Die Betriebe im Metallhandwerk sind auf eine reibungslose Geschäftsabwicklung angewiesen.
Hierzu zählt auch die Möglichkeit, Ansprüche schnell und sicher durchsetzen zu können. Zwar gibt es im Vertragsrecht viele Möglichkeiten für Werkunternehmer, die Forderungen zu sichern. Aber Verzögerungen bei der Durchsetzung von Ansprüchen (z. B. Zahlungsverzug, Vertragsverletzungen) können für Betriebe existenzbedrohend sein, da diese meist mit engen Margen und hohen Lohn- und Materialkosten in komplexen Geschäftsfeldern arbeiten. Insbesondere in Sachen Digitalisierung, Zugänglichkeit der Justiz und Verfahrenseffizienz gibt es noch viel zu tun. Mehr Digitalisierung, spezialisierte Zivilkammern, moderne Kommunikationsformen und beschleunigte Verfahren durch verfahrensfördernde Maßnahmen sind einige der Aspekte.
Fristen einführen, Transparenz erhöhen
Verlässliche zeitliche Abläufe sowie Bearbeitungsfristen, transparente Verfahren und einfache Verfahrensregeln erhöhen das Vertrauen in die Gerichtsbarkeit und führen zu abschätzbaren Risiken für die betroffenen Unternehmen.
Technologische Lösungen
Die Digitalisierung muss auch in der Gerichtsbarkeit eine zentrale Rolle spielen, um Prozesse zu beschleunigen. Dies ist besonders relevant für das Metallhandwerk, das selbst zunehmend auf digitale Technologien setzt. Eine echte digitale Gerichtsakte, Online-Schlichtungsstellen und Datenbanken mit einem einfachen Zugriff auf relevante Informationen für die Unternehmen wären eine deutliche Verbesserung und Entlastung.
Spezialisiert Gerichte
Im Metallhandwerk gibt es spezifische rechtliche Herausforderungen, etwa bei Werkverträgen, Garantien oder Haftungsfragen bei Maschinen und Anlagen. Im Vergaberecht sollte eine bundeseinheitliche Möglichkeit geschaffen werden, bereits in Verfahren unterhalb der Schwellenwerte Primärrechtsschutz zu erlangen. Daher ist es zu begrüßen, dass bereits ein Gesetzentwurf existiert, der die landgerichtliche Zuständigkeit für den “Primärrechtsschutz im Unterschwellenbereich” sowie für Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit Vergabeverfahren vorsieht.
BVM-Präsident Willi Seiger: Für unsere klein- und mittelständischen, oftmals familiengeführten Metallbetriebe müssen die Verfahren durchgängig digitaler angepasst werden. Oftmals sind Prozesse zu komplex und ressourcenintensiv, was kleinere Handwerksbetriebe besonders fordert. Abhilfe würde hier eine Vereinfachung der Verfahrensregeln, insbesondere für kleinere Streitwerte, bringen.
PRESSEMITTEILUNG Gerichtsbarkeit beschleunigen
Der Beitrag BVM zur Bundestagswahl: Gerichtsbarkeit beschleunigen! erschien zuerst auf Metallhandwerk.
Neufassung der ISO 9606 Schweißerprüfung
Die Reihe der Schweißerprüfungsnormen ISO 9606ff wird zurzeit überarbeitet.
Der internationale Normenausschuss ISO/TC 44/SC 11 „Qualification requirements for welding and allied processes personnel“, sowie der deutsche Spiegelausschuss NA 092-00-02 AA „Qualifizierung von Personal für das Schweißen und verwandte Verfahren“ überarbeiten z.Z. die Reihe der Schweißerprüfungsnormen ISO 9606ff mit dem Ziel, alle Teile der Norm in einer neuen ISO 9606 zusammenzufassen. Dieser Beschluss wurde 2018 auf der ISO-Sitzung in Miami gefasst.
Im Jahr 2019 wurde das neue Projekt ISO 9606 bei der International Organization for Standardization (ISO) angemeldet.
Aufgrund der Vielzahl von technischen Änderungen hat der Normenausschuss ISO/TC 44/SC 11 auf der Sitzung im Jahr 2023 entschieden, das Projekt wegen der Zeitüberschreitung (48 Monate Bearbeitungszeit pro Norm bei ISO) zu löschen und bei ISO ein neues Normungsvorhaben zu beantragen. Dass gibt dem Normungsausschuss Zeit, die ISO 9606 weiter zu bearbeiten.
