Meldungen

Fahrzeugbauer gestalten Zukunft – von EU-Regeln bis Wasserstoff

Die Fachgruppe Fahrzeugbau und die ENGINIUS GmbH mit der FAUN Umwelttechnik GmbH & Co. KG hatten für den 13. November 2025 zu einer Fachgruppenveranstaltung eingeladen.
Auch bei dieser Fachgruppenveranstaltung waren die regulatorischen Entwicklungen in der EU-Gesetzgebung Thema. Dr. Julian Allendorf (Schmitz Cargobull AG) referierte zur CO2-Flottengrenzwertregulierung und dem VectoTool und zur Klage der Trailerhersteller.
Weitere Themenblöcke waren die End of Life Directive/EU-Altfahrzeugverordnung sowie ein Update zur Richtlinie 96/53/EG Maße und Gewichte, insbesondere mit Blick auf die aerodynamischen Bauteile und Zusatzreinrichtungen.
Unter der großen Überschrift Berufsbildung informierte Diether Hils, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband Metall, über die Entwicklung der Ausbildungszahlen, die in überarbeiteter Fassung vorliegende Verordnung über die Meisterprüfung im Metallbauer-Handwerk, die überbetriebliche Ausbildung mit insbesondere den Lehrgängen für den Fahrzeugbau und schließlich zur jetzt anstehenden Neuordnung der Ausbildungsverordnung.
Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zeigte Magnus Horstmeier (ZINQ Technologie GmbH) auf, wie microZINQ® Leistungsfähigkeit mit Rohstoffeffizienz und -effektivität vereint.
Aus dem Hause der Kirchhoff Ecotec machte Dr. Ingo Friedrich zum Thema Cybersicherheit darauf aufmerksam, dass mittelständische Zulieferer schlanke, integrierbare Lösungen brauchen, um die EU-Anforderungen, die eher auf OEM zugeschnitten sind, zu erfüllen. Hier bietet sich eine zum Wohle der gesamten Branche gemeinsame Vorgehensweise an, was ureigenste Aufgabe der Fachgruppe Fahrzeugbau ist und entsprechend aufgegriffen wird.
Ein Ergebnis der Fachgruppenarbeit ist das Musterhandbuch zu ISO 9001 (und wahlweise auch 45001). Hubert Heimann, Vorsitzender der Fachgruppe, gab einen Erfahrungsbericht zur Umsetzung und lobte den schlanken, modularen Aufbau, der die Handhabung für seinen Betrieb deutlich erleichtert hat. Heimann gab zudem einen Ausblick auf die 2026 wieder stattfindende IAA TRANSPORTATION, auf der die Fachgruppe mit einem Gemeinschaftstand wieder vertreten sein wird, um die Leistungsfähigkeit der Fahrzeugbauer auf dieser internationalen Plattform zu verdeutlichen.
Auf der anschließenden Betriebsbesichtigung durch die Fertigung der FAUN Umwelttechnik in Osterholz-Scharmbeck konnten sämtliche Bereiche der Fertigung inklusive der getakteten Montage in Augenschein genommen werden. Die ENGINIUS GmbH hat als Teil der FAUN-Gruppe seit 2022 200 BLUEPOWER-Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb gefertigt. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mit einem wasserstoffbetriebenen Versuchsfahrzeug eine Probefahrt zu machen.
Autor:

Karsten Zimmer
Bereichsleiter Technik
in der Fachberatungs- und Informationsstelle
beim Bundesverband Metall in Essen
Kontakt: Karsten.Zimmer@metallhandwerk.de
 
 
 
 
Foto: BVM – Fachgruppenveranstaltung Fahrzeugbau am 13.11.2025 bei FAUN Umwelttechnik in Osterholz-Scharmbeck
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Peter van Heiss neuer Vizepräsident der Berufsbildung im BVM

Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Bundesverbands Metall in Essen wurde Peter van Heiss einstimmig zum neuen Vizepräsidenten gewählt, der künftig für die Säule Berufsbildung verantwortlich ist. Er folgt damit auf Michael Winterhalter, der dieses Amt viele Jahre mit großem Engagement geprägt hat.

Van Heiss ist Geschäftsführer der Kran + Lift GmbH in Stuttgart und bringt umfassende Erfahrung aus Unternehmensführung und Ausbildungspraxis mit. Sein Unternehmen erreicht eine außergewöhnlich hohe Ausbildungsquote von 20 Prozent– ein klares Zeichen für erfolgreiche Nachwuchsarbeit. In seiner Vorstellungsrunde betonte er, wie wichtig ihm die Stärkung der beruflichen Bildung im Metallhandwerk sei.
 
 

Im gleichen Zuge würdigte die Mitgliederversammlung die langjährigen Verdienste von Michael Winterhalter, der den Bundesverband über viele Jahre hinweg im Präsidium maßgeblich geprägt hat. In seiner Laudatio hob Präsident Willi Seiger das herausragende Engagement Winterhalters für die Berufsbildung des Metallhandwerks hervor, die dieser sowohl in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als auch in seiner Funktion als Vizepräsident des Bundesverbands Metall mit großem Einsatz vertreten und vorangebracht hat.
Als Zeichen des besonderen Dankes verlieh ihm der Präsident die Goldene Ehrennadel des Metallhandwerks. Präsident und Präsidium dankten ihm ausdrücklich für sein unermüdliches Engagement und seine nachhaltigen Impulse für die verbandliche Bildungsarbeit.
Mit der Wahl von Peter van Heiss stellt der Bundesverband Metall die Weichen für eine weiterhin starke, moderne und zukunftsorientierte Bildungsarbeit im Metallhandwerk.
 
