschaften laufen dagegen Sturm mit den unterschiedlichsten Argumenten. Lindner schlägt vor, eine begrenzte Anzahl von Überstunden von der Lohnsteuer zu befreien sowie hier beschäftigten ausländischen Fachkräften in den ersten drei Jahren ihrer Erwerbstätigkeit einen Steuernachlass zu gewähren. Aber das kann nicht alles sein.
Vorschlag nur für Vollbeschäftigte greift nicht umfänglich
Paradox ist, dass trotz einer anhaltend schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2023 insgesamt 46,2 Millionen Personen erwerbstätig waren. Das ist Rekord. Allerdings war die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden so niedrig wie noch nie. Die Gründe liefert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): sehr hoher Krankenstand, wenige Überstunden und eine Rekordzahl bei den Teilzeitbeschäftigten. Das geleistete Arbeitsvolumen war um 0,8 Prozent geringer als 2019 und wurde von 1,5 Prozent mehr Erwerbstätigen erbracht.
Wesentlicher Grund ist der Trend zur Teilzeit: Die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten (39 Prozent) stieg um 1,6 Prozent und damit weit stärker als die der Vollzeitbeschäftigten mit 0,4 Prozent. Sehen muss man auch, so wie es das Handelsblatt in einer seiner jüngsten Ausgaben schreibt, dass sich die tariflich vereinbarten Arbeitszeiten in den vergangenen zwei Dekaden trotz kräftig gestiegener Löhne kaum geändert haben. Im Jahr 2022 arbeiteten Vollzeiterwerbstätige effektiv 40,4 Stunden und damit eine Stunde weniger als vor 30 Jahren. Gleichzeitig verdoppelte sich der Anteil der in Teilzeit Beschäftigten, was die durchschnittliche Wochenarbeitszeit spürbar sinken ließ.
Leute und Know-How im Betrieb halten
Den individuellen Wünschen nach mehr Freizeit könnte die Regierung begegnen, indem sie Anreize setzt, um Arbeit im Vergleich zur Freizeit attraktiver zu machen. Ein Ansatz wäre, wie wir es bereits formuliert haben, die Differenz zwischen Brutto- und Nettoeinkommen zu reduzieren. Weitere Schritte könnten Steueranreize für ausländische Fachkräfte, eine steuerliche Förderung für Unternehmen, die ältere Menschen beschäftigen oder eine an die Inflation angepasste Einkommensteuer sein. So aber wird sich der Arbeits- und Fachkräftemangel noch verschärfen. Die Standardparole „Leistung muss sich wieder lohnen“ lässt sich da angesichts komplexer demografischer und gesellschaftlicher Unwuchten, steuerlicher und sozialversicherungstechnischer Belastungen nicht so einfach so umsetzen. Auch hier möchte ich wieder das Handelsblatt heranziehen, das schreibt: „Was der deutschen Volkswirtschaft wirklich helfen würde, wären Reformen mit dem Ziel, den Rückgang des Arbeitsangebots zumindest zu stoppen oder besser diesen Trend gar umzukehren. Für solch mutige Reformen braucht es Konsens zwischen den Regierungspartnern – anstatt Provokationen, Misstrauen und Dauerstreit.
Ich freue mich auf Eure Meinung und Unterstützung. Lasst uns das Handwerk wieder stärker machen.
Euer Willi Seiger
Präsident des Bundesverbandes Metall
Download Präsidentenbrief – Keine Steuern auf Überstunden
Foto: Jens Nieth
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Metall Bau[t] Zukunft – Fachkräfteinitiative nimmt Fahrt auf