Die Veröffentlichung der Norm bei ISO ist für 2026 vorgesehen. Anschließend wird die Norm dann von den Europäischen Gremien bei CEN und dem nationalen Gremium bei DIN übernommen. Mit der deutschen Veröffentlichung der DIN EN ISO 9606 können wir also zum Jahreswechsel 2026/2027 rechnen. Der momentane Stand des Entwurfes sieht vor, alle Werkstoffe in nur einem Hauptteil zu behandeln.
Dazu werden die Teile
ISO 9606-1 „Stähle“
ISO 9606-2 „Aluminium“
ISO 9606-3 „Kupfer“
ISO 9606-4 „Nickel“
ISO 9606-4 „Titan und Zirkonium“
zusammengeführt und die wesentlichen Einflussgrößen, die Geltungsbereiche, die Prüfstücke und Prüfverfahren vereinheitlicht und neu geregelt.
Auch die Zusatzwerkstoffe bekommen neue, einheitliche Bezeichnungen.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Stahl werden FE1 bis FE5 lauten. Die heutige Werkstoffgruppe FM6 wird den Nickelwerkstoffen zugeschlagen.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Aluminium werden AL1 bis AL5 lauten.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Kupfer werden CU1 bis CU7 lauten.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Nickel werden NI1 bis NI6 lauten.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Titan werden TI0 bis TI8 lauten.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Zirkonium werden ZR1 und ZR2 lauten.
Weiterhin werden in der neuen Norm wieder Beispiele für die Bezeichnung von Schweißerprüfungen genannt. Über die Anzahl der Beispiele und darüber welche Beispiele aufgenommen werden, muss der Normenausschuss noch entscheiden. Der deutsche Vorschlag den Prozess 52 „Laserstrahlschweißen“ für Laser-Hand-Schweißen in die Norm aufzunehmen, wurde positiv aufgenommen.
Hilfreich für die Anwender ist die neue Tabelle 19, die den Geltungsbereich einer Stumpfnahtschweißung mit einem zusätzlichen Kehlnahtprüfstück aufzeigt. Diese Tabelle ist sehr viel einfacher zu lesen als der Text unter Absatz 5.4 d der Norm. Wenn z. B. ein Betrieb eine Schweißerprüfung für eine Stumpfnaht in Position PE (Überkopf) ablegt und zusätzlich ein 10 mm dickes, einlagiges Kehlnahtprüfstück in Position PB schweißt, umfasst der Gültigkeitsbereich der Kehlnaht die Positionen PA, PB, PC, PD und PE. Dieses kann zu erheblichen Kostenminderungen bei den Schweißprüfungen führen.
Neu in der zukünftigen ISO 9606 sind Farbaufnahmen für Anlauffarben bei Titan und Zirkonium. Die Aufnahmen stammen aus einer Veröffentlichung der American Welding Society (AWS). Die neuen ISO-Regeln zur Gestaltung von Normen lassen jetzt auch Farbabbildungen in einer Norm zu.
Die neue ISO 9606 wird voraussichtlich ca. 60 Seiten umfassen und hat damit ein paar Seiten mehr als die heutige DIN EN ISO 9606-1 (45 Seiten).
Frank Kania ist deutscher Delegierter im Normenausschuss ISO/TC 44/SC 11 „Qualification requirements for welding and allied processes personnel“.
DOWNLOAD Artikeldienst Technik – Neufassung der ISO 9606 Schweißerprüfung
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Autor: Dipl.-Ing. Frank Kania ist technischer Berater in der Fachberatungs- und Informationsstelle beim Bundesverband Metall in Essen
Kontakt:
Telefon: +49 (0)201 / 89619-16
frank.kania@metallhandwerk.de
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Fordern und Fördern – Bildung und Arbeitsmarkt gestalten
Im Vorfeld der Bundestagswahl adressiert der Bundesverband Metall (BVM) seine Forderungen an die Politik hinsichtlich Bildung und Arbeitsmarkt.