Ansprechpartner:

Jens Brinkmann
Bundesverband Metall
Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit
Kontakt: jens.brinkmann@metallhandwerk.de
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Feinwerkmechaniker-Beruf soll grundlegend modernisiert werden

Die Zukunft des Feinwerkmechaniker-Berufs nimmt Gestalt an: In Würzburg diskutierte die Bundesfachgruppe Feinwerkmechanik mit Gästen die entscheidenden Schritte der anstehenden Neuordnung.

Auf der Bundesfachgruppentagung Feinwerkmechanik wurde am 23. Oktober 2025 im Congress Centrum Würzburg das Reformvorhaben zur Neuordnung des Ausbildungsberufs Feinwerkmechaniker inhaltlich vertieft. In einem dreistündigen Workshop wurde an die Vorarbeiten der Frühjahrstagung angeknüpft. Dabei wurde deutlich, wie groß sowohl der Handlungsbedarf als auch die Erwartungen an das anstehende Novellierungsverfahren sind.
Der Start in ein anspruchsvolles Reformprojekt
Einleitend gab Dr. Brauner, Referatsleiterin im Bereich Berufliche Bildung im ZDH, einen strukturierten Überblick über die kommenden Schritte. Sie erläuterte die Vielzahl der beteiligten Ministerien, Institutionen und Gremien und verdeutlichte, wie entscheidend ein breiter Konsens für das Gelingen des Verfahrens ist. Berufsbezeichnung, Prüfungsformat, Ausbildungsdauer und Gliederung des Ausbildungsrahmenplans müssen bereits im Vorfeld der Antragstellung feststehen. Diese Festlegungen betreffen nicht nur organisatorische Fragen, sondern prägen die langfristige Wahrnehmung und Positionierung des Berufs im gesamten Metallbereich.
Zentrale Weichenstellungen im Ausbildungsberuf
Ein Schwerpunkt der Diskussion war die gemeinsame Beschulung mit den industriellen Metallberufen. Die Teilnehmenden betonten, dass wohnortnahe Ausbildungsmöglichkeiten ein wichtiger Faktor für die Attraktivität des Berufs bleiben. Gleichzeitig ist bei industriellen Metallberufen zu beobachten, dass die Inhalte zunehmend modular über Kernqualifikationen und Wahlbausteine verzahnt werden. Die Feinwerkmechanik muss hier die Anschlussfähigkeit sicherstellen, ohne ihr handwerkliches Profil zu verlieren.
Besonders lebhaft wurde über die künftige Berufsbezeichnung debattiert. Verschiedene Varianten wurden genannt und aus praktischer, kommunikativer und marketingstrategischer Sicht bewertet. Das Stimmungsbild im Plenum machte deutlich, dass viele Betriebe sich einen moderneren, klarer verständlichen Namen wünschen, der die Tätigkeiten im Maschinen- und Anlagenumfeld stärker widerspiegelt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine Berufsbezeichnung auch Erwartungen weckt und klare Abgrenzungen zu Industrieberufen erfordert. Die Vielfalt der Rückmeldungen zeigte, wie sensibel dieses Thema ist und wie wichtig es sein wird, einen breit getragenen Konsens zu finden.
 
Expertise und Engagement als Fundament des Verfahrens
Erfreulich war die große Bereitschaft der Betriebe, sich aktiv im Sachverständigenverfahren einzubringen. Mehrere Vertreter erklärten ihre Mitwirkung als ordentliche Mitglieder oder Stellvertreter, was sicherstellt, dass die praktische Expertise des Handwerks in den Entstehungsprozess der neuen Ausbildungsordnung einfließt. Dieser Praxisbezug wird entscheidend sein, um einen Beruf zu gestalten, der moderne Produktionsprozesse ebenso berücksichtigt wie die Struktur kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe.
Die Diskussion zur Novellierung wurde durch die begleitende Expertise zahlreicher Gäste aus Handwerk, Verbänden und Forschung unterstützt. Ihre Fachkenntnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln – von der beruflichen Bildung über betriebliche Praxis bis hin zu tarif- und verbandspolitischen Perspektiven – haben maßgeblich dazu beigetragen, die Diskussion zu vertiefen und die anstehenden Entscheidungen auf eine breite, fundierte Basis zu stellen.
Perspektiven für die Bundesfachgruppe
Im zweiten Teil der Tagung wurden die Neuwahlen der Bundesfachgruppenleitung für das Frühjahr 2026 angekündigt. Sowohl Bundesfachgruppenleiter Rößner als auch seine Stellvertreterin Waldschmidt werden nach vielen Jahren engagierter Arbeit nicht erneut kandidieren. Damit steht ein spürbarer Generationswechsel an. Die Teilnehmenden wurden ermutigt, geeignete Persönlichkeiten aus ihren Reihen vorzuschlagen, die die kommenden Jahre der Feinwerkmechanik aktiv mitgestalten möchten – insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Neuordnung.
Die kommenden Monate werden entscheidend für die Zukunft des Berufes sein. Die Tagung machte deutlich: Die Feinwerkmechanik ist bereit für die nächste Entwicklungsstufe – und sie geht sie geschlossen und mit klarer Zielsetzung an.
Ansprechpartner

Thomas Röper
Technischer Berater in der Fachberatungs- und Informationsstelle
beim Bundesverband Metall in Essen
E-Mail: Thomas.roeper@metallhandwerk.de
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Sieger im Bundeswettbewerb DieGuteForm 2025