Die Fachkräfteinitiative Metall baut Zukunft (MBZ) und die Partnerschaft mit dem Bundesverband Metall wurden am 7.4.24 auf der OMR 2024 in Hamburg vorgestellt. OMR steht für “Online Marketing Rockstars” und ist eine Hamburger Firma, die andere Unternehmen in Online-, Software- und Podcast-Fragen berät.  Die Messe ist die größte Wissens- und Inspirationsplattform für die Digital- und Marketingszene in Europa. Ralf Hauser vom MBZ-Kampagnenbüro: “Am 07.04. durften wir bei einem ganz besonderen Event auftreten. Wir freuen uns sehr, MBZ und die BVM Partnerschaft in Hamburg auf der OMR vorstellen zu dürfen und damit noch stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken”. Die Vorstellung erfolgte in einer Masterclass vor ca. 300 Marketingverantwortlichen aus ganz Deutschland.
Herzstück der Initiative ist – neben einer lauten, aufmerksamkeitsstarken Medienpräsenz – die Einbindung eines Bewerbungsportals mit einer Schnittstelle zur Arbeitsagentur für Arbeit, um gezielt möglichst den gesamten Stellenmarkt ins Visier zu nehmen und den eigenen Betrieb und die offenen Stellen sichtbar zu machen. Zum mitgelieferten Instrumentenbaukasten (MBZ-Toolbox) gehören Werbemittelpakete für die eigene Kommunikation, Social Media Content, Imagefilme und mehr, um für das Metallhandwerk zu begeistern.
Metall Bau[t] Zukunft – Gemeinsam für Fachkräfte im Metallhandwerk – Vorteilspreis für Verbandsmitglieder!
Zur Kampagne:

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Aktualisierte Tore-Richtlinie veröffentlicht!

Die Tore-Richtlinie aus dem Jahr 2016 wurde aktualisiert und neu aufgelegt. Wir zeigen Ihnen, was zu beachten ist und wie Sie dabei am besten vorgehen.

Baut oder bearbeitet Ihr Betrieb individuelle Torobjekte? Dann gelten Sie als Hersteller. Damit Sie alles im Blick haben, erläutert der Bundesverband Metall in der Tore-Richtlinie systematisch und anschaulich die Schritte zur korrekten Umsetzung der Normen, Vorschriften und Richtlinien. Die aktualisierte Version der Tore-Richtlinie wurde redaktionell überarbeitet mit zum Teil neuem Bildmaterial bzw. überarbeiteten Zeichnungen. Zudem wurden Anpassungen an die Neufassungen der DIN EN 12453 und DIN EN 12604 vorgenommen.
Der Bundesverband Metall empfiehlt, jede Toranlage im Detail mit den Auftraggebern und Lieferanten zu planen. Dabei haben Metallbauer, Kunden und Zulieferer für Antriebs- und Sicherheitstechnik ein gemeinsames Ziel – sie wollen sichere und funktionstüchtige Anlagen. Als Torbauer sind Sie für die Sicherheit der gesamten Anlage zuständig, auch wenn Sie beispielsweise nur einen Antrieb nachrüsten. Sie müssen die Torparameter für die Planung und Risikobeurteilung kennen und sind zudem für die CE-Kennzeichnung zuständig.
Mustererklärungen und Checklisten machen die Tore-Richtlinie zu einem umfassenden Begleiter im Metallbau – von der Planung bis zur Umsetzung, damit Sie beim Torbau nichts übersehen. So schützen Sie sich vor möglichen (haftungs-) rechtlichen und finanziellen Folgen durch nachweisliche Mängel oder einfach formelle Versäumnisse.
Preis:
Tore-Richtlinie 2024, „Drehflügel und Schiebetore aus Metall“, 56 Seiten
Vorzugspreis für Innungsmitglieder: 89,- € zzgl. MwSt. inkl. digitalem Flipbook auf metallportal.de.
Bestellung: www.metallportal.de
Hinweis zur Bestellung: Eine Neuregistrierung für Innungsmitglieder ist nicht erforderlich. Die bekannten Zugangsdaten von metallundmehr.net oder metallhandwerk.de gelten ebenfalls auf metallpor-tal.de. Einfach mit Mitgliedsnummer einloggen und von den Vorteilen als Innungsmitglied profitieren.
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Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Karsten Zimmer, E-Mail: karsten.zimmer@metallhandwerk.de
Gewerbespezifische Informationstransferstelle beim Bundesverband Metall, Essen.
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METALL – INNUNG ESSEN

Die Metall – Innung Essen ist die Interessensvertretung metallverarbeitener Handwerksbetriebe in Essen.

Wir bieten unseren Mitgliedern unterschiedliche Leistungen, von branchenspezifischen Informationen, über Dienst- und Serviceleistungspakete bis zur Unterstützung bei der Mitarbeiter- / Auszubildenen-Suche.

GESCHÄFTSSTELLE

Kreishandwerkerschaft Essen

Haus des Handwerks

Katzenbruchstr. 71

45141 Essen

0201 - 32008-0

0201 - 32008-19

info@metallhandwerk-essen.de

Metall - Innung Essen