Wer eine Ausbildung hat, ist deutlich weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als Personen ohne Berufsabschluss. In der Regel ist der erfolgreiche Abschluss der allgemeinbildenden Schule die Voraussetzung zum Erlernen eines Berufs. Jährlich verlassen 50.000 junge Menschen die allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss. Das sind fast 7 % eines Jahrgangs.
Das Metallhandwerk fordert die gezielte Förderung schon im Kindesalter, damit den Weg für eine solide Grundbildung geebnet wird, der Beginn der Förderung sollte schon vor und in der Grundschule liegen. Die Förderung darf jedoch nicht in der 5. Klasse aufhören. Die Ergebnisse der Pisa-Studien stützen diese Forderung. Aber auch der weitere Verlauf der Bildungsbiografie muss im Fokus bleiben. Ein falsches Signal ist die Kürzung bei den Maßnahmen zur Verbesserung der Berufsorientierung um fast 2 Mio. Euro. Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss.
Ende 2023 gab es in Deutschland rund 626.000 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren, die sich weder in Schule noch in Beschäftigung, Ausbildung oder Studium befanden. Zur Verringerung dieser hohen Zahl sind Maßnahmen entlang der gesamten Bildungslaufbahn notwendig:
Im Schulsystem sollte der Fokus auf der Früherkennung und Förderung von gefährdeten Kindern und Jugendlichen liegen.
Im Bereich der Ausbildung gilt es, möglichst vielen Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung zu geben und sie dabei zu unterstützen.
In der Weiterbildung sind mehr Teilqualifizierungs- und Nachqualifizierungsangebote notwendig, um insbesondere Ungelernten den Weg zu einem regulären Berufsabschluss zu ebnen.
Der BVM fordert, dass Schulabgängerinnen und Schulabgänger bei der Wahl des passenden Berufs unterstützt werden. Die Bildung endet allerdings auch nicht mit dem Berufsabschluss. Im Hochtechnologie-Land Deutschland muss man von Erwerbstätigen erwarten dürfen, dass sie sich gezielt fortbilden. Denn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen mit ihrem Wissen und ihren Fertigkeiten auf der Höhe der Zeit und der Technik bleiben.
Zugleich ist in Zeiten des akuten Fachkräftebedarfs kein Platz für restriktiven Zugang zum Arbeitsmarkt. Zugewanderte Menschen müssen schnelleren Zugang zu einer Arbeitserlaubnis erhalten, um ihren Lebensunterhalt selbst auf legalem Weg erwirtschaften zu können. Dann stehen sie den Unternehmen als Arbeitskräfte zur Verfügung und bereichern die Wirtschaft mit interkulturellen Kompetenzen. Neben der Forderung nach Eigeninitiative ist hier Förderung durch Sprach- und Fortbildungsangebote zu gewähren.
BVM-Präsident Willi Seiger: „Fordern und Fördern ist gefragt. Von der frühen Bildung bis zur Fachkräftequalifikation. Wer sich anstrengt, muss Unterstützung erhalten. Und wer arbeiten will, soll auch arbeiten dürfen. Unter den Fachkräften in unseren Unternehmen sind eine ganze Menge Menschen aus aller Welt. Damit das noch mehr werden und zuwanderungswillige Fachkräfte in unseren Unternehmen arbeiten, ist es wichtig, dass die Politik uns dabei unbürokratisch unterstützt.“
Schließlich muss die Kinderbetreuung weiter ausgebaut werden. Anspruch auf Kinderbetreuung gibt es bereits, häufig genug ist dieser schwer durchsetzbar. Wir fordern ein flächendeckendes und verlässliches Betreuungssystem, das insbesondere den weiblichen Fachkräften die Möglichkeit gibt, ihre Erwerbstätigkeit auch in der Familienphase fortzusetzen. Der jahrelange Ausfall von gut ausgebildeten Frauen wird so vermieden und die Sozialkassen werden durch Beitragszahlungen entlastet.
Der Bundesverband Metall vertritt die Interessen des Metallhandwerks in Deutschland mit 33.000 Betrieben, 478.000 Beschäftigten und rund 65 Mrd. € Umsatz.