Am 15.11.2025 wurden die Sieger des Bundeswettbewerbs „Die Gute Form – Gestaltung im Metallhandwerk 2025“ während der Abschlussveranstaltung der Deutschen Meisterschaften des Metallhandwerks in der Stadthalle in Northeim ausgezeichnet.
Die Preisträger und ihre Werkstücke:
Fachrichtung Metallgestaltung 
Platz 1: Felix Neidhart
(Ausbildungsbetrieb MetallArt Kunstschmiede Martin Tretter, 88239 Wangen im Allgäu)
Begründung der Jury: Beeindruckend konsequent wurde mit wenigen, markanten Gestaltungsmitteln ein überzeugender Gesamteindruck komponiert. Die mäandernde Linienführung, die souverän die Schubladen und Tischbeine akzentuiert, die aus Messing gefertigten Schubladenknöpfe, die Tischplatte, ausgewogen proportioniert aus Holzrahmen und Stahlblechfläche, alles ergänzt sich logisch und überzeugt in seiner Wirkung.
Platz 2: Hagen Nicolaysen
(Ausbildungsbetrieb fittkau metallgestaltung gmbh, 13088 Berlin)
Begründung der Jury: Das Wandregal verbindet hohe skulpturale Qualität und volle Funktionalität – für entsprechend ausgewählte Ausstellungsstücke. Mit überraschend mutigen, raumgreifenden, geschmiedeten, dynamischen Linien werden die einzelnen Regalebenen positioniert. Die geschmiedeten Querschnittsverformungen sind räumlich so überzeugend komponiert und ausgeführt, dass eine betrachtende Person dazu angeregt wird, aus unterschiedlichen Blickwinkeln immer neue Linienführungen zu entdecken.
 Platz 3: Aaron Schmid
(Ausbildungsbetrieb Kurt Übele GmbH, Dickenreishauser Einöde 20, 87700 Memmingen)
Begründung der Jury: Ein kleiner Klapptisch, der den Mechanismus sowie die Holz- und Metallverbindungen so selbstverständlich und auf das Wesentliche reduziert vereint, als könne es anders nicht sein. Fein geschmiedete Details korrespondieren sehr gut mit der Eichenholzfläche, die im geöffneten Zustand eine fortlaufende Maserung zeigt. Auch die einfache Handhabung, einmal gelernt, erfreute die Jury zusehends.
Fachrichtung Konstruktionstechnik
Platz 1: Lenny Soltsien
(Ausbildungsbetrieb Max Gampenrieder Metallbau GmbH, Kirchenstraße 7a, 82065 Baierbrunn)
Begründung der Jury: Der sehr konsequent durchdachte und gestaltete Tischgrill kombiniert höchsten Gebrauchswert mit sehr gelungenen formalästhetischen Details. Es macht Freude, wie sich die Stabenden des Grillrostes als punktförmige Ornamentlinie im geschlossenen Korpus zeigen. Die Holz-Metallverbindungen an den Griffen sind formal und konstruktiv sehr gut gelöst. Eine Ablagefläche aus Holz lässt sich platzsparend in einer Schublade verstauen. Ein Tischgrill, der durch seine Funktionalität, die gelungene Metall- und Holzkombination, die Verarbeitungsqualität und damit durch seine hohe Wertigkeit überzeugt.
Platz 2: Nico Krischler
(Ausbildungsbetrieb Die Kanter & Schlosser Metall-Gesellschaft m.b.H, 54294 Trier)
Begründung der Jury: Das dekorativ wirkende Möbel zelebriert die Begeisterung für den Motorsport. Mit spielerischer Selbstverständlichkeit korrespondiert eine Autofelge mit den gebogenen Linien der drei Tischbeine, welche den Verlauf der Nürburgring-Nordschleife zitieren. Im Zentrum des Tisches ist unter einer Rauchglasplatte eine beleuchtete Miniaturrennstrecke installiert. Beeindruckt war die Jury vom komplexen Gestaltungsprozess, in dem auch die Nutzungsrechte für die verwendeten Logos beachtet wurden, und ebenso von der gestalterischen Transformation einer Erlebniswelt als Möbel.
Platz 3: Yannick Gerster
(Ausbildungsbetrieb Kunstschmiede und Metallbau Neumaier GmbH, 85659 Forstern)
Begründung der Jury: Ein keilförmiger Korpus als Tischgrill ist ungewöhnlich. Doch sehr schnell ist erkennbar, dass dies eine sehr flexible und intelligente Lösung ist, die zum Alleinstellungsmerkmal
wird. So kann, wenn mehr als ein Tischgrill aufgebaut wird, ein Rechteck oder ein Kreisbogen gestellt werden. Der einzelne Grill hat dem Korpus entsprechend einen Grillrost, der eine unterschiedlich breite Nutzfläche aufweist. Das ist sehr praktisch für kleines und großes Grillgut. Die Material-kombination von stabilem Edelstahl-Grillrost mit gut gegliederter Flächen-Segmentierung und schwarzem Stahlblechkorpus ist klar geordnet und gut proportioniert.
Hintergrundinformationen zum Wettbewerb:
Der Wettbewerb „Die Gute Form – Gestaltung im Metallhandwerk” wird organisiert vom Zentralver-band des deutschen Handwerks und umfasst alle Berufsbereiche der Produktion, also Steinmetze wie Tischler, Schmuckgestalter wie Metallgestalter etc. Ziel des Wettbewerbs ist die ästhetische Qualität von Produkten des Handwerks in der Ausbildung zu fördern und die schöpferische Fantasie sowie die Entwicklung zeitgerechter Produktlösungen mit traditionellen oder neuen Werkstoffen anzuregen. Unter anderem gilt es, die Öffentlichkeit auf die Bedeutung der Formgebung in der handwerklichen Ausbildung aufmerksam zu machen und für die Berufsbilder zu werben. Der Wett-bewerb wird in vier Stufen, und zwar auf der Innungs-, Kammer-, Landes- und Bundesebene durch-geführt.
Sieger Fachrichtung Metallgestaltung:

BU: Bundesfachgruppenleiter Teofanis Polichroniadis-Fleig mit Felix Neidhart und BVM-Präsident Willi Seiger.
Sieger Fachrichtung Konstruktionstechnik:

Bundesfachgruppenleiter Teofanis Polichroniadis-Fleig mit Lenny Soltsien und BVM-Präsident Willi Seiger.
Abbildungen und Infos zu den Gesellenstücken:

 Hier gehts zum Katalog Die Gute Form 2025
Fotos Gesellenstücke und Festveranstaltung: Anna-Lena Stolte
 
Ansprechpartnerin Presse:

Bundesverband Metall, Sabine Schönemann, Tel. 0201-89619-26,
sabine.schoenemann@metallhandwerk.de
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Deutsche Meister des Metallhandwerks 2025

Deutschlands beste Metallhandwerker/innen haben am 15.11.2025 im Bundesleistungswettbewerb „German Craft Skills“ ihre exzellenten Fähigkeiten im Umgang mit Metall bewiesen. Die 40 Wettbewerbsteilnehmer/innen hatten sich zuvor bundesweit in Landeswettkämpfen qualifiziert. Die Siegerehrung der Deutschen Meisterschaften fand zusammen mit der Meisterfeier für die Absolventen der Northeimer Meisterschule und der Auszeichnung des Bundeswettbewerbs „Die Gute Form – Gestaltung im Metallhandwerk“ (gesonderte Pressemitteilung) in der gut besuchten Stadthalle in Northeim statt.
Auf der großen Bühne gratulierten Willi Seiger (Präsident des Bundesverbandes Metall) und der Vorsitzende des Bewertungsausschusses Klaus Korff allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und übergaben die Urkunden. Für die ersten drei Plätze verlieh der Bundesverband Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Punktbeste des gesamten Wettbewerbs wurde mit einer herausragenden Arbeit die Metall- und Glockengießerin Melissa Kraus, die 97 Punkte von 100 Punkten erreicht hat.
Die Platzierungen nach Fachrichtung mit Ausbildungsbetrieb:
Bundessieger Metallbauer / Konstruktionstechnik
1.) Maximilian Guggenberger
Metallbau Philipp Krause, 83135 Schechen, Bayern
2.) Joshua Hermann Graff,
Freund Metallbau GmbH, 02627 Kubschütz, Sachsen
3.) Markus Kellermann
Schlosserei Kellermann, 74564 Crailsheim, Baden-Württemberg
Bundessieger Metallbauer / Metallgestaltung

1.) Robin Adam Muth
Metallgestaltung Thomas-Maria Schmidt, 66989 Höheischweiler, Rheinland-Pfalz
2.) Felix Neidhart
MetallArt Kunstschmiede Martin Tretter, 88239 Wangen im Allgäu, Baden-Württemberg
3.) Kai Eric Funk
Sachsen
Bundessieger Metallbauer / Nutzfahrzeugbauer
1.) Patrick Düwel
Spier GmbH & Co Fahrzeugwerk KG, 32839 Steinheim, NRW
2.) Niclas Groth
Moetefindt Fahrzeugbau GmbH, 21244 Buchholz in der Nordheide, Niedersachsen
3.) Johanna Barth
SILOKING Mayer Maschinenbau GmbH, 84529 Tittmoning, Bayern
Bundessieger Metall- und Glockengießer
1.) Melissa Kraus
Anton Gugg Glocken- und Kunstgießerei e.K., 94315 Straubing, Bayern
Bundessieger Feinwerkmechaniker
1.) Moritz Keller
Anton Bauer Werkzeug- und Sondermaschinenbau GmbH, 63500 Seligenstadt, Hessen
2.) Eske Mia Kranich
Universität Oldenburg, 26129 Oldenburg, Niedersachsen
3.) Jan Wolfgramm
Universität Hamburg Institut für Experimental-Physik, 22761 Hamburg
Bundessiegerin Feinwerkmechanik Zerspanungstechnik
1.) Dennis Kreher
REUTER TECHNOLOGIE GmbH, 63755 Alzenau, Bayern
2.) Tim Kummer
NWS Germany Produktion W. Nöthen e. K., 98547 Schwarza, Thüringen
3.) Maximilian Skoda
Reca plastics GmbH, 566072 Koblenz, Rheinland -Pfalz
Bundessieger Zerspanungsmechaniker Drehmaschinensysteme

1.) Paul Lennard Weiß
Jens Böttcher Hydraulik- u. Maschinenbau GmbH, 21357 Wittorf, Niedersachsen
Bundessieger Zerspanungsmechaniker Fräsmaschinensysteme
1.) Marvin Becker
WZT-Wendland-Zerspanungs- Technik GmbH, 29456 Hitzacker (Elbe), Niedersachsen
2.) Lisa Sophie Linke
HK Werkzeug- und Vorrichtungsbau GmbH, 66780 Rehlingen-Siersburg, Saarland
3.) Diego Liguori
Stock-Konstruktion GmbH, 65623 Schiesheim, Rheinland-Pfalz
Fotos: druckfähige Fotos wie z.B. Einzelfotos und Gruppenfotos bei der Urkundenübergabe senden wir gerne auf Anfrage zu.
Ansprechpartnerin Presse:

Bundesverband Metall
Sabine Schönemann
sabine.schoenemann@metallhandwerk.de
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Handwerkstour mit neuen Impulsen an der Hauptschule Wächtlerstraße

Rund 125 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 haben sich an der Hauptschule Wächtlerstraße praxisnahe Einblicke in die Welt des Handwerks verschafft. Beim vierten Tourstopp der Ausbildungsoffensive zeigten erneut Auszubildende aus vier Innungen auf der Bühne und an Infoständen, was handwerkliche Berufe ausmacht und welche Zukunftsperspektiven in ihnen stecken.

Dieses Mal mit dabei: die Elektro-Innung Essen, die Maler- und Lackierer-Innung Essen, die Metall-Innung Essen sowie die Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Ruhr-West.

Vom Kundenkontakt auf der Baustelle bis zur Teamarbeit in der Werkstatt – die Auszubildenden der unterstützenden Innungsbetriebe erzählten aus ihrem Alltag, erklärten typische Aufgaben und beschrieben, was sie an ihrem Beruf besonders begeistert. Die Gespräche drehten sich dabei auch um handfeste Fragen: Wie läuft eine Bewerbung ab? Wie sehen die Chancen nach der Ausbildung aus? Und was verdient man nach der Ausbildung?

Schulleiter Martin Kloos hebt die Relevanz solcher Begegnungen hervor: „Das Konzept bietet unseren Schülerinnen und Schülern einen niederschwelligen Zugang zur Berufswelt. Der einfache Ton des Talks kommt dabei sehr gut an.“

Die Klimatour bringt unterschiedliche Gewerke und echte Erfahrungsberichte direkt in die Schulen – und zeigt Jugendlichen auf Augenhöhe, welche Rolle das Handwerk für die Zukunft spielt.

Ein Leben für das Handwerk: Essener Jubilare mit Goldenen und Diamantenen Meisterbriefen geehrt

Es sind die Pfeiler der lokalen Wirtschaft und die Bewahrer von Qualität und Ausbildung: Am vergangenen Freitag, den 07. November 2025, ehrte die Kreishandwerkerschaft Essen mit einem feierlichen Empfang im Haus des Handwerks ihre Handwerksmeister, die vor 50 oder 60 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt haben. In einer Zeit, die von Schnelllebigkeit und Wandel geprägt ist, setze dieser Moment ein starkes Zeichen für Beständigkeit, Fachwissen und unternehmerische Ausdauer, so der Tenor der Veranstaltung.

Respekt vor Lebensleistung und Zukunftsgestaltung

„Sie haben über ein halbes Jahrhundert und länger hinweg Betriebe geführt, unzählige junge Menschen ausgebildet und den Strukturwandel in unserer Stadt nicht nur miterlebt, sondern aktiv mitgestaltet“, betonte van Beek. „Sie sind das lebende Beispiel dafür, was das Handwerk leistet: Es schafft Werte, es sichert Qualität und es ist und bleibt systemrelevant. Wir verneigen uns vor dieser beeindruckenden Lebensleistung.“

Martin van Beek, Kreishandwerksmeister der KH Essen

In seiner Ansprache würdigte er die Geehrten nicht nur für ihre jahrzehntelange Treue zu ihrem Beruf, sondern auch für ihre unschätzbare Rolle als Arbeitgeber und Ausbilder.

„Sie haben über ein halbes Jahrhundert und länger hinweg Betriebe geführt, unzählige junge Menschen ausgebildet und den Strukturwandel in unserer Stadt nicht nur miterlebt, sondern aktiv mitgestaltet“, betonte van Beek. „Sie sind das lebende Beispiel dafür, was das Handwerk leistet: Es schafft Werte, es sichert Qualität und es ist und bleibt systemrelevant. Wir verneigen uns vor dieser beeindruckenden Lebensleistung.“

Gleichzeitig nutzte van Beek die Gelegenheit, um an die aktuellen Herausforderungen zu erinnern und forderte einen konsequenten Abbau von Bürokratie, um dem Handwerk die Luft zum Atmen zu lassen, die es für die anstehenden Aufgaben wie die Energie- und Klimawende brauche.

Der Meisterbrief als Garant für Qualität

Als Ehrengast überbrachte Gerd Peters, stellvertretender Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf und selbst Essener Elektrotechnikermeister, die Glückwünsche der Kammer. Peters, der als Meister zu Meistern sprach, hob die besondere Bedeutung der Meisterqualifikation hervor.

„Der Goldene und der Diamantene Meisterbrief sind mehr als nur eine Urkunde. Sie sind ein Siegel für Kompetenz, für Verbraucherschutz und für die erfolgreiche Weitergabe von Wissen“, so Peters. Er betonte, dass die duale Ausbildung und der Meisterbrief das Fundament seien, auf dem der Ruf des deutschen Handwerks weltweit basiere. In einer Zeit, in der oft über Akademisierung gesprochen wird, zeigen Sie eindrucksvoll, welchen unschätzbaren Wert eine meisterhafte berufliche Bildung hat.“

Gerd Peters, stellvertretender Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf

Die Jubilare

Der Höhepunkt der Feier war die persönliche Ehrung der Jubilare. Martin van Beek und Gerd Peters überreichten die Goldenen Meisterbriefe für 50 Jahre und die Diamantenen Meisterbriefe für 60 Jahre meisterliches Schaffen.