PRESSEMITTEILUNG Fordern und Fördern
Pressekontakt:
karlheinz.efkemann@metallhandwerk.de
0201/89619-0
Foto: BVM
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Signal Iduna Partnernews: Cybersicherheit bleibt ein drängendes Thema
Kleine und mittelständische Betriebe sind kaum auf Cyberattacken und deren Folgen vorbereitet.
Eine im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführte Forsa-Umfrage unter 300 Entscheidern und IT-Verantwortlichen zeigt, dass zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen ihre IT-Sicherheit schleifen lassen.
So kümmern sich über 70 Prozent der Unternehmen und Betriebe weder ausreichend darum, ihre Daten zu sichern, noch darum, ihre Software auf einem aktuellen Stand zu halten. Zudem ist mehr als die Hälfte der kleinen und mittelständischen Betriebe nicht auf mögliche Cyberattacken vorbereitet. Laut der Umfrage brauchte jedes dritte gehackte Unternehmen vier Tage oder länger, um den Angriff zu stoppen und die IT-Systeme wieder herzustellen. Nur ein Viertel war noch am selben Tag wieder arbeitsfähig. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass der Schaden damit unter Umständen nicht komplett behoben ist, da Cyberkriminelle vielleicht sogar Zugriff auf Geschäfts-, Kunden- und Mitarbeiterdaten erhalten haben. Sollte das der Fall sein, kann der Angriff ganz andere Dimensionen einnehmen. Insgesamt berichtete jedes vierte befragte Unternehmen, schon Opfer eines erfolgreichen Cyberangriffs gewesen zu sein.
Erstaunlich ist angesichts dieser Tatsachen, dass nach wie vor rund 66 Prozent der befragten Betriebe nur ein geringes Risiko für sich selbst sehen. Und so stagniert die IT-Sicherheit in deutschen Betrieben seit Jahren auf einem eher unzureichenden Niveau. Echte Fortschritte zur Verteidigung der eigenen Daten erfolgen nicht wirklich. Ob Gefahren wie Phishing, die Verschlüsselung von Daten oder Attacken auf Home-Office-Arbeitende: Präventions- und Schutzmaßnahmen für die eigene IT sollten als wichtiges „Projekt“ für 2025 eingestuft werden.
Nicht erst handeln, wenn es schon zu spät ist
Bildnachweis: Getty Images
SIGNAL IDUNA bietet mit dem SI Cyberschutz ein leistungsstarkes Produkt an, das auch den Präventionsaspekt berücksichtigt. So sind die Dienstleistungs- und Schulungsangebote von Perseus, dem Kooperationspartner von SIGNAL IDUNA, fest in der Leistungspalette verankert. Betriebe, die ihre Beschäftigten durch Perseus regelmäßig zum Thema „IT-Sicherheit“ schulen lassen oder sich einem jährlichen Sicherheitscheck unterziehen, profitieren doppelt. Sie verringern einerseits das Risiko, Opfer einer Cyberattacke zu werden. Andererseits senken sie damit ihre Selbstbeteiligung im Schadenfall.
Kommt es für Versicherte tatsächlich zu einem Cyberangriffs sind beispielsweise auch Schäden versichert, die eintreten, weil Beschäftigte durch eigene Smartphones oder Tablets ein Virus ins Firmennetzwerk eingeschleust haben. Auch Betriebsunterbrechungen, weil Cloudspeicher infolge eines Cyberangriffs auf den Dienstleister ausfallen, sind bis zur vereinbarten Versicherungssumme abgedeckt. Stehlen Cyberkriminelle Waren oder etwa durch fingierte Transaktionen Gelder, so springt der SI Cyberschutz bis zu einer Höhe von 100.000 Euro ein.
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BVM zur Bundestagswahl: Gerichtsbarkeit beschleunigen!
Die Betriebe im Metallhandwerk sind auf eine reibungslose Geschäftsabwicklung angewiesen.
Hierzu zählt auch die Möglichkeit, Ansprüche schnell und sicher durchsetzen zu können. Zwar gibt es im Vertragsrecht viele Möglichkeiten für Werkunternehmer, die Forderungen zu sichern. Aber Verzögerungen bei der Durchsetzung von Ansprüchen (z. B. Zahlungsverzug, Vertragsverletzungen) können für Betriebe existenzbedrohend sein, da diese meist mit engen Margen und hohen Lohn- und Materialkosten in komplexen Geschäftsfeldern arbeiten. Insbesondere in Sachen Digitalisierung, Zugänglichkeit der Justiz und Verfahrenseffizienz gibt es noch viel zu tun. Mehr Digitalisierung, spezialisierte Zivilkammern, moderne Kommunikationsformen und beschleunigte Verfahren durch verfahrensfördernde Maßnahmen sind einige der Aspekte.