Den Diamantenen Meisterbrief (60 Jahre) erhielten:  
Heinz-Goswin Apolte, Maler- und Lackierermeister  
Wilhelm Sieker, Kfz-Meister  
Alfred Sostmann, Schlossermeister 

Den Goldenen Meisterbrief (50 Jahre) erhielten:  
Josef Bücher, Steinmetzmeister  
Wilfried Kräwinkel, Gas- und Wasserinstallateurmeister  
Claus Langhans, Kfz-Meister  
Ulrich Rickers, Maler- und Lackierermeister  
Ralf Werner, Kfz-Meister  

ZINQ erhält Deutschen Umweltpreis 2025

Unserem Kooperationspartner ZINQ wurde am 26.10. für sein innovatives und ressourcenschonendes Verzinkungsverfahren der Deutschen Umweltpreis verliehen. Eine tolle Leistung und ein starkes Signal für die Kreislaufwirtschaft im Metallhandwerk!
 GELSENKIRCHEN. Für ihren Beitrag zu einer ressourcenschonenden, zirkulären Industrie sind Lars Baumgürtel und Dr. Birgitt Bendiek mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte die Auszeichnung am Sonntag in Chemnitz. „Mit Planet ZINQ haben wir ein praxiserprobtes Modell entwickelt, das zeigt, wie energie- und rohstoffintensive Unternehmen ihre Produktion konsequent zirkulär gestalten können“, sagt Dr. Birgitt Bendiek, Geschäftsführerin ZINQ Deutschland. Die Auszeichnung würdigt die Leistungen der rund 2.000 Mitarbeitenden von ZINQ in Europa, die über 15 Jahre an der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Innovationen im Rahmen von Planet ZINQ gearbeitet haben. Der Preis ist Bestätigung und Motivation zugleich: „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Der Deutsche Umweltpreis ist für uns Ansporn, unsere Reise zur dreifachen Null konsequent weiterzugehen – gemeinsam mit Kunden und Partnern “, so Lars Baumgürtel, geschäftsführender Gesellschafter ZINQ.
Mit dem zirkulären Geschäftsmodell Planet ZINQ treibt ZINQ die Transformation zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft voran. Dazu werden sämtliche Prozesse und Produkte so gestaltet, dass Energie und Ressourcen effizient genutzt und Materialien im Kreislauf geführt werden. Ziel sind Produkte in Triple-Zero-Qualität – null CO₂-Emissionen, null Abfall und null Umweltverschmutzung. Dazu wurden in acht Handlungsfeldern Maßnahmen auf Basis genormter, frei verfügbarer Standards entwickelt, die durch ihren modularen Aufbau auf andere Unternehmen und Branchen übertragbar sind.
Zirkuläres Produktdesign als Basis einer ressourcenschonenden Industrie
Grundpfeiler und zugleich Ursprung von Planet ZINQ ist das Denken in Kreisläufen nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. ZINQ setzt dafür auf ein zirkuläres Produktdesign nach drei zentralen Prinzipien der R-Strategien: Design the loop, Slow the loop und Close the loop. So werden Produkte materialgesund entwickelt, ihre Lebensdauer verlängert und sämtliche Materialien immer wieder in den Kreislauf zurückgeführt. „Kein Produkt ist perfekt. Doch jedes Produkt kann besser werden, wenn Qualität über reine Funktionalität hinausgeht und Langlebigkeit, Materialgesundheit und Wiederverwertbarkeit einschließt“, sagt Lars Baumgürtel. Die Stückverzinkungsoberflächen von ZINQ sind nach Cradle to Cradle (C2C) zertifiziert und damit nachweislich materialgesund und designt für Zirkularität.
Zirkuläre Prozesse senken Ressourcenverbrauch und CO2-Emissionen
Planet ZINQ zeigt, dass energie- und rohstoffintensive Unternehmen ihre Produktion und Produkte auf eine zirkuläre Wirtschaftsweise umstellen und dadurch Emissionen sowie Ressourcenverbrauch senken können. Mit dem Low Carbon ZINQ-Programm, ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells, werden verschiedene Maßnahmen zur Dekarbonisierung rund um den Einsatz und Verbrauch von Zink gebündelt. Seit 2012 konnten dadurch rund 285.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Grundlage von Planet ZINQ sind Innovationen, die im Forschungs- und Entwicklungszentrum ZINQ Futurium in Gelsenkirchen entstehen. Hier wurde auch das Dünnschichtverzinkungsverfahren microZINQ entwickelt. Während bei einer herkömmlichen Verzinkung die Zinkschicht auf Stahl 80 bis 100 Mikrometer beträgt, liegt sie bei microZINQ bei nur rund zehn Mikrometern – das ist etwa ein Zehntel der Dicke eines menschlichen Haares. Dadurch sinkt der Zinkverbrauch um bis zu 80 Prozent. „Allein mit microZINQ konnten wir seit 2016 insgesamt 3.852 Tonnen Zink einsparen“, betont Dr. Birgitt Bendiek.
Von zirkulären Produkten zu zirkulärer Oberflächentechnik
„Alles hat eine Oberfläche. Darin liegt ein großer Hebel für Veränderung. Deshalb möchten wir gemeinsam mit Kunden, Partnern, Politik und Wissenschaft eine zirkuläre Wirtschaftsweise vorantreiben. Unser Ziel ist eine zirkuläre Oberflächentechnik“, sagt Lars Baumgürtel. Ein Ziel mit großem Impact, denn Stahloberflächen finden sich überall: in Brücken, Leitplanken, Fahrzeugen, Maschinen oder Haushaltsgeräten.
Preisgeld wird investiert
Der deutsche Umweltpreis ist in Europa nicht nur die Auszeichnung mit dem höchsten Renommee, sondern auch mit der höchsten Dotierung. Birgitt Bendiek und Lars Baumgürtel haben entschieden, dass das ihnen zustehende Preisgeld vollständig in wissenschaftliche Untersuchungen und Projekte fließen wird, die den Weg zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft weiter vorantreiben. „Wir planen, die Mittel für zwei Studien einzusetzen“, erklärt Dr. Birgitt Bendiek. Die erste soll aus technischer Perspektive den aktuellen Stand analysieren und aufzeigen, welche Schritte noch notwendig sind. Die zweite befasst sich mit der Ökonomisierung von zirkulärer Qualität von Produkten – aus wissenschaftlicher und strategischer Sicht. „Damit sich zirkuläre Produkte am Markt behaupten können und damit wettbewerbsfähig sind, braucht es zirkuläre Leitmärkte, in denen sich die Entscheidung für zirkuläre Produkte auch wirtschaftlich lohnt. Digital zirkuläre Produktpässe spielen hierbei eine entscheidende Rolle, da sie die ökologischen Eigenschaften der Produkte mess- und sichtbar machen“, so Baumgürtel.
Zu den Personen:
Lars Baumgürtel ist seit 1992 geschäftsführend bei ZINQ tätig. Seit 1998 ist er geschäftsführender Gesellschafter und seit 2008 alleiniger Gesellschafter des Familienunternehmens in vierter Generation. Seine akademischen Schwerpunkte während des Studiums an der WHU Koblenz, der EM Lyon (F) und der UT in Austin (TX) lagen in den Bereichen Entrepreneurship und Produktionswissenschaften. Lars Baumgürtel ist Präsident der IHK Nordwestfalen und Vorstand im Branchenverband ZVO (Zentralverband Oberflächentechnik) eV. Er setzt sich in vielen Initiativen wie Klimaschutzunternehmen, In4Climate, C2C NGO, TECH.LAND, Circular Performer und Klimahafen für die Umsetzung einer Triple-Zero zirkulären Wirtschaftsweise ein.
Dr. Birgitt Bendiek promovierte 1998 am Institut für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling der RWTH Aachen und startete ihre Berufskarriere anschließend bei einem internationalen Zinkproduzenten. 2005 wechselte sie zu ZINQ und ist dort seit 2025 Geschäftsführerin von ZINQ Deutschland, dem größten Geschäftsbereich der ZINQ Gruppe. Sie ist Vorständin bei Initiative Zink eV und Mitglied im DIN Ausschuss „Schmelztauchüberzüge“ und im ISO-Arbeitskreis „Hot dip coatings”. Außerdem ist sie engagiert in diversen Gremien der Industrie, die sich mit Innovation und Nachhaltigkeit befassen (unter beim ZVO e.V. und In4Climate).
Über die ZINQ Gruppe
Seit 1889 ist ZINQ auf Oberflächentechnik spezialisiert und heute Europas Marktführer im Bereich Korrosionsschutz auf Stahl durch Zink. Das Familienunternehmen entwickelt und appliziert nachhaltige Oberflächen, die Stahlprodukten eine lange, wartungsfreie Lebensdauer von bis zu 100 Jahren ermöglichen. Jedes Jahr schützt ZINQ an über 50 Standorten in Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich und Polen mehr als 550.000 t Stahl vor Korrosion. Das Tochterunternehmen ZINQ Technologie vergibt Lizenzen für innovative und nachhaltige Oberflächentechnologien, die von 40 Mitarbeitern im größten F&E-Zentrum der Branche entwickelt werden. Als Klimaschutzunternehmen ist ZINQ Pionier der zirkulären Transformation: mit materialgesunden Low-Carbon-Prozessen und -Produkten, geschlossenen Stoffkreisläufen und Cradle to Cradle®-Oberflächen. Das zirkuläre Geschäftsmodell Planet ZINQ definiert den Weg zu Klimaneutralität im Sinne der EU-ESPR durch Produkte in Triple-Zero Qualität (zero carbon, zero waste, zero pollution).
Kontakt:
Tatjana Hetfeld
ZINQ Brand Management & Unternehmenskommunikation
Telefon: 02361 490 491-11
E-Mail: tatjana.hetfeld@zinq.com
Mehr zu Planet ZINQ
Der Beitrag ZINQ erhält Deutschen Umweltpreis 2025 erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Umfrage-Ergebnisse: Was Azubis wirklich wollen – Teil 3

Was erwarten junge Menschen heute von einer Ausbildung im Handwerk? Was motiviert sie und was schreckt sie ab? NEXT LEVEL HANDWERK ist diesen Fragen in einer Azubi-Befragung auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Wer als Betrieb im Rennen um Nachwuchs vorne mitspielen will, muss alte Denkmuster ablegen und neue Wege gehen.
In einer dreiteiligen Blogserie „Was Azubis wirklich wollen“ wurden die Ergebnisse Schritt für Schritt veröffentlicht und dabei mit einigen Klischees aufgeräumt. Eines wird schnell klar: Geld ist wichtig, aber längst nicht alles. Azubis wünschen sich vor allem Wertschätzung, Struktur und Entwicklungschancen. Sie wollen klare Ansprechpersonen, regelmäßiges Feedback, moderne Kommunikation und das Gefühl, Teil eines Teams zu sein, das sie ernst nimmt.
Viele junge Menschen sehen in ihrer Ausbildung mehr als nur den Einstieg ins Berufsleben, sie suchen Sinn, Zugehörigkeit und Perspektive. Damit wird deutlich: Azubis von heute wollen mitreden, mitgestalten und mitwachsen –
nicht nur mitarbeiten. Das ist keine Forderung nach Luxus, sondern nach guter Führung und fairer Behandlung. Genau hier entscheidet sich, ob ein Betrieb attraktiv bleibt oder nicht. Die vollständige Auswertung der Befragung gibt’s auf dem Blog von NEXT LEVEL HANDWERK: www.nextlevelhandwerk.de
Zum Blogbeitrag – Auswertung der Umfrage
Der Beitrag Umfrage-Ergebnisse: Was Azubis wirklich wollen – Teil 3 erschien zuerst auf Metallhandwerk.