Fristen einführen, Transparenz erhöhen
Verlässliche zeitliche Abläufe sowie Bearbeitungsfristen, transparente Verfahren und einfache Verfahrensregeln erhöhen das Vertrauen in die Gerichtsbarkeit und führen zu abschätzbaren Risiken für die betroffenen Unternehmen.
Technologische Lösungen
Die Digitalisierung muss auch in der Gerichtsbarkeit eine zentrale Rolle spielen, um Prozesse zu beschleunigen. Dies ist besonders relevant für das Metallhandwerk, das selbst zunehmend auf digitale Technologien setzt. Eine echte digitale Gerichtsakte, Online-Schlichtungsstellen und Datenbanken mit einem einfachen Zugriff auf relevante Informationen für die Unternehmen wären eine deutliche Verbesserung und Entlastung.
Spezialisiert Gerichte
Im Metallhandwerk gibt es spezifische rechtliche Herausforderungen, etwa bei Werkverträgen, Garantien oder Haftungsfragen bei Maschinen und Anlagen. Im Vergaberecht sollte eine bundeseinheitliche Möglichkeit geschaffen werden, bereits in Verfahren unterhalb der Schwellenwerte Primärrechtsschutz zu erlangen. Daher ist es zu begrüßen, dass bereits ein Gesetzentwurf existiert, der die landgerichtliche Zuständigkeit für den “Primärrechtsschutz im Unterschwellenbereich” sowie für Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit Vergabeverfahren vorsieht.
BVM-Präsident Willi Seiger: Für unsere klein- und mittelständischen, oftmals familiengeführten Metallbetriebe müssen die Verfahren durchgängig digitaler angepasst werden. Oftmals sind Prozesse zu komplex und ressourcenintensiv, was kleinere Handwerksbetriebe besonders fordert. Abhilfe würde hier eine Vereinfachung der Verfahrensregeln, insbesondere für kleinere Streitwerte, bringen.
PRESSEMITTEILUNG Gerichtsbarkeit beschleunigen
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Signal Iduna Partnernews: Cybersicherheit bleibt ein drängendes Thema
Kleine und mittelständische Betriebe sind kaum auf Cyberattacken und deren Folgen vorbereitet.
Eine im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführte Forsa-Umfrage unter 300 Entscheidern und IT-Verantwortlichen zeigt, dass zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen ihre IT-Sicherheit schleifen lassen.
So kümmern sich über 70 Prozent der Unternehmen und Betriebe weder ausreichend darum, ihre Daten zu sichern, noch darum, ihre Software auf einem aktuellen Stand zu halten. Zudem ist mehr als die Hälfte der kleinen und mittelständischen Betriebe nicht auf mögliche Cyberattacken vorbereitet. Laut der Umfrage brauchte jedes dritte gehackte Unternehmen vier Tage oder länger, um den Angriff zu stoppen und die IT-Systeme wieder herzustellen. Nur ein Viertel war noch am selben Tag wieder arbeitsfähig. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass der Schaden damit unter Umständen nicht komplett behoben ist, da Cyberkriminelle vielleicht sogar Zugriff auf Geschäfts-, Kunden- und Mitarbeiterdaten erhalten haben. Sollte das der Fall sein, kann der Angriff ganz andere Dimensionen einnehmen. Insgesamt berichtete jedes vierte befragte Unternehmen, schon Opfer eines erfolgreichen Cyberangriffs gewesen zu sein.
Erstaunlich ist angesichts dieser Tatsachen, dass nach wie vor rund 66 Prozent der befragten Betriebe nur ein geringes Risiko für sich selbst sehen. Und so stagniert die IT-Sicherheit in deutschen Betrieben seit Jahren auf einem eher unzureichenden Niveau. Echte Fortschritte zur Verteidigung der eigenen Daten erfolgen nicht wirklich. Ob Gefahren wie Phishing, die Verschlüsselung von Daten oder Attacken auf Home-Office-Arbeitende: Präventions- und Schutzmaßnahmen für die eigene IT sollten als wichtiges „Projekt“ für 2025 eingestuft werden.
Nicht erst handeln, wenn es schon zu spät ist
Bildnachweis: Getty Images
SIGNAL IDUNA bietet mit dem SI Cyberschutz ein leistungsstarkes Produkt an, das auch den Präventionsaspekt berücksichtigt. So sind die Dienstleistungs- und Schulungsangebote von Perseus, dem Kooperationspartner von SIGNAL IDUNA, fest in der Leistungspalette verankert. Betriebe, die ihre Beschäftigten durch Perseus regelmäßig zum Thema „IT-Sicherheit“ schulen lassen oder sich einem jährlichen Sicherheitscheck unterziehen, profitieren doppelt. Sie verringern einerseits das Risiko, Opfer einer Cyberattacke zu werden. Andererseits senken sie damit ihre Selbstbeteiligung im Schadenfall.
Kommt es für Versicherte tatsächlich zu einem Cyberangriffs sind beispielsweise auch Schäden versichert, die eintreten, weil Beschäftigte durch eigene Smartphones oder Tablets ein Virus ins Firmennetzwerk eingeschleust haben. Auch Betriebsunterbrechungen, weil Cloudspeicher infolge eines Cyberangriffs auf den Dienstleister ausfallen, sind bis zur vereinbarten Versicherungssumme abgedeckt. Stehlen Cyberkriminelle Waren oder etwa durch fingierte Transaktionen Gelder, so springt der SI Cyberschutz bis zu einer Höhe von 100.000 Euro ein.
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Umfrage zum Thema Demografie in den Betrieben
Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) plant einen Praxisleitfaden zur Demografie in den Betrieben.
INQA plant eine Handlungsleitfaden zu erstellen, der praxisnahe Tipps und Hilfestellungen beim Umgang mit dem demografischen Wandel im betrieblichen Alltag gibt. Bitte nehmen Sie bis zum 16. März 2025 an ideser Umfrage teil (Dauer ca. 5 Minuten). Ihre anonymen Antworten helfen, einen (digitalen) Handlungsleitfaden mit praxisnahe Tipps und Hilfestellungen zielgenau zu erstellen. Der ZDH ist Partner der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).
Zur Umfrage
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Neufassung der ISO 9606 Schweißerprüfung
Die Reihe der Schweißerprüfungsnormen ISO 9606ff wird zurzeit überarbeitet.
Der internationale Normenausschuss ISO/TC 44/SC 11 „Qualification requirements for welding and allied processes personnel“, sowie der deutsche Spiegelausschuss NA 092-00-02 AA „Qualifizierung von Personal für das Schweißen und verwandte Verfahren“ überarbeiten z.Z. die Reihe der Schweißerprüfungsnormen ISO 9606ff mit dem Ziel, alle Teile der Norm in einer neuen ISO 9606 zusammenzufassen. Dieser Beschluss wurde 2018 auf der ISO-Sitzung in Miami gefasst.
Im Jahr 2019 wurde das neue Projekt ISO 9606 bei der International Organization for Standardization (ISO) angemeldet.
Aufgrund der Vielzahl von technischen Änderungen hat der Normenausschuss ISO/TC 44/SC 11 auf der Sitzung im Jahr 2023 entschieden, das Projekt wegen der Zeitüberschreitung (48 Monate Bearbeitungszeit pro Norm bei ISO) zu löschen und bei ISO ein neues Normungsvorhaben zu beantragen. Dass gibt dem Normungsausschuss Zeit, die ISO 9606 weiter zu bearbeiten.
Die Veröffentlichung der Norm bei ISO ist für 2026 vorgesehen. Anschließend wird die Norm dann von den Europäischen Gremien bei CEN und dem nationalen Gremium bei DIN übernommen. Mit der deutschen Veröffentlichung der DIN EN ISO 9606 können wir also zum Jahreswechsel 2026/2027 rechnen. Der momentane Stand des Entwurfes sieht vor, alle Werkstoffe in nur einem Hauptteil zu behandeln.