Fassade der Zukunft – Metallhandwerk als Schlüsselakteur

Am 25. September 2025 trafen sich Vertreter der Fassadenbranche zum 20. Deutschen Fassadentag in Stuttgart. Der Fachverband für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (FVHF) hatte gemeinsam mit dem Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart eingeladen – und das Interesse war groß. Unter dem Motto „VHF – Wegbereiter der Klimawende“ wurde klar: Die Gebäudehülle wird in den kommenden Jahren zur zentralen Schnittstelle zwischen Bauwesen, Energiewirtschaft und Klimaschutz.
Forschung zeigt neue Perspektiven
Gleich zu Beginn erhielten die Teilnehmer Einblicke in die aktuellen Arbeiten des ILEK. Besonders beeindruckte das adaptive Demonstrator-Hochhaus D1244: Es reagiert dynamisch auf äußere Einflüsse und zeigt, wie Gebäude sich künftig aktiv an Klima und Nutzerbedürfnisse anpassen können. Ebenso richtete sich der Blick auf das Fassadensystem HydroSkin®, das Regenwasser speichert und über Verdunstung abführt. Die Fassade wird damit zu einer aktiven Kühlfläche – ein Thema, das angesichts zunehmender Hitzeperioden an Bedeutung gewinnen dürfte.
„Wir verstehen die Fassade nicht mehr nur als Schutz, sondern als aktives Bauteil der Gebäudetechnik.“ Prof. Dr. Lucio Blandini, Leiter ILEK
Für das Metallhandwerk besteht die Aufgabe darin, solche Systeme in tragfähige und langlebige Konstruktionen zu überführen. Metallkonstruktionen können hier entscheidend dazu beitragen, Wasserführung, Kühlung und Wetterbeständigkeit in Einklang zu bringen.

Begrünung und Gestaltung
Die Fassadenbegrünung wurde ebenfalls intensiv diskutiert. Pflanzen an der Hülle kühlen, binden Feinstaub und verbessern das Mikroklima. Für Metallbaubetriebe bedeutet das: Tragfähige und korrosionsbeständige Unterkonstruktionen sind gefragt, die Begrünungssysteme dauerhaft sicher halten. Gleichzeitig bleibt die Gestaltung nicht auf der Strecke: Metall erlaubt weiterhin Spielräume für kreative Lösungen, die Technik und Architektur verbinden.
Fassade als Energiequelle
Ein weiterer Themenschwerpunkt waren Wärmefassaden, die thermische Energie für Wärmepumpensysteme bereitstellen. Damit wandelt sich die Gebäudehülle von einer passiven Hülle zu einem aktiven Energiesammler. Metallische Bauteile übernehmen dabei die Rolle von Wärmetauschern oder Leitungsträgern. Für Metallbauer eröffnet sich ein neues Arbeitsfeld an der Schnittstelle von Gebäudehülle und Haustechnik – ein Bereich, in dem präzises Wissen um Materialeigenschaften und Verbindungstechnik gefragt ist.
Photovoltaik in der Fassade
Große Aufmerksamkeit erhielt das Thema gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV). Hier verschmelzen Gestaltung und Energieerzeugung, indem PV-Module direkt in Fassadenplatten integriert werden. Metall spielt dabei eine Schlüsselrolle: Es sorgt für Stabilität, präzise Befestigung und leitet gleichzeitig Wärme ab.
„BIPV ist mehr als Stromerzeugung – sie macht die Fassade zum aktiven Teil der Energiewende.“ Fabian Flade, Mitglied des Vorstands (stellv. Vorstandsvorsitzender), Allianz BIPV e. V
Für das Metallhandwerk bedeutet das neue Chancen, sich als Partner von Architekten und Solartechnikern zu positionieren – mit Know-how sowohl im konstruktiven Metallbau als auch an den Schnittstellen zur Elektrotechnik.
Neue Generation von Funktionsfassaden
In mehreren Vorträgen wurde deutlich: Die Fassade der Zukunft ist multifunktional. Sie schützt nicht nur, sie kühlt, erzeugt Strom, reguliert Feuchtigkeit und trägt zur Kreislaufwirtschaft bei. Nachhaltigkeit und Wiederverwertbarkeit standen daher quer durch alle Beiträge im Mittelpunkt. Metalle mit hohem Recyclinganteil, modulare Konstruktionen und langlebige Systeme sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern werden zunehmend auch politisch gefordert.
Chancen für das Metallhandwerk
Der Deutsche Fassadentag machte klar: Ohne das Metallhandwerk sind die kommenden Herausforderungen nicht zu bewältigen. Ob Unterkonstruktionen für Photovoltaik, Systeme für Fassadenbegrünung oder adaptive Kühlflächen – überall ist metallbautechnische Kompetenz gefragt. Für Betriebe bietet sich die Chance, ihr Profil zu schärfen: durch Spezialisierung auf nachhaltige Materiallösungen, durch Kooperationen mit Solartechnik und Gebäudetechnik sowie durch innovative Fertigungs- und Montagetechniken.
Fazit: Der 20. Deutsche Fassadentag zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Rolle der Fassade in Zukunft sein wird. Für das Metallhandwerk eröffnet sich ein neues Betätigungsfeld – als technischer Problemlöser, als Innovator und als Partner der Energiewende. Wer heute in Know-how und Netzwerke investiert, wird morgen zu den zentralen Gestaltern der klimafreundlichen Gebäudehülle zählen.
Fotonachweis: Mobilane GmbH – Fassadenbegrünung mit BIPV
Autor

Reinhard Fandrich (Dr.-Ing.)
ist technischer Berater in der
Fachberatungs- und Informationsstelle
beim Bundesverband Metall, Essen
Kontakt: reinhard.fandrich@metallhandwerk.de
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