Dazu werden die Teile
ISO 9606-1 „Stähle“
ISO 9606-2 „Aluminium“
ISO 9606-3 „Kupfer“
ISO 9606-4 „Nickel“
ISO 9606-4 „Titan und Zirkonium“
zusammengeführt und die wesentlichen Einflussgrößen, die Geltungsbereiche, die Prüfstücke und Prüfverfahren vereinheitlicht und neu geregelt.
Auch die Zusatzwerkstoffe bekommen neue, einheitliche Bezeichnungen.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Stahl werden FE1 bis FE5 lauten. Die heutige Werkstoffgruppe FM6 wird den Nickelwerkstoffen zugeschlagen.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Aluminium werden AL1 bis AL5 lauten.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Kupfer werden CU1 bis CU7 lauten.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Nickel werden NI1 bis NI6 lauten.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Titan werden TI0 bis TI8 lauten.
Die Bezeichnungen der Werkstoffgruppen für Zirkonium werden ZR1 und ZR2 lauten.
Weiterhin werden in der neuen Norm wieder Beispiele für die Bezeichnung von Schweißerprüfungen genannt. Über die Anzahl der Beispiele und darüber welche Beispiele aufgenommen werden, muss der Normenausschuss noch entscheiden. Der deutsche Vorschlag den Prozess 52 „Laserstrahlschweißen“ für Laser-Hand-Schweißen in die Norm aufzunehmen, wurde positiv aufgenommen.
Hilfreich für die Anwender ist die neue Tabelle 19, die den Geltungsbereich einer Stumpfnahtschweißung mit einem zusätzlichen Kehlnahtprüfstück aufzeigt. Diese Tabelle ist sehr viel einfacher zu lesen als der Text unter Absatz 5.4 d der Norm. Wenn z. B. ein Betrieb eine Schweißerprüfung für eine Stumpfnaht in Position PE (Überkopf) ablegt und zusätzlich ein 10 mm dickes, einlagiges Kehlnahtprüfstück in Position PB schweißt, umfasst der Gültigkeitsbereich der Kehlnaht die Positionen PA, PB, PC, PD und PE. Dieses kann zu erheblichen Kostenminderungen bei den Schweißprüfungen führen.
Neu in der zukünftigen ISO 9606 sind Farbaufnahmen für Anlauffarben bei Titan und Zirkonium. Die Aufnahmen stammen aus einer Veröffentlichung der American Welding Society (AWS). Die neuen ISO-Regeln zur Gestaltung von Normen lassen jetzt auch Farbabbildungen in einer Norm zu.
Die neue ISO 9606 wird voraussichtlich ca. 60 Seiten umfassen und hat damit ein paar Seiten mehr als die heutige DIN EN ISO 9606-1 (45 Seiten).
Frank Kania ist deutscher Delegierter im Normenausschuss ISO/TC 44/SC 11 „Qualification requirements for welding and allied processes personnel“.
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Autor: Dipl.-Ing. Frank Kania ist technischer Berater in der Fachberatungs- und Informationsstelle beim Bundesverband Metall in Essen
Kontakt:
Telefon: +49 (0)201 / 89619-16
frank.kania@metallhandwerk.de
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Fordern und Fördern – Bildung und Arbeitsmarkt gestalten
Im Vorfeld der Bundestagswahl adressiert der Bundesverband Metall (BVM) seine Forderungen an die Politik hinsichtlich Bildung und Arbeitsmarkt.
Wer eine Ausbildung hat, ist deutlich weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als Personen ohne Berufsabschluss. In der Regel ist der erfolgreiche Abschluss der allgemeinbildenden Schule die Voraussetzung zum Erlernen eines Berufs. Jährlich verlassen 50.000 junge Menschen die allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss. Das sind fast 7 % eines Jahrgangs.
Das Metallhandwerk fordert die gezielte Förderung schon im Kindesalter, damit den Weg für eine solide Grundbildung geebnet wird, der Beginn der Förderung sollte schon vor und in der Grundschule liegen. Die Förderung darf jedoch nicht in der 5. Klasse aufhören. Die Ergebnisse der Pisa-Studien stützen diese Forderung. Aber auch der weitere Verlauf der Bildungsbiografie muss im Fokus bleiben. Ein falsches Signal ist die Kürzung bei den Maßnahmen zur Verbesserung der Berufsorientierung um fast 2 Mio. Euro. Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss.
Ende 2023 gab es in Deutschland rund 626.000 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren, die sich weder in Schule noch in Beschäftigung, Ausbildung oder Studium befanden. Zur Verringerung dieser hohen Zahl sind Maßnahmen entlang der gesamten Bildungslaufbahn notwendig:
Im Schulsystem sollte der Fokus auf der Früherkennung und Förderung von gefährdeten Kindern und Jugendlichen liegen.
Im Bereich der Ausbildung gilt es, möglichst vielen Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung zu geben und sie dabei zu unterstützen.
In der Weiterbildung sind mehr Teilqualifizierungs- und Nachqualifizierungsangebote notwendig, um insbesondere Ungelernten den Weg zu einem regulären Berufsabschluss zu ebnen.
Der BVM fordert, dass Schulabgängerinnen und Schulabgänger bei der Wahl des passenden Berufs unterstützt werden. Die Bildung endet allerdings auch nicht mit dem Berufsabschluss. Im Hochtechnologie-Land Deutschland muss man von Erwerbstätigen erwarten dürfen, dass sie sich gezielt fortbilden. Denn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen mit ihrem Wissen und ihren Fertigkeiten auf der Höhe der Zeit und der Technik bleiben.
Zugleich ist in Zeiten des akuten Fachkräftebedarfs kein Platz für restriktiven Zugang zum Arbeitsmarkt. Zugewanderte Menschen müssen schnelleren Zugang zu einer Arbeitserlaubnis erhalten, um ihren Lebensunterhalt selbst auf legalem Weg erwirtschaften zu können. Dann stehen sie den Unternehmen als Arbeitskräfte zur Verfügung und bereichern die Wirtschaft mit interkulturellen Kompetenzen. Neben der Forderung nach Eigeninitiative ist hier Förderung durch Sprach- und Fortbildungsangebote zu gewähren.
BVM-Präsident Willi Seiger: „Fordern und Fördern ist gefragt. Von der frühen Bildung bis zur Fachkräftequalifikation. Wer sich anstrengt, muss Unterstützung erhalten. Und wer arbeiten will, soll auch arbeiten dürfen. Unter den Fachkräften in unseren Unternehmen sind eine ganze Menge Menschen aus aller Welt. Damit das noch mehr werden und zuwanderungswillige Fachkräfte in unseren Unternehmen arbeiten, ist es wichtig, dass die Politik uns dabei unbürokratisch unterstützt.“
Schließlich muss die Kinderbetreuung weiter ausgebaut werden. Anspruch auf Kinderbetreuung gibt es bereits, häufig genug ist dieser schwer durchsetzbar. Wir fordern ein flächendeckendes und verlässliches Betreuungssystem, das insbesondere den weiblichen Fachkräften die Möglichkeit gibt, ihre Erwerbstätigkeit auch in der Familienphase fortzusetzen. Der jahrelange Ausfall von gut ausgebildeten Frauen wird so vermieden und die Sozialkassen werden durch Beitragszahlungen entlastet.
Der Bundesverband Metall vertritt die Interessen des Metallhandwerks in Deutschland mit 33.000 Betrieben, 478.000 Beschäftigten und rund 65 Mrd. € Umsatz.
PRESSEMITTEILUNG Fordern und Fördern
Pressekontakt:
karlheinz.efkemann@metallhandwerk.de
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Foto: BVM
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Metallbaupreis 2025 – jetzt bewerben!
Seit 1. Januar läuft die Bewerbungsphase für den Deutschen Metallbaupreis 2025.
Unter dem Motto ,,Deine Leistung – deine Show“ werden Metallbau-Betriebe für ihre besonderen Objekte mit dem Deutschen Metallbaupreis 2025 ausgezeichnet. Die Leistungen des Metallbauers prägen die Qualität der Objekte, die entstehen. Der Wettbewerb, der „klug geplante, perfekt gebaute“ Leistungen in sechs Kategorien auszeichnet, hat in den letzten 14 Jahren über 80 Auszeichnungen vergeben. Seit 1. Januar läuft die Bewerbungsphase und Betriebe können ihre Leistungen einreichen und die Preisverleihung als Gewinner zu ihrer Show machen.
Zu den Bewerbungsunterlagen